Theorie von Antennen an Bord

 

Theorie und Praxis von Antennen sind komplex. Nachstehend sind einige für den Segler interessante Monobandantennen beschrieben ohne auf die Theorie naher einzugehen. Dies betrifft besonders die Anpassung der Antennen. Hier sei das "Antennenbuch" von Karl Rothammel jedem empfohlen, der näher einsteigen mochte.


DIE ACHTERSTAGANTENNE

Sie sollen bei Kunstoffbooten ohne Koaxkabel als Zuleitung zum Sende-Empfänqer betrieben werden. Hier genügt eine Draht-zuleitung, die dann der Antennenlänge zuzurechnen ist. Sie ist dann ein nichtresonanter Mehrbandstrahler, der aber über einen Tuner abgestimmt werden muß.

Bei Stahl- oder Alu-Booten ist die Antenne ungünstig wegen der Durchführung durch das Deck und damit der sich ergebenden kapazitiven Einflüsse.

Die Achterstagantenne benötigt aber ein gutes Gegengewicht (HF-Erde). Hier kann ein Erdschwamm von 300 x 80 mm Größe, an der Außenhaut angebracht, verwendet werden. Ein Drahtende nachgeschleppt tut es auch.

Zn vielen Fällen ist es vorteilhaft, zusätzlich auch die Rigteile und die Seereling zu verwenden. (Ausprobieren)
 

DIE DIPOLANTENNE

1. Einbandbetrieb

 

Dipol Einband

Sie besteht aus zwei Lambda/4 oder Lambda/2 langen Drahtstücken, die über ein Balun l:1 mit dem 50 Ohm Koaxkabel als Niederführung verbunden werden. Die Drahtenden werden über Plastikisolatoren abgespannt. Anstelle der Balunspule kann auch ein isoliertes Mittelstück verwendet werden. Das eine Drahtende wird an die Seele des Koaxkabels und das andere Drahtende an den Mantel des Koaxkabels angeschlossen.

Die Länge der einzelnen Drahtstücke ergibt sich bei einer Antenne aus folgender Formel:

 

L =   71,25       [m]       .       z.B.     L =    71,25     =  4,98      m
        F MHz                                              14,313

 

Wenn der erforderliche Platz vorhanden ist, sollte eine Antenne installiert werden. Hier ergeben sich folgende Drahtlängen:

 

L =   142.5       [m]                 z.B.        L =  142,5         =   9.956  m
        F MHz                                                  14,313

 

Mit einem SWR-Analyser können die Drahtenden, meist durch Verkürzung, auf Resonanz gebracht werden.

Da bei diesen Antennen das Koaxkabel nicht zur Antenne gehört, ist es vorteilhaft, eine abgestimmte Speiseleitung von der Länge Lambda/2 zu verwenden. Der Eingangswiderstand der Antenne ist dann gleich dem Widerstand am Ende des Koaxkabels. Hier kann dann mittels Tuner noch abgestimmt werden, da Umgebungseinflüsse und die effektive Höhe die Resonanzlänge beeinflussen.

Dipol-Antennen können horizontal oder V-förmig abgespannt werden. Bei V-förmiger Abspannung sollte der Winkel mindestens 90° betragen.

2. Zweibandhetrieb

Zeiband Antenne

Nach der bekannten Formel die Drahtlängen ausrechnen und diese mit Abstandhaltern aus Plastik etwa alle 50 cm anbringen.
 

DIE VERTIKALANTENNE

Als Schiffsantenne ist hier eine Monobandantenne zu empfehlen, die in ihrer Länge, meist Lambda/4, auf eine oder mehrere Frequenzen jeweils nur abgestimmt werden muß, (Rohre ineinanderschieben und kennzeichnen oder austauschen), und am

Heckkorb steckbar angebracht werden kann. Anstelle der üblichen Radials wird eine gute HF-Erde mit der Verbindung zum Salzwasser verwendet.

Werden für die Antenne Rohre verwendet, ist die Legierung Al-Mg wegen der hohen Seewasserbeständigkeit zu bevorzugen. Am Ende des Rohres kann über eine Steck-Verbindung ein Koaxkabel angeschlossen werden.
 

Anpassung einer Monobandantenne:

Wenn Sie eine Resonanz zur frequenzhöheren Seite (nach oben) verschieben wollen, muß die wirksame Länge kürzer werden.

Soll die Resonanz zur frequenzniedrigen Seite (nach unten) verlegt werden, ist eine Verlänqerung nötig.

Mit einem Stehwellenmeßgerät kann man die Antenne trimmen, wenn man das SWR am Speisepunkt der Antenne mißt.

 


 

SlupKetschMotoryacht

Plan
Die Lichtmaschinen sollten unbedingt entstört sein!
 


MOTORYACHTANTENNE

 

Wenn man eine Vertikalantenne mit einer Basishöhe von ca. 1,5m und einer Strahlerlänge von 7m zum Bug hin an einen Punkt verlängert, der ca. 2m hoch ist und ca. 8m vor der Peitsche liegt, ergibt sich bezügl. der elektrischen Länge für das 20m Band ein 3/4 Lambda Strahler mit steilerer Abstrahlung. Für den Funkverkehr im Nahbereich ( Europa ) ist eine steile Komponente vorteilhaft.

 

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Gebilde mit 2 Radials an der Antennenbasis und den Stromverlauf (violett).
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Abstrahlung vom Heck aus gesehen (keine Horizontalkomponente)
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Abstrahlung von der Seite aus gesehen
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Abstrahlung der Vertikal ohne Verlängerung über Seewasser.
Die Impedanz des Gebildes liegt bei 200 Ohm und lässt sich also gut abstimmen.

Quelle Klaus Nölter (DL5HN)  Änderungen Heinz Kratz ( DA8833 maritim )

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