DSL auf mehreren Rechnern

 

 

 

Die folgenden Hinweise erläutern nur die technischen Zusammenhänge der Benutzung eines ADSL-Anschlusses auf mehreren Rechnern und besagen nichts über die generelle Zulässigkeit. Verbindlich sind dabei immer die Allgemeinen Geschäftsbedinungen des jeweiligen Tarifs des Anbieters (z.B. T-Online, 1&1, Arcor etc.).

Als gute und vor allem leichtverständliche Lektüre für den Einstieg und Umgang mit ADSL & T-DSL bei Mehrplatzsystemen (ADSL auf mehreren PCs nutzen, bzw. Mehrplatzprobleme lösen) empfehle ich Ihnen "best friend: PCs vernetzen mit Windows XP" und Netzwerke mit Windows XP (98/ME/2000) - Lösungen. Als leichtverständliche Lektüre für den Aufbau und Umgang mit Netzwerken verschiedener Windowsversionen empfehle ich Ihnen die "Schnellanleitung Netzwerke mit Windows XP".

Inhalt

  1. Welche Möglichkeiten gibt es, den ADSL-Anschluß mehreren Rechnern zur Verfügung zu stellen?
  2. Nun habe ich bei der Internetverbindungsfreigabe die Netzwerkkarte zum ADSL-Modem freigegeben und trotzdem klappt die Internetverbindung am Client nicht. Ist da ein Fehler bei Ihrer Client-Konfiguration von ICS?
  3. Ich benutze eine Mehrplatzlösung zur Verteilung meines ADSL-Anschlusses. Wie kann ich bloß am Client sehen, welche IP-Adresse ich gerade im Internet habe, ich sehe da nur meine IP-Adresse im Heimnetzwerk?
  4. Ich habe bei der Internetverbindungsfreigabe Probleme, einige Internetseiten (z.B. www.gmx.de) an den Clients zu sehen bzw. E-Mails mit Attachments zu verschicken. Woran liegt das?
  5. Warum werden hier nur Mehrplatzlösungen für T-Online und nicht auch für AOL beschrieben ?
  6. Nun habe ich hier gelesen, dass ich sämtliche Haken bei der LAN-Verbindung unter Windows XP entfernen muß, damit die Wartezeiten beim Booten verschwinden. Warum klappt die Verbindung zu meinem Router jetzt nicht mehr?
  7. An meinem Windows XP-PC ist über Crossover-Kabel ein zweiter PC angeschlossen. Jedesmal wenn der eine PC ausgeschaltet wird, wird an den anderen PC die ADSL-Verbindung unterbrochen! Wie kann ich das abstellen?
  8. Warum wird hier nur die Internetverbindungsfreigabe von Windows 98SE beschrieben und nicht die Internetverbindungsfreigabe von Windows 2000?
  9. Ich benutze ADSL an Windows XP-PCs über einen Linux-Router. Wieso habe ich trotz Benutzung des Service Packs SP1 für Windows XP Probleme, bestimmte Internetseiten  (z.B. www.gmx.de) an den Windows XP-PCs zu sehen (MTU-Probleme)?

Welche Möglichkeiten gibt es, den ADSL-Anschluß mehreren Rechnern zur Verfügung zu stellen ?

Im wesentlichen sind das 2 verschiedene Möglichkeiten:

Hardware-Lösung:
Mithilfe eines Hardware-DSL-Routers, der PPP-over-Ethernet beherrscht, kann man dank NAT mehrere PCs via DSL gleichzeitig in's Internet bringen und sorgt durch z.B. IP-Masquerading und Firewall-Funktionen für optimalen Zugriffsschutz auf das lokale Netzwerk (LAN) (Schutz des LAN vor Eindringlingen aus dem Internet!)

 


Software-Lösung:
(Das sind natürlich längst nicht alle, es gibt viel mehr, je nach Anforderung, Geldbeutel und Geschmack.)

1) Proxylösungen
z.B. WinGate, WinProxy, AnalogX, Jana-Server -inkl. Proxy, Sambar-Server-inkl. Proxy, Webwasher-nur WWW, KEN!dsl inkl. LAN-CAPI etc.
Der JanaServer ist für den Anfänger sehr zu empfehlen, da er kostenlos und die Konfiguration auf der Homepage vom JanaServer sehr gut (mit Screenshots) erklärt ist. Eine gute, kostenlose Alternative ist auch der AnalogX.
2) NAT-Lösungen (oder NAT-artig)
z.B. SyGate, WinRoute, NAT32, WinNAT, InternetShare, Internetverbindungsfreigabe (ICS) von Windows 98 SE, Windows ME, Windows 2000 und Windows XP (Personal / Professional) etc.
3) Sonstige Routing-Lösungen
z.B. Apple-Lösungen wie den IPNetRouter von Sustainable Softworks, Linux- bzw. Unix-Lösung mit PPPoE (z.B. den rp-pppoe von Roaring Penguin für Linux) und IP-Masqu./Firewall bzw. auch Proxy (Squid). Interessant sind auch sogenannte 1-Disketten-Linuxdistributionen bzw. 1-Disketten-Linuxrouter (ISDN/ADSL m. PPPoE) wie Coyote-Linux oder Fli4L, weil sie bereits mit "älteren" Rechnern leistungsfähig funktionieren können.
 

 Beispiele von Softwarelösungen für Internet im LAN via ADSL sind unter ADSL im Netz zu finden. Weitere und ausführlich erklärte Mehrplatzlösungen finden Sie im Buch:
"best friend: PCs vernetzen mit Windows XP"

Eine weitere Möglichkeit besteht noch darin, mehrere ADSL-Einwahlrechner an einem Hub zu benutzen:

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Nun habe ich bei der Internetverbindungsfreigabe die Netzwerkkarte zum ADSL-Modem freigegeben und trotzdem klappt die Internetverbindung am Client nicht. Ist da ein Fehler bei Ihrer Client-Konfiguration von ICS?

Nein!

Bei einem "Router" wie ICS (Internetverbindungsfreigabe von Windows 98 SE/Me oder auch 2000 oder XP) sind die Clienteinstellungen das einfachste: Das ist ja gerade der Vorteil eines Routers gegenüber einem Proxyserver!

Der Kardinalfehler besteht darin, daß Sie bei ADSL mit PPP over Ethernet (T-DSL, Arcor-DSL, HanseNet und vergleichbar) nicht die Netzwerkkarte zum ADSL-Modem, sondern den DFÜ-Adapter, die ADSL-DFÜ-Netzwerkverbindung also, freigeben müssen. Als Verbindung zum Heimnetzwerk geben Sie natürlich die Netzwerkkarte des Heimnetzwerkes an. Hier ist ein Beispiel für die Internetverbindungsfreigabe von Windows 98SE/ME:

          korrekte-Freigabe.gif (3984 bytes)

Hier ist ein Ausschnitt der richtigen, installierten Netzwerkkomponenten:

korrekte-Freigabe0.gif (2719 bytes)

(Systemsteuerung/Netzwerk/Konfiguration)


Bei der typischen Verwendung von 2 Netzwerkkarten taucht also die Netzwerkkarte zum ADSL-Modem selbst gar nicht auf, außer bei der Bindung an das PPP over Ethernet-Protokoll. Diese hat sonst keine weitere Bindung! Auch nicht an das TCP/IP-Protokoll. Das gilt natürlich nur bei der Verwendung von 2 Netzwerkkarten. Bei 1 Netzwerkkarte fallen natürlich die Bindungen der 2 Netzwerkkarten auf einer zusammen, was sonst. Die vollständige Konfiguration der Internetverbindungsfreigabe von Windows 98SE finden Sie hier.

Internetverbindungsfreigabe von Windows 2000:
Bei Windows 2000 sollten Sie auch nicht die Netzwerkkarte, die mit dem ADSL-Modem verbunden ist, selbst freigeben sondern die DFÜ-Verbindung "adsl".

Bei den Eigenschaften von "adsl" können Sie auf dem Register Gemeinsame Nutzung die Option Gemeinsame Nutzung der Internetverbindung aktivieren mit einem Haken versehen.

richtige-Freigabe1.gif (10148 bytes)

Das ist das ganze Geheimnis der Internetverbindungsfreigabe von Windows 2000. Die vollständige Konfiguration der Internetverbindungsfreigabe von Windows 2000 finden Sie hier.

Internetverbindungsfreigabe von Windows XP:
Genauso verfahren Sie bei Windows XP. Dort sehen nur die Bildchen etwas anders aus:

Sie erzeugen also auch unter Windows XP eine DFÜ-Verbindung "adsl" und geben sie frei. Bei den Eigenschaften von "adsl" können Sie auf dem Register Erweitert die Option Anderen Benutzern im Netzwerk gestatten, die Internetverbindung dieses Computers zu verwenden mit einem Haken versehen.

richtige-freigabe1.gif (16757 bytes)

Das ist (fast) das ganze Geheimnis der Internetverbindungsfreigabe von Windows XP. Benutzen Sie zur Einwahl nicht die in Windows XP eingebaute PPPoE-Unterstützung (Breitbandverbindung genannt) sondern RasPPPoE, wenn Sie am Client alle Internetseiten sehen möchten, z.B. auch www.gmx.de oder www.audi.de ;-) ! Alternativ können Sie für die in Windows XP eingebaute PPPoE-Unterstützung das Service Pack SP1 für Windows XP (nur!) auf dem PC, auf dem die Internetverbindungsfreigabe aktiviert ist, installieren.

 

Tipp Unnötige Netzwerkbrücke entfernen
Wenn Sie bei Windows XP im Freigabe-PC 2 Netzwerkkarten einsetzen (1 Netzwerkkarte für das ADSL-Modem, 1 für das Heimnetzwerk), dann brauchen Sie bei Verwendung der Internetverbindungsfreigabe auf dem Freigabe-PC keine Netzwerkbrücke zu installieren. Die Internetverbindungsfreigabe versorgt das Netzwerk mit Internet. Dazu ist keine Netzwerkbrücke nötig!

richtige-freigabe2.gif (5012 bytes)

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Ich benutze eine Mehrplatzlösung zur Verteilung meines ADSL-Anschlusses. Wie kann ich bloß am Client sehen, welche IP-Adresse ich gerade im Internet habe, ich sehe da nur meine IP-Adresse im Heimnetzwerk?

Die üblichen Befehle (winipcfg oder ipconfig) zur Ermittlung der eigenen IP-Adresse im Internet sind bei einer Mehrplatzlösung nicht mehr besonders aussagekräftig. Benutzen Sie einfach mein kleines Tool zur Ermittlung der eigenen IP-Adresse im Internet. Hierbei sollten Sie allerdings folgende Dinge berücksichtigen:
Bei einer Mehrplatzlösung sehen Sie immer nur die eine IP-Adresse fürs Internet, die im Heimnetzwerk für alle Clients gilt. Egal, welcher Client im LAN sich die eigene IP-Adresse im Internet anzeigen läßt, es wird immer nur die eine sein, die er sieht: nämlich die des ADSL-Servers (Proxyserver, Software- oder Hardwarerouter). Falls Sie einen Proxyserver im Internet (Providerproxy oder anonymen Proxy) benutzen, dann sehen Sie als IP-Adresse fürs Internet die dieses Proxyservers.

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Ich habe bei der Internetverbindungsfreigabe Probleme, einige Internetseiten (z.B. www.gmx.de) an den Clients zu sehen bzw. E-Mails mit Attachments zu verschicken. Woran liegt das?

Das ist ein bekanntes Problem, das durch den PPPoE-Treiber verursacht wird. Es bestehen dann sogenannte MTU-Probleme an den Clients (, den PCs, die Internet über die Internetverbindungsfreigabe mitbenutzen). Benutzen Sie am besten RasPPPoE von R. Schlabbach und nicht z.B. den Engeltreiber. Unter Windows XP sollten Sie die eingebaute PPPoE-Unterstützung (WAN-Miniport (PPPOE)) nicht benutzen sondern RasPPPoE, den Sie hier unter den Downloads finden. (Falls Sie doch die in Windows XP eingebaute PPPoE-Unterstützung erfolgreich einsetzen möchten, sollten Sie auf jeden Fall das Service Pack SP1 für Windows XP installieren.)

Tipp Als Sofortlösung können Sie ohne irgendwelche Eingriffe am Client oder die Verwendung von RasPPPoE die Internetseiten, die am Client nicht im Browser erscheinen, dadurch sichtbar machen, daß Sie z.B. die Proxyserver Ihres Providers in den Voreinstellungen des Browsers verwenden. Diese Proxyserverbezeichnungen erfahren Sie in der Regel von Ihrem Provider.

Weitere Hinweise zum manuellen Verkleinern der MTU an den Clients finden Sie unter FAQ#9.

 
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Warum werden hier nur Mehrplatzlösungen für T-Online und nicht auch für AOL beschrieben ?

Auf adsl-support.de werden Mehrplatzlösungen (Hard- und Softwarelösungen) allgemein für T-DSL und vergleichbares ADSL beschrieben. So können Sie beliebige ADSL-Router (mit PPPoE) z.B. zur Einwahl in Arcor-DSL oder auch in 1 & 1 (ist nicht T-Online, oder   ;-) konfigurieren und nutzen.

AOL gibt sich seit Jahren alle Mühe zu verhindern, daß Kunden Mehrplatzlösungen bzw. pure DFÜ-Netzwerkeinwahl zu AOL ohne die AOL-Software vornehmen können. Da sich AOL auch bei DSL nicht an die typischen Standardverfahren hält (DFÜ-Verbindung über PPP over Ethernet bei T-DSL und vergleichbarem ADSL), sind klassische Mehrplatzlösungen nicht anwendbar.

Falls es Sie interessiert, wie in etwa AOL die DSL-Verbindung realisiert, dann lesen Sie hier weiter.

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Nun habe ich hier gelesen, dass ich sämtliche Haken bei der LAN-Verbindung unter Windows XP entfernen muß, damit die Wartezeiten beim Booten verschwinden. Warum klappt die Verbindung zu meinen Router jetzt nicht mehr?

Sie dürfen hier bei den Eigenschaften der Netzwerkkarte, LAN-Verbindung unter Windows XP (und Windows 2000) genannt, den Haken bei Internetprotokoll (TCP/IP) natürlich nicht entfernen.

tcp-lan.gif (4218 Byte)

Der Haken bei Internetprotokoll (TCP/IP) muß in diesem Falle bleiben, weil Sie sonst keine Verbindung zum Router und damit zum Internet haben. (Ohne das Internetprotokoll gibt es kein Internet ;-)

Da haben Sie etwas falsch verstanden!

Bei der Direkteinwahl an einem Einzelplatz (!), siehe Konfiguration/Windows XP, sollten Sie bei der Netzwerkkarte LAN-Verbindung den Haken bei Internetprotokoll (TCP/IP) entfernen. (Nicht bei einer Routermitbenutzung!). Das funktioniert, weil die entscheidende Bindung an das Internetprotokoll (TCP/IP) bei der DFÜ-Verbindung (oder Breitbandverbindung) "adsl" und nicht der Netzwerkkarte selbst sein muß.

Die Wartenzeiten können bei Windows XP verschiedene Gründe haben. Manchmal hilft es, wenn Sie den Router mit einer fest-zugewiesenen IP-Adresse statt der Einstellung "IP-Adresse automatisch beziehen" benutzen. (Lesen Sie dazu am besten im Handbuch des Routers nach, ob und wie Sie das konfigurieren können.)

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An meinem Window XP-PC ist über Crossover-Kabel ein zweiter PC angeschlossen. Jedesmal wenn der eine PC ausgeschaltet wird, wird auf dem anderen PC die ADSL-Verbindung unterbrochen! Wie kann ich das abstellen?

Dieses Problem haben Sie mit großer Wahrscheinlichkeit wegen einer unnötigen Netzwerkbrücke bei Ihrem Windows XP-PC.

richtige-freigabe2.gif (5012 bytes)

Entfernen Sie die Netzwerkbrücke. Die Internetverbindungsfreigabe reicht aus, um dem zweiten PC das Internet zur Verfügung zu stellen. Wenn Sie die Verbindung "adsl" zur ADSL-Einwahl freigeben (ohne Netzwerkbrücke!), dann legen Sie die IP-Adresse 192.168.0.1 auf die Netzwerkkarte für das Heimnetzwerk, was sich bei RasPPPoE und den richtigen PPPoE-Bindungen automatisch ergibt. Weitere Infos finden Sie unter FAQ#2.

Zur Erklärung:
Die Netzwerkbrücke macht aus der Netzwerkkarte für das ADSL-Modem und der für den zweiten PC quasi eine einzige Netzwerkkarte. Das ist ungefähr vergleichbar mit dem Anschluss an einen Hub beider PCs und des ADSL-Modems. Schalten Sie nun den anderen PC aus, fällt auch diese Netzwerkverbindung aus (Ein Netzwerkkabel ist nicht angeschlossen). Deshalb wird die ADSL-Verbindung getrennt.

Info

Die Netzwerkbrücke wirkt tiefer
Die Netzwerkbrücke betrifft aber noch einen wichtigen Sicherheitsaspekt. Mit zwei Netzwerkkarten können Sie eine strikte Trennung zwischen dem Internet und dem Heimnetzwerk erreichen. Über einen Router (und am besten noch eine richtige Firewall) können Sie nun verhindern, dass ungewollte Daten vom Heimnetzwerk ins Internet oder umgekehrt gelangen.
Die Internetverbindungsfreigabe ist zwar keine richtige Firewall, steuert aber schon, dass nicht alle Pakete vom Heimnetzwerk ins Internet und umgekehrt ausgetauscht werden. Eine Netzwerkbrücke beherrscht eine tiefere Schicht als das Internetprotokoll (TCP/IP). Mit ihr können durchaus Pakete (so genannte Ethernet-Frames) aus dem Heimnetzwerk entweichen, die ohne Netzwerkbrücke nicht weitergeleitet werden können. So kann z.B. auch  der zweite PC das Einwahl-Kennwort (die Zugangsdaten), das bei ADSL im Klartext übertragen wird, durch einen Lauschvorgang (Sniffen) mitlesen (so wie das ein ganzes Netzwerk kann, wenn Sie das ADSL-Modem direkt an den Hub dieses Netzwerkes anschließen!)

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Warum wird hier nur die Internetverbindungsfreigabe von Windows 98SE beschrieben und nicht die Internetverbindungsfreigabe von Windows 2000?

Das stimmt nicht! Die ausführliche Konfiguration der Internetverbindungsfreigabe von Windows 2000 finden Sie hier. (Diese Konfiguration befindet sich schon seit Jahren auf adsl-support.de, kurz nachdem Windows 2000 in Deutschland released wurde. Deshalb ist nicht klar, warum immer wieder einige Besucher behaupten, daß auf adsl-support.de ja nur die Internetverbindungsfreigabe von Windows 98SE (ME) beschrieben sei ;-)

Hier ist noch einmal die Konfiguration in einer Kurzanleitung für Ungeduldige:
(Es werden 2 Netzwerkkarten vorausgesetzt.)

Auf dem PC, der mit dem ADSL-Modem verbunden ist, machen Sie folgendes:

bullet Installieren Sie RasPPPoE als neues Protokoll bei den Eigenschaften der ADSL-Netzwerkkarte (die Netzwerkkarte, die mit dem ADSL-Modem verbunden ist)
bullet Testen Sie eine ADSL-Einwahl der DFÜ-Verbindung, die RasPPPoE.exe erzeugt hat, und testen Sie die erfolgreiche Verbindung der 2. Netzwerkkarte, die mit dem 2. PC bzw. Heimnetzwerk verbunden ist.
Achten Sie auf die richtigen Protokoll-Bindungen:
Bei der ADSL-Netzwerkkarte braucht nur ein Haken bei "PPP over Ethernet Protocol" gesetzt zu sein. Auch der Haken bei "Internetprotokoll (TCP/IP)" ist (bei 2 Netzwerkkarten) nicht erforderlich!!
Bei der 2. Netzwerkkarte sollte wiederum der Haken bei "PPP over Ethernet Protocol" gelöscht sein.
bulletBei den Eigenschaften der DFÜ-Verbindung zur ADSL-Einwahl ("adsl" genannt) aktivieren Sie auf dem letzten Register "Gemeinsame Nutzung" die Option "Gemeinsame Nutzung der Internetverbindung aktivieren". Achten Sie gegebenenfalls darauf, daß Sie als Netzwerkkarte, auf die die IP-Adresse 192.168.0.1 gelegt wird, nicht die ADSL-Netzwerkkarte auswählen.  Der Rest ist nur noch Feineinstellung (Haltezeit, automatische Einwahl bei Internetanforderungen etc.)

Auf dem PC, der das Internet mitbenutzen soll, wird benötigt:

bullet Eine richtig installierte Netzwerkkarte mit dem Internetprotokoll (TCP/IP). Stellen Sie im einfachsten Falle beim Internetprotokoll nichts fest ein (, wenn Sie sich damit nicht auskennen) und lassen Sie die Einstellung (sinngemäß für alle Betriebssysteme) "IP-Adresse automatisch beziehen" und geben keine sonstigen festen Werte für Standardgateway, IP-Adresse(n) des so gennannten DNS-Servers ein.
bullet Stellen Sie gegebenenfalls (bei Windows) das Wählverhalten so ein, dass beim Öffnen des Browsers die Internetverbindung über das LAN (Heimnetzwerk) und nicht über eine Wählverbindung hergestellt wird. (Das finden Sie bei den Internetoptionen auf dem Register "Verbindungen" / Schaltfläche "Setup".)

Viel Spaß beim Surfen!


Bemerkung:
Wenn Sie ein internes oder externes ADSL-Modem benutzen, können Sie ähnlich vorgehen. In diesem Fall haben Sie auch eine DFÜ-Verbindung "adsl" und eine Netzwerkkarte, die der obigen Netzwerkkarte entspricht, die mit dem 2. PC bzw. dem Heimnetzwerk verbunden ist. Der Rest verläuft dann genauso. Auch bei der so genannten FRITZ!Card DSL können Sie alternativ statt der fritz!web DSL-Internetfreigabe eine DFÜ-Verbindung erstellen, die Sie - wie oben erwähnt - freigeben.

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Ich benutze ADSL an Windows XP-PCs über einen Linux-Router. Wieso habe ich trotz Benutzung des Service Packs SP1 für Windows XP Probleme, bestimmte Internetseiten  (z.B. www.gmx.de) an den Windows XP-PCs zu sehen (MTU-Probleme)?

Sie haben Recht, daß mit dem Service Pack SP1 für Windows XP so genannte MTU-Probleme behoben werden (durch eine MSS-Clamp-Funktion), allerdings nur, wenn Sie auf diesem (!) Windows XP (SP1)-PC das Internet (ADSL) über die Internetverbindungsfreigabe freigeben.

Sie benutzen aber gar nicht Windows XP zur Internetfreigabe sondern Linux, nämlich einen Linux-Router. Sie müssen also bei Ihrem Linux-Router (Linux-Distribution Ihrer Wahl bzw. fli4l) das MTU-Problem lösen. Benutzen Sie bisher die PPPoE-Implementation, die bereits ab Kernel 2.4 und höher im Kernel erhalten ist, dann verwenden Sie testweise statt dessen einfach mal die Roaring Penguing - PPPoE-Lösung, die schon seit langem eine MSS-Clamp-Funktion besitzt.

Tipp

MTU am PC, der Internet mitbenutzt, manuell verkleinern
Alternativ können Sie am PC, der Internet mitbenutzt, unter Windows XP (auch Windows 9X/ME/2000 möglich) die MTU der Netzwerkkarte mit dem Tool Dr.TCP verkleinern, z.B. auf einen Wert im Bereich 1412-1480 (Bytes). Oft glauben Anwender, daß der manuelle Eingriff mit dem Tool Dr.TCP wirkungslos ist, weil sie die MTU der falschen Netzwerkkarte unter Adapter Settings oder gar unter Dial Up (RAS) MTU verkleinern, oder gar die MTU am PC, der das Internet freigibt, zu verkleinern versuchen. (?!) Die MTU des PCs, der das Internet mitbenutzt, muß verkleinert werden, nicht die des PCs, der das Internet freigibt!

(Das kann ihnen auch mit anderen Tuningtools passieren. Die MTU der richtigen Netzwerkkarte muß verkleinert werden, sonst funktioniert das nicht!)

mtu-xp.gif (12479 bytes)

Dr.TCP hat den kleinen Schönheitsfehler, daß es auch inaktive, mal installierte, Netzwerkkarten auflistet. (Wie Sie diese alten Netzwerkkarten entfernen können, erfahren Sie z.B. in PC - Lösungen) Wählen Sie einfach die richtige Netzwerkkarte unter Adapter Settings aus und weisen daneben unter MTU einen Wert im Bereich 1412..1480 (hier: 1412 zur Sicherheit) zu, dann klappt auch der Eingriff mit Dr.TCP.

Bemerkung:
Auch wenn Sie nur eine Netzwerkkarte im Windows XP-PC zu verwenden glauben, können weitere Netzwerkkarten unter Windows XP vorhanden sein, z.B. die 1394-Verbindung (ein als Netzwerkkarte eingebundener Firewire-Anschluß) oder ähnliches.

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