
DIE ACHTERSTAGANTENNE
Sie sollen bei Kunstoffbooten ohne Koaxkabel als Zuleitung zum Sende-Empfänqer
betrieben werden. Hier genügt eine Draht-zuleitung, die dann der Antennenlänge
zuzurechnen ist. Sie ist dann ein nichtresonanter Mehrbandstrahler, der aber
über einen Tuner abgestimmt werden muß.
Bei Stahl- oder Alu-Booten ist die Antenne ungünstig wegen der Durchführung
durch das Deck und damit der sich ergebenden kapazitiven Einflüsse.
Die Achterstagantenne benötigt aber ein gutes Gegengewicht (HF-Erde). Hier kann
ein Erdschwamm von 300 x 80 mm Größe, an der Außenhaut angebracht, verwendet
werden. Ein Drahtende nachgeschleppt tut es auch.
Zn vielen Fällen ist es vorteilhaft, zusätzlich auch die Rigteile und die
Seereling zu verwenden. (Ausprobieren)
1. Einbandbetrieb

Sie besteht aus zwei Lambda/4 oder Lambda/2 langen Drahtstücken, die über ein
Balun l:1 mit dem 50 Ohm Koaxkabel als Niederführung verbunden werden. Die
Drahtenden werden über Plastikisolatoren abgespannt. Anstelle der Balunspule
kann auch ein isoliertes Mittelstück verwendet werden. Das eine Drahtende wird
an die Seele des Koaxkabels und das andere Drahtende an den Mantel des
Koaxkabels angeschlossen.
Die Länge der einzelnen Drahtstücke ergibt sich bei einer Antenne aus folgender
Formel:
L = 71,25
[m] .
z.B. L = 71,25 =
4,98 m
F MHz
14,313
Wenn der erforderliche Platz vorhanden ist, sollte eine Antenne installiert werden. Hier ergeben sich folgende Drahtlängen:
L = 142.5
[m]
z.B. L = 142,5
= 9.956 m
F MHz
14,313
Mit einem SWR-Analyser können die Drahtenden, meist durch Verkürzung, auf
Resonanz gebracht werden.
Da bei diesen Antennen das Koaxkabel nicht zur Antenne gehört, ist es
vorteilhaft, eine abgestimmte Speiseleitung von der Länge Lambda/2 zu verwenden.
Der Eingangswiderstand der Antenne ist dann gleich dem Widerstand am Ende des
Koaxkabels. Hier kann dann mittels Tuner noch abgestimmt werden, da
Umgebungseinflüsse und die effektive Höhe die Resonanzlänge beeinflussen.
Dipol-Antennen können horizontal oder V-förmig abgespannt werden. Bei V-förmiger
Abspannung sollte der Winkel mindestens 90° betragen.
Nach der bekannten Formel die Drahtlängen ausrechnen und diese mit
Abstandhaltern aus Plastik etwa alle 50 cm anbringen.
Als Schiffsantenne ist hier eine Monobandantenne zu empfehlen, die in ihrer Länge, meist Lambda/4, auf eine oder mehrere Frequenzen jeweils nur abgestimmt werden muß, (Rohre ineinanderschieben und kennzeichnen oder austauschen), und am
Heckkorb steckbar angebracht werden kann. Anstelle der üblichen Radials wird
eine gute HF-Erde mit der Verbindung zum Salzwasser verwendet.
Werden für die Antenne Rohre verwendet, ist die Legierung Al-Mg wegen der hohen
Seewasserbeständigkeit zu bevorzugen. Am Ende des Rohres kann über eine
Steck-Verbindung ein Koaxkabel angeschlossen werden.
Wenn Sie eine Resonanz zur frequenzhöheren Seite (nach oben) verschieben
wollen, muß die wirksame Länge kürzer werden.
Soll die Resonanz zur frequenzniedrigen Seite (nach unten) verlegt werden, ist
eine Verlänqerung nötig.
Mit einem Stehwellenmeßgerät kann man die Antenne trimmen, wenn man das SWR am
Speisepunkt der Antenne mißt.
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Die Lichtmaschinen sollten unbedingt entstört sein!
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MOTORYACHTANTENNE
Wenn man eine Vertikalantenne mit einer Basishöhe von ca. 1,5m und einer
Strahlerlänge von 7m zum Bug hin an einen Punkt verlängert, der ca. 2m hoch ist
und ca. 8m vor der Peitsche liegt, ergibt sich bezügl. der elektrischen Länge
für das 20m Band ein 3/4 Lambda Strahler mit steilerer Abstrahlung. Für den
Funkverkehr im Nahbereich ( Europa ) ist eine steile Komponente vorteilhaft.
![]() Gebilde mit 2 Radials an der Antennenbasis und den Stromverlauf (violett). |
![]() Abstrahlung vom Heck aus gesehen (keine Horizontalkomponente) |
![]() Abstrahlung von der Seite aus gesehen |
![]() Abstrahlung der Vertikal ohne Verlängerung über Seewasser. |
| Die Impedanz des Gebildes liegt bei 200 Ohm und lässt sich also gut abstimmen. | |
Quelle Klaus Nölter (DL5HN) Änderungen Heinz Kratz ( DA8833 maritim )