Selbstbauantenne

Selbstbau einer Bootsantenne im Bereich 15 und 20 Meter

Die Anleitung ist Abgeleitet von einer Beschreibung in Rothammels Antennenbuch und angepasst auf den Betrieb an Bord. Es wird keine Gewährleistung übernommen. Für den Betrieb ist der Erbauer verantwortlich.

Material:
V2A-Rohr, 40 mm Durchmesser, ca. 1400 mm lang
Teleskopangelrute, ca. 8m lang, nicht Carbonverstärkt
2 m lackisolierter Kupferdraht, l,5-2mm Durchmesser
2 Schaltrelais (Autozubehör)
3m Koax-Kabel RG 58 anstelle von 2 Trimmkondensatoren (je 100 pF)
6-7 m Antennenkabel (isolierte Litze, l Quadrat)
Koax-Kabel RG 213 für Verbindung Transceiver-Antenne
2poliges Stromkabel für Relais
Wasserdichter Schaltkasten
Krokodil-Klemmen, Lüsterklemmen, Isolier- und Dichtungsmaterial, Epoxykleber
Niroschellen etc. zur Befestigung von Halterung und Schaltkasten

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Zeichnung groß
Arbeitsschritte:
Halterungsrohr für Montage am Heckkorb vorbereiten.
Letztes Glied der Angelrute Entfernen (zu dünn!), Angelrute ausfahren und mit Epoxy verkleben.
Antennenabschluß aus zwei Kupferingen (Kupferdraht 1,5-2 mm. Ringdurchmesser ca. 30 mm, siehe Zeichnung) mit Antennendraht (6-7 m) verlöten.
Antennendraht von oben bis Bohrung oberhalb des Halterungsrohres einfädeln und Abschluß oben mit Epoxy versiegeln.
Schaltkasten mit Sperrholzbrett zur Befestigung der Innereien versehen, Befestigung an Halterungsrohr vorbereiten (Rundbügel, von innen verschraubt).
Wickeln der Spule um geeigneten Rundstab (sehr fest, danach etwas auseinanderziehen).
Alle Teile im Schaltkasten montieren, verdrahten und verlöten, Löcher für alle Ein- und Ausgänge bohren und mit Schraubdichtungen versehen.
An Antenneneingängen des Relais für die Antennenumschaltung (20m und 15 m) je ein Kabel von 15 cm anlöten und am Ende mit einer Krokodil-Klemme versehen (zum späteren Abgreifen an der Spule).
Halterung und Antenne montieren, Schaltkasten befestigen und Antennenkabel an Relais anschließen.
Koax- Kabel (RG 213) mit Antennenumschalter (falls Zweitantenne mit Automatiktuner vorhanden).
Zwischen Transceiver und Schaltkasten verlegen und anschließen 12-Volt Leitung für Relais mit Schalter (in Transceivenähe) verlegen und anschließen.
Erdungsleitung von Erdungsplatte über Heckkorb zum Schaltkasten verlegen und anschließen.
Stehwellen- Meßgerät (SWR- Meter) installieren (falls im Transceiver nicht vorhanden).

Abstimmen:
Relais einschalten und Krokodil-Klemme für die Abstimmung auf das 15m Band auf Spulenmitte setzen (Lackisolierung vorher abschmirgeln!). Abstimmung erfolgt nun auf Bandmitte (ca. 21.200 kHz) mit kleiner Sendeleistung (10 Watt) durch Abgreifen auf der Spule nach oben oder unten. Bei einem Stehwellenverhältnis von l: 2 bis 1:3 wird der Trimmkondensator bzw. ein als Kondensator geschaltetes Koax- Kabel (RG 58) von l m Länge an den parallel zugeschalteten Eingang des zweiten Relais angeschlossen (über Lüsterklemme).

Durch vorsichtiges Verkürzen des Koax-Kabels bzw. Zurückdrehen des Trimmkondensators kann nun eine Feinabstimmung bis zu einem Stehwellenverhältnis von nahezu l: l erreicht werden.

Falls eine optimale Abstimmung noch nicht erreicht wird, muß die Feinabstimmung bei einer Spulenwindung mehr oder weniger wiederholt werden.

Bei um- bzw ausgeschalteten Relais wird das Ganze für das 20 m Band wiederholt. Das längere Band erfordert voraussichtlich von vorne herein zwei bis drei Spulenwindungen mehr.

Die Menge der erforderlichen Spulenwindungen ist von vielen Faktoren abhängig und schwangt von 15-25 Windungen bei gleichen Durchmessern von Spule und Draht. Uns gelang es, das 15m und 20 m Band mit gleicher Spulengröße (Kapazität) und nur unterschiedlichen Kondensatoren (verschiedene Längen der Koax- Kabel) exakt abzustimmen. Dadurch entfiel das Relais für die Antennenumschaltung.

Die Koaxkabel werden nach der Feinabstimmung aufgerollt und im Schaltkasten befestigt. Dadurch kann sich die Abstimmung noch einmal verschlechtern Das Abschneiden der letzten Millimeter sollte daher möglichst schon im weitgehend aufgerollten Zustand erfolgen.

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