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| Nachen =
Kahn, Boot
| |
| nachfassen = Nachschlag beim Essen | |
| nachlaufende See = Wellengang in Fahrtrichtung des Schiffes; auch mitlaufende See | |
| Nachschlag = zusätzliche Portion Essen, sich einen Nachschlag holen, einen Nachschlag fassen | |
| Nagelbank = ist auf Seglern eine Planke mit Bohrungen zum Einstecken der Belegnägel (Belegnägel = Pflock zum Belegen von Tauwerk) auch Koffeinägel | |
| Nassbagger = der schwimmende Bagger, wie er z.B. zur Vertiefung von Häfen verwendet wird | |
| Nassbiber = Taucheranzug, der bei Windsurfern und beim Trapezsegeln angezogen wird, um den Körper vor Witterung und kaltem Wasser zu schützen | |
|
National
= National Line (1864-1914) 1863 National Steam Navigation Company Ltd, 1867
National Steamship Company Ltd
| |
| Nationale Klasse = Bootsklasse, die von einem Landessegelverband anerkannt ist. | |
| Nationalitätenzeichen = Teil de Segelzeichens; Das Zeichen besteht aus einem oder mehreren Buchstaben im oberen Teil des Großsegels über dem Klassenzeichen und der Registriernummer | |
| Nautik = Wissenschaft von der Führung eines Schiffes, von der Schiffstandortbestimmung, sowie dem Wind-, Wasser- und Wetterverhältnissen usw., auch Schiffahrtskunde | |
| Nautiker = Seemann, der in der Führung eines Schiffes und in dessen Nautik Erfahrung besitzt; meist der erste Offizier; Navigationsoffizier | |
| nautisch = zur Nautik gehörig, auf ihr beruhend, mit ihrer Hilfe | |
| Nautische Meile = dasselbe wie Seemeile | |
| Navicert ( navigation certificate) = im Kriegsfall benutzter Geleitbrief für ein Handelsschiff eines neutralen Staates. Das Navicert wird durch Organe einer kriegführenden Macht zwecks Vereinfachung der Prisenkontrolle auf See ausgestellt und bescheinigt, dass das kontrollierte Schiff keine Konterbande mit sich führt. | |
| Navigation = Orts- und Kursbestimmung z.B. von Schiffen | |
| navigieren = den Standort und Kurs eines Schiffes bestimmen | |
| NAVTEX (Narrow Band Direct Printing Safety Broadcast)= Von der IMO initiiertes Sicherheits-Meldesystem, das es ermöglicht, weltweit auf einer Frequenz (518 khz) nautische Warnungen an alle Schiffe zu geben, die diese mit speziellen Funkfernschreibempfängern automatisch aufnehmen können. (Navigationswarnungen, Wettervorhersagen, Sturm- warnungen usw.). | |
| NDL = Norddeutscher Lloyd ( 1857-1970), 1970 Zusammenschluß von Hapag und NDL zur Hapag-Lloyd AG | |
| Nebel = Dunst, Morgennebel, Frühnebel, Abendnebel, Herbstnebel, Sprühnebel, Wasen (nordd.), Wrasen (niederd.), Waschküche, Brühe, Suppe ; dem Erdboden aufliegende oder dicht über den Erdboden liegende Wolke aus kleinen Wassertröpfchen oder Eisteilchen, die durch Kondensation von Wasserdampf entstanden ist. (Boden-,See-, Hochnebel) | |
| Nebelbank = dichter Bodennebel | |
| Nebelboje = Boje die bei Nacht ertönt | |
| Nebelglocke = die Glocke, mit der sich ein vor Anker liegendes oder festsitzendes Schiff im Nebel bemerkbar macht | |
| Nebelhorn = Signalhorn, das auf Schiffen oder an der Küste bei Nebel benutzt wird | |
| Nebelsignal = durch die Seestraßenordnung vorgeschriebene Schallsignale der Schiffe bei Nebel | |
| Negergulasch = Büchsenfleisch | |
| Neptun = röm. Gott der Gewässer, Gott der Meere, mit dem griech. Poseidon gleichgesetzt. | |
| Nettoraumgehalt = eines Schiffes derjenige Raumgehalt eines Schiffes, nach dem die Hafengelder, Kanalgebühren usw. zu zahlen sind. Er betrifft den Teil des Schiffraumes, mit dem der Reeder unmittelbar Geld verdient, also den Laderaum. Siehe auch Bruttoraumgehalt. | |
| Netze = für den Fischfang (Reuse, Fischreuse, Schleppnetze) | |
| Newcomer = neuauftretende Reederei in einem Fahrt- oder Fanggebiet. | |
| Niedergang = Treppe von Deck zu Deck | |
| Niederhalter = Leine, Bändsel oder Talje, die einen Baum durch einen Zug nach unten in der vorgesehenen Lage hält. | |
| niederholen = 1. Einholen der Flagge, 2. Herunterholen von Segeln oder niederlegen von Ladebäumen oder andere Gegenstände | |
| Niederholer, Neerholer = Eine Leine, die das Niederholen von Segeln erleichtert oder sicherstellt | |
| Niedersegeln = das Segel mit der Windrichtung | |
| Niggerdriver = früher Bezeichnung für den Ersten Offizier | |
| Nipper = kurzes Stück Leine, mit dem die um die Ankerkapsel gehende endlose Hievleine an das Ankertau gebändselt wurde, Durch 4 oder 5 Nipper wurde die Kraft auf das Ankertau übertragen und dieses eingeholt. Die hinterste Nipper wurde entfernt und vorn wieder aufgesetzt. Matrosen, die diese Arbeit verrichteten, wurden auch als Nipper bezeichnet | |
| Nipptide = In der Gezeitenkunde die Tide die den geringsten Hub ( Nipphochwasser) aufweist. Sie entsteht beim ersten und letzten Mondviertel, da dann Mond- und Sonnenflut sich in ihrer Wirkung gegenseitig behindern. | |
| Nirosta = Abkürzung für nichtrostenden Stahl ( VA-Stahl, meistens auf Chromnickelbasis) | |
| Nixe = Wasserjungfrau, Seejungfrau | |
| NNSS = Navy Navigation Satellite System. Satellitenortungssystem auf der Grundlage der integralen Doppelmethode. Beim Einkanal-Dopplerempfängern wird statisch eine Genauigkeit der Positionsbestimmung von 80 m, beim Zweikanal- Dopplerempfänger von 10 m erreicht. | |
| Nock = über das Segel hinausragendes Ende eines Rundholzes (Spiere); Ende einer Kommandobrücke (Brückennock) | |
| Nockband = schmiedeeiserner Ring am Ende des Ladebaums oder der Spiere mit Augen zum schäkeln der Blöcke, Geien und Stander. | |
| Nöck, Neck = Wassergeist, Wassermann | |
| Noor = Haff , vom Meer fast vollständig abgetrennter See | |
| Norddeutscher Lloyd = 1857 in Bremen gegr. Seereederei mit Passagier-, und Frachtdiensten nach allen Kontinenten; heute: Hapag-Lloyd AG, Sitz in Hamburg | |
| Norden = Himmelsrichtung, bezogen etwa auf den magnetischen Nordpol oder auch den Polarstern | |
| Nordlicht = in nördlichen Zonen auftretendes Polarlicht | |
| Nord-Ostsee-Kanal = Seeschifffahrtskanal, kürzeste Verbindung zwischen der Nord- und Ostsee; 98,7 km lang | |
| Nordsee = Deutsches Meer, Nebenmeer und flaches, durchschnittlich 97 m tiefes Überflutungsbecken des Nordatlantischen Ozeans, durch den Ärmelkanal mit ihm sowie durch Skagerrak und Kattegatt mit der Ostsee verbunden; früher auch Westsee genannt | |
| Nordseekanal = Großschifffahrtsweg von Amsterdam zur Nordsee; 27 km lang, 300 m breit, 15m tief, für Schiffe bis 100000 tdw geeignet | |
| Nordpol = Wir unterscheiden den geographischen Nordpol, durch den die Drehachse der Erde verläuft und den magnetischen Nordpol, der im nördlichem Alaska liegt und seinen Lagepunkt stets etwas verändert. Auf ihn zeigt der Magnetkompass. | |
| Nordpolargebiet = Arktis | |
| Nordstern = Fixstern im Sternbild Kleiner Bär, auch als Polarstern bezeichnet | |
| Normal Null = (NN), der Nullpunkt (mittlerer Stand) des Amsterdamer Pegels. Er wird als Höhe des dortigen Meeresspiegel angenommen. NN ist der Ausgangspunkt für alle Höhenmessungen | |
| Normann = die in einen Poller oft angebrachte Querstange, die das Abrutschen des Festmachers nach oben verhindern soll, wird Normann genannt. | |
| Notanker = zusätzlicher Anker auf Schiffen | |
| Notruder = Steueranlage des Schiffes, die bei Ausfall der Ruderanlage zur Verfügung steht. | |
| NRT = Nettoregistertonne, Raummaß der geldverdienenden Räume eine Schiffes; also Laderaum und Passagierkabinen, 1 NRT = 2,8316 cbm ( alte Schiffsvermessung) | |
| NS = Abkürzung für Nuclear-Ship = Atomschiff | |
| NT = Nettotonnage - Abzug bestimmter Räume wie früher aber eine leichtere und präzisere Berechnung ( neue Schiffsvermessung) Statt NT und GT in einigen Ländern RZ = Registerzahl | |
| Nummer Eins = Unteroffizier als Vertreter des Kommandanten auf kleineren Fahrzeugen; Bootsmann | |
| Nüstergatt = siehe Speigatt | |
| Nüsternplünn = Taschentuch |
| O =
Internationales Buchstabensignal (Flagge), rot-gelb. Bedeutung: Mann über
Bord, morsen: 3 mal lang ( - - - )
| |
| Oakum = geteertes Hanf- oder Manilafasern von altem Tauwerk, die zum Kalfatern der Planken von Holzschiffen benutzt wurden | |
| OBC-Schiff = Abkürzung von Ore-Bulk-Container-Schiff. ( Ore = Erz, Bulk = Schüttgut) | |
| Oberbootsmann = Portepee-Unteroffizier unmittelbar über den Bootsmann (Bundesmarine) | |
| Oberdeck = das oberste durchlaufende Deck des Schiffes | |
| Oberfeuer = bei einem Richtfeuer das hinter dem Unterfeuer gelegene höhere der beiden Leuchtfeuer. Die Leitlinie ist nur richtig bezeichnet, wenn Ober- und Unterfeuer beide in Deckung liegen | |
| Obergefreiter = Mannschaftsdienstgrad unmittelbar über den Gefreiten ( z. B. Bundesmarine) | |
| oberlastig = ein Schiff zu hoch beladen, mit zu hoch liegendem Schwerpunkt | |
| Oberleutnant zur See = Offiziersrang über den Leutnant (Bundesmarine) | |
| Oberlicht = horizontal oder mit geringer Neigung angeordnetes Fenster am Deck oder Kajütendach | |
| Obermaat = Unteroffizier ohne Portepee, unmittelbar über den Maat (Bundesmarine) | |
| Obersegel = Bramsegel und die darüber befindlichen Rahsegel | |
| Oberwasser = Wasserfläche oberhalb einer Schleuse oder eines Wehrs | |
| OBO-Schiff = Abk. für Ore-Bulk-Oil-Schiff (Massengutschiff) | |
| Ochsenauge = Loch in Wetterwolken | |
| Ochsenkopf = Klüse mit zwei nach oben ragenden leicht gebogenen Eisendornen zum Belegen von Tauwerk | |
| Odde = in die See hinausragende Landspitze, wie ein Huk | |
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OECD
= Maritime Transport Committee of the Organization of Economic
Co-Operation and Development.
| |
| OEZ = osteuropäische Zeit | |
| Offiziere an Bord = zu ihnen gehören alle Patentinhaber der A-,B-,C-Patente, die Schiffsärzte, Zahlmeister, früher auch die Seefunker ( Offizier = meint man stets einen nautischen Offizier; Ingenieur = meint man stets einen technischen Offizier) | |
| Offshore-Technik = Sammelbez. für Geräte, Schwimmkörper, Plattformen, Spezialschiffe, Erkundungs- und Ortungstechnik u.a.m., die für die Nutzung der Bodenschätze vor der Küste und Tiefsee ( z.B. Erdölförderung) | |
| Ohrlamm = scherzhafte Bezeichnung für befahrenen Matrosen. | |
| O-Jolle = Olympiajolle, Einmannboot der Einheitsklasse (Olympische Klasse 1936 und 1948).Gegenwärtig: Nationale Klasse; Boot aus Massivholz, Sperrholz oder GFK, Länge 5,0m, Breite 1,66m, Gesamtmasse ca. 180kg, Segelfläche 10 m², Klassenzeichen: O | |
| Oktant = ein in der Nautik verwendeter Winkelmesser, der den achten Teil des Kreises erfaßt, im Gegensatz zum Sextant, der den sechsten Teil erfaßt. | |
| Ölkannenschwenker = Maschinenpersonal | |
| Ölpest = Verschmutzung von Meeresflächen und Küsten durch Erdöl oder Erdölprodukte | |
| Ölprinz = Maschinenpersonal, Heizer | |
| Oldtimer = alter erfahrener Seemann von Schrot und Korn, womöglich noch auf Windjammern um Kap Hoorn gesegelt ist. | |
| Olympische Klasse = Internationale Bootsklasse, die von der IYRU für die Olympischen Segelregatten ausgewählt wurde. Für 1984 waren es: Finn-Dinghy, Flying-Dutchmen, Tornado, Soling, Starboot, 470er, und Windgleiter. | |
| Ölzeug = wasserdichte Oberbekleidung für Seeleute | |
| Omega-Navigation = ein jetzt eingestelltes weltweites Funkortungssystem für die Ortsbestimmung | |
| Operation Sail = Die 1955 in Großbritannien gegründete Sail Training Association (STA) veranstaltet seit 1956 alle zwei Jahre Regatten der Segelschiffe | |
| Optimist = kleinster Segelboottyp, Segeljolle für Kinder | |
| Orkan = Sturm der höchsten Windstärke, Bezeichnung auch für tropische Wirbelstürme. | |
| Orlogschiff = holländische Bezeichnung für ein Kriegsschiff | |
| Ortung = durch Orten festgestellter Standort, die Gesamtheit der Mess- und Rechenvorgänge zur Bestimmung eines Standortes | |
| Osebergschiff = nach dem Fundort Oseberg im norwegischen Oslofjord benanntes Grabschiff einer Wikingerkönigin um 700 u.Z.; gefunden auf der Insel Nerlandsöy bei Aalesund, mit reichen Schnitzverzierungen , besonders abstrakten Tierornamenten und Bestattungsbeigaben; ausgegraben 1904; heute in Oslo. | |
| ösen = Wasser schöpfen, z.B. eingedrungenes Wasser aus einem Rettungsboot ösen | |
| Ösfatt, Ösfaß = schaufelartiger Gegenstand aus Holz oder Metall zum Ausschöpfen von Wasser aus Booten | |
| Ost, Osten = Himmelsrichtung; Abk. O); Ost und West; der Wind kommt aus Ost | |
| Ostsee = Baltisches Meer, flaches, im Mittel nur 55 m tiefes pfannenförmiges Nebenmeer des Atlantischen Ozeans, zw. Skandinavien, dem Baltikum, dem norddeutschen Flachland u. Dänemark, rund 397100 qkm groß. | |
| OTAK = Organization of Engineering Superintendance and Surveying Authorities; Organisation der technischen Aufsichts- und Kontrollorgane von Schiffen | |
| Ozean = zusammenhängende Wassermasse der Erde, Weltmeer, | |
| Ozeandampfer = Schiff im Überseeverkehr |
| Päckchen
= 1. die zusammengepackten Kleidungsstücke, die zu einem Anzug, im
besonderem zum Arbeitszeug des Mariners gehören, daher auch Takelpäckchen,
weißes Päckchen usw. 2. Als Päckchen bezeichnet man auch eine Gruppe
von gleichen oder ähnlichen Fahrzeugen, wenn sie im Hafen längsseits
aneinander festgemacht werden.
| |
| Packeis = Meereis in Form von Treibeisschollen verschiedenster Art und Dichte mit Ausnahme von Festeis. Das durch Übereinanderschieben von Eisschollen durch Winddrift und Strom entstehende Eis wird entsprechend der internationalen Eisnormenklatur als Preßeis bezeichnet. | |
| Paddel = frei zu führendes Ruder oder Doppelruder | |
| Paddelallee = eine von Tonnen oder Pricken begrenzte Fahrrinne | |
| Paddelboot = mit einem Paddel bewegtes Boot, z.B. Faltboot, Kanu | |
| Palaver = Besprechung, endlose Gerede | |
| Palette = Untersatz zum Stapeln für Versandgüter (Frachtgut), die dadurch leichter gehoben und bewegt werden können | |
| Pall = Sperrklinke, die das Zurücklaufen des Spills verhindert | |
| Pallar = altindisches Flussschiff mit nur einem Mast und ein seitlich angebrachtes Ruder | |
| Pallen, Pallings = 1. die Ladung mit starken Balken abstützen 2. Stützen auf denen das Schiff im Trockendock ruht | |
| Palstek, Pahlstek = ein seemännischer Knoten, der ein Auge bildet. Er wird benutzt, wenn ein Festmacher über einen Pfahl gelegt werden soll. | |
| Pampero = kalter Wirbelsturm aus dem südlichen Polargebiet in der Nähe der La-Plata-Mündung (Argentinien) | |
| Panamakanal = Schifffahrtsverbindung zw. dem Stillen Ozean und Atlantischen Ozean; Länge: 81,6 km | |
| Pantry = Anrichteraum an Bord von Schiffen, dient zur Aufbewahrung und zum Anrichten von Speisen. | |
| Panzerkreuzer = (früher) kleines schwächer als ein Schlachtschiff gepanzertes Kriegsschiff | |
| Pardunen = Eisendrähte, die die Masten schräg nach achtern und zur Seite abstützen | |
| Part = Teil des Läufers einer Talje. Man unterscheidet: stehende Part, laufende Part und holende Part | |
| Passage = 1. Überfahrt, Reise mit dem Schiff übers Meer; 2. eine enge Durchfahrt für Schiffe, etwa ein Sund | |
| Passagewind = guter Wind für die Überfahrt | |
| Passagier = Fahrgast, Schiffsreisender z.B. auf Kreuzfahrtschiffen | |
| Passagierliste = eine Liste wo alle Schiffsreisende namentlich aufgelistet werden | |
| Passat = gleichmäßiger tropischer Wind, wechselnd zwischen Nordost und Südost | |
| Passatsegel = Segel, die es besonders gut gestatten, die regelmäßigen Passatwinde mit ihren mittleren Windstärken zu nutzen | |
| Passer = ein spezieller, in der Navigation (19.Jh.) verwendeter Zirkel zum Messen von Distanzen. | |
| passieren = vorbeifahren | |
| Patent = frühere Bezeichnung für: Befähigungsnachweis, Befähigungszeugnis für nautische und technische Schiffsoffiziere und Kapitäne | |
| Patentanker = stockloser Anker mit beweglichen Flunken ( Klappanker) | |
| Patentlog = ältere Fahrtmessanlage, die aus einem an einer Leine nachgeschleppten Propeller und einem am Heck des Schiffes befestigten Zählwerk (Loguhr) besteht, auf dem die zurückgelegte Distanz abgelesen werden kann. | |
| Patile = indischer Lastsegler in Klinkerbauweise | |
| Patsche, Patsch = 1. über ein Leck zur Abdichtung angebrachte Bohle (Lecksicherung); 2. Aufgesetzter Flicken im Segel oder in einer Persenning | |
| Pattamar = Segelschiff in indischen Gewässern, zwei bis drei Masten | |
| Pazifik = Pazifischer / Stiller Ozean Nordpazifischer Ozean, Nordpazifik Südpazifischer Ozean, Südpazifik seine Nebenmeere: Beringmeer, Ochotskisches Meer, Japanisches Meer, Ostchinesisches Meer, Australasiatisches Mittelmeer, Golf von Kalifornien; Meer, Weltmeer | |
| Peerd, Pferd = Tau unter den Rahen, um die Besatzung das Arbeiten an der Rah beim Segelfestmachen zu ermöglichen; Springpeerd, Fußpeerd, Handpeerd | |
| Pegel = eine Vorrichtung (Lattenpegel) zur Wasserstandsmessung, an Brücken, Schleusen und in Häfen | |
| Pegelnull = Abk. PN; Bezugsebene eines Pegels, sie liegt z.B. an der Nordseeküste 5,00 m unter Normalnull (NN); 1927 festgelegt. | |
| Peildeck = das Deck über der Brücke, auf dem der Magnetkompass der für jedes Schiff für den Fall vorgeschrieben ist, dass der Kreiselkompass ausfallen sollte, in einen wetterfesten Gehäuse. Hier befinden sich auch der Peilrahmen für den Funkpeiler, die Notbatterie für die Funkstation und in einen wasserdichten Gehäuse die Notsignalmunition. | |
| peilen = Richtung, Entfernung, Wassertiefe bestimmen | |
| Peilrahmen = ringförmige Richtantenne von Drehrahmenfunkpeilern, bei Goniometerpeilern als feststehender Doppelrahmen ausgebildet, bei dem die beiden Rahmen senkrecht aufeinander stehen. | |
| Peilung = die Bestimmung einer Richtung bzw. eines Winkels bezüglich einer Bezugsrichtung; als Kompass- P. auf Kompassnord, als Seiten- P. auf die Mittelschiffslinie bezogen. Als Kreuz-P. bezeichnet man die Standortbestimmung aufgrund mehrerer Peilungen (Bestimmung des Schnittpunkts der ermittelten Peilstandlinien). Eine Funk-Peilung zu Navigationszwecken z. B. bei Schiffen wird mittels Funkempfänger und richtungsempfindliche Antenne durchgeführt. | |
| Pendelverkehr = regelmäßig zwischen zwei Häfen stattfindender Verkehr z.B. mit Schiffsfähren | |
| Pennant = Wimpel; Kommandantenwimpel | |
| Pentretere = griechisches Ruderschiff mit fünf Reihen von Ruderern | |
| Persenning = starkes Segeltuch als Schutz und Abdeckung von Gerätschaften, Luken, Oberlichtern und Ladung | |
| Petersen-Skala = von Kpt. Petersen eingeführte und 1939 international angenommene Skala für die Benennung der Seegangsstärken in Anlehnung an die Beaufort-Skala. Die Petersen-Skala wird heute aber durch die Angabe der Seegangsparameter nach dem SI-System ersetzt.. An Bord gemessen werden dei Wellenhöhe in Metern und die Wellenperiode in Sekunden. - Petersen-Seegang-Skala: | |
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0 |
ruhige spiegelglatte See |
4 |
mäßig bewegte See |
8 |
sehr hohe See |
|
1 |
ruhige gekräuselte See |
5 |
grobe See |
9 |
außergewöhnliche schwere See |
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2 |
ruhige oder schwach bewegte See |
6 |
sehr grobe See |
. |
. |
|
3 |
leicht bewegte See |
7 |
hohe See |
. |
. |
|
Pfahlmast
= Maststumpf zur Befestigung von Ladebäumen, meist außerhalb der
Mittschiffslinie
| |
| Pfahlmuschel = an Pfählen haftende Miesmuschel | |
| Pfeifen und Lunten aus = Befehl zur Beendigung der Freizeit an Bord von Marineschiffen | |
| Pforte = verschließbare Öffnung in der Seitenwand eines Schiffes für Riemen, Geschütze u.a. | |
| Pfriem = eine starke gekrümmte Nähnadel, die zum Vernähen schwieriger Stücke verwendet wird | |
| Pfünder = veraltete Bezeichnung für Geschütze nach der Masse ihrer Geschosse ( z.B. 36-Pfünder: ein Geschütz dessen Geschoß 36 Pfund bzw. etwa 18 kg wiegt). | |
| PIANC = Abk. für Permanent International Association of Navigation Congresses | |
| picken = soviel wie haken, siehe anpicken | |
| Piek = 1. vorderster und hinterster Teil des Schiffsraumes, Raum in den äußersten spitzen Enden am Bug; 2. das oberste Ende eines Gaffelsegels | |
| Pier = Bezeichnung für einen senkrecht zur Fahrrinne stehenden Hafendamm, dient als Anlege-, Güterumschlagplatz für Schiffe; auch Landungsbrücke | |
| Pijacke = für blaue Seemannsüberjacke | |
| Pilzanker = Anker in der Form eines Pilzes | |
| Pinasse = 1. (früher) dreimastiges Segelschiff (Pinaß); 2. Beiboot auf Kriegsschiffen, größere Schiffe; Hafenboot, Barkasse | |
| Pinne = Hebelarm am Steuerruder; Ruderpinne | |
| Pint = ein englisches Raummaß von 0,568 Liter | |
| Pirat = 1. Seeräuber, Freibeuter, Korsar; 2. Segelschiff; Jolle für 2 Mann Besatzung | |
| Planke, Deckplanke = starkes Brett, Bohle | |
| Plate = Bezeichnung für ein Sand im Gebiet einer Flussmündung, z.B. Robbenplate in der Wesermündung | |
| Plankton = Gesamtheit der im Wasser schwebenden Tier. und Pflanzl. Lebewesen (Planktonten, Plankter), die keine oder nur eine geringe Eigenbewegung haben, so daß Ortsveränderungen überwiegend durch Wasserströmungen erfolgen | |
| Plattgatt = Heck, das mit einem großen Spiegel (glatte Fläche) abschließt, der oft noch geneigt ist, häufig bei Jachten, aber auch bei modernen Schnellfrachtern zu finden; siehe Spiegelheck | |
| Plattings = schmales Geflecht aus Fasertauwerk. Auf Segelschiffen zum Schutze der Segel oder des Tauwerks gegen "Schamfilen" verwendet | |
| platt vor dem Wind = segelt ein Schiff, wenn es dem Wind genau von achtern hat | |
| Plicht = eingetiefter Sitzraum für die Besatzung in Booten und Segeljachten | |
| Plichtanker = der größte und schwerste Stockanker auf der Back eines Segelschiffes ( auch Rüstanker) | |
| P-Liner = Bezeichnung für die Segelschiffe der Hamburger Reederei Laeisz, deren Schiffe meist Namen trugen, die mit P begannen ( Pamir, Passat usw.) | |
| Plombe = Metallsiegel zum Verschließen von Behältern u. Räumen durch den Zoll, z.B. zollfreie Ware auf Schiffen | |
| Plumpe = Schöpfbecher mit einer Leine | |
| Plünnen = nennt der Seemann seine Segel, aber auch sein Zeug, da heißt seine Kleidung | |
| pönen = seemännischer Ausdruck für das Anstreichen, Malen, auch für schreiben | |
| Pol = 1. Drehpunkt, Mittelpunkt, Zielpunkt. 2. Endpunkt der Erdachse u. seine Umgebung; Nordpol, Südpol. 3. Schnittpunkt der verlängerten Erdachse mit dem Himmelsgewölbe, Himmelspol | |
| Polarkreis, Polarkreise = die von beiden Erdpolen um 23º 30' entfernten Parallelkreise (nördl. und südl. Polarkreis bei 66º 30' nördlicher Breite bzw. südlicher Breite; trennen die Polarzonen von den gemäßigten Zone | |
| Polarlicht = nächtliche Leuchterscheinung in den polaren Gebieten der Nord- (Nordlicht) und Südhalbkugel (Südlicht). Polarlicht entsteht, wenn die Atome der Ionosphäre (meist in 100 km Höhe) durch von der Sonne ausgehende Korpuskularstrahlung zum Leuchten angeregt werden. | |
| Polarnacht = der Zeitraum, in dem die Sonne länger als 24 Stunden unter dem Horizont bleibt (zutreffend für Orte zw. den Polarkreisen und den Polen) | |
| Polarstern = steht fast genau in der Verlängerung der Erdachse über den Nordpol. Wurde schon im Mittelalter zur Berechnung der geographischen Breite auf See benutzt. | |
| Polder = Koog, dem Meer abgewonnenes eingedeichtes Land | |
| Polka-Bark = siehe Dreimastrahschoner | |
| Poller = Metallpfeiler mit verdicktem Kopf, Vorrichtung auf Schiffen und Kaimauern, zum Festmachen der Trossen | |
| Pomuchel = Bezeichnung für den Dorsch | |
| Ponton = meist kastenförmiger, schwimmfähiger Hohlkörper, z. B. als Anleger für Fährschiffe, als "schwimmender Pfeiler" bei Behelfsbrücken (Pontonbrücken) | |
| Poop = hinterer Aufbau oberhalb des Hauptdecks von Schiffen; der erhöhte hintere Teil eines Schiffe | |
| Pore = die Nordseekrabbe | |
| Portenband = weißer Farbgang unterhalb des Schanzkleides mit schwarz gemalten Kanonenpforten | |
| Poseidon = griech. myth. Gott des Meeres, Sohn des Urgottes Kronos und der Bruder des Zeus. Mit seinem Dreizack beherrscht er alle Gewässer der Erde. Seine Gemahlin war Amphidrite | |
| Position = Standort eines Schiffes, wird in Längen- und Breitengrad angegeben | |
| Positions-, laterne, lampen, lichter = geben nachts anderen Schiffen klare Auskunft über die Art und die Fahrtrichtung eines anderen Schiffes;. Backbord = rote Laterne; Steuerbord = grüne Laterne; Hecklampe, Topplaternen = weißes Licht; Segelschiffe und Motorboote haben Kombinationslichter | |
| Portalhubwagen = siehe Van-Carrier | |
| Pott = (seem.) Schiff | |
| Prahm = flacher Lastkahn; schwimmende Arbeitsplattform; Prähme | |
| prangen, pressen = Überbeanspruchung der Takelage , um ein Schiff vor dem Stranden zu bewahren | |
| Prau = langes schlankes Segelboot mit Auslegern in Melanesien und Polynesien | |
| preien = anrufen; Rufen von Schiff zu Schiff oder zum Land | |
| pressen = zuviel Segelführung im Verhältnis zur Windstärke | |
| Pricke, Pricken = ein Seezeichen, eine einfache Stange markiert den Fahrwasserverlauf auf Nebengewässern | |
| Pricker = dünner Marlspieker | |
| Priel = schmaler Wasserlauf im Watt, bei Hochwasser Fahrrinnen für Kutter | |
| Prise = aufgebrachtes feindliches oder Konterbande führendes neutrales Schiff; beschlagnahmte Ladung eines solchen Schiffes | |
| Prisenrecht = das Recht der kriegführenden Parteien im Seekrieg, feindl. Handelsschiffe und Waren (Prise) sowie auch neutrale Schiffe und Waren z.B. bei Blockadebruch zu beschlagnahmen und in ihr Eigentum zu überführen | |
| Privateer = dasselbe wie Kaper, Freibeuter | |
| Propeller = Antriebsschraube für Schiffe | |
| Proviant = Verpflegung und Wasser an Bord, Vorrat an Nahrungsmitteln für eine Schiffsreise | |
| PS = (Pferdestärke) = 735,5 W ( =0,735 kW), Umrechnungsfaktor = 1,36 (veraltete Einheit für Maschinenleistung) | |
| PSe = effektische Leistung bei Motoren; am Ende der Schraubenwelle wirkend; auch EPS | |
| PSi = indizierte Leistung bei Kolbenmaschinen; mit dem Indikator an der Maschine gemessen; auch IPS | |
| PSw = Wellenleistung bei Turbinen; wie PSe an der Schraubenwelle gemessen; auch WPS | |
| Psychrometer = Gerät zur Messung der Luftfeuchtigkeit. In der Schifffahrt wird das Aßmannsche Asprations- Psychrometer verwendet. | |
| pullen = seemännisch für rudern, ein Boot mit Riemen fortbewegen | |
| Pulverflagge = Bezeichnung für die Flagge "B", die gesetzt werden muss, wenn das Schiff explosible Güter, wie Sprengstoff, Benzin u.a. an Bord hat. | |
| Pumpenmann = Besatzungsmitglied, das für die Bedienung von Pumpenanlagen auf Tankern eingesetzt wird. | |
| Punt = auch Schauke, ein flachbodig- viereckiger hölzerner Kahn, früher in England auch als kleines Sportboot | |
| purren = wecken der Wachablösung; müde Schläfer aus ihrer Koje treiben | |
| Puster = scherzhaft für Funker, (durch neue Datenübertragungstechniken wird der Funker nicht mehr benötigt) | |
| Pütting = an der Außenhaut angebrachtes und bis über das obere Deck reichendes Flacheisen mit einem Auge zur Befestigung der Wanten | |
| Pütz, Pützen = Wassereimer aus Holz oder Blech | |
| Pützenknoten = ein dicker Zierknoten auf dem Tampen des Pützenendes |
|
Q = Quebec, Internationales Buchstaben-Signal, gelb.
Bedeutung: An Bord ist alles gesund, ich bitte um freie Verkehrserlaubnis.
| |
| Qualle = Nesseltier mit glockenförmiger, gallertigem Körper | |
| Quarantäne = vorgeschriebene Wartezeit für einreisende Personen und eingelaufene Schiffe, die aus krankheitsverseuchten Gegenden kommen ( Seuchengefahr) | |
| Quarantäneflagge = Signalflagge mit der Bedeutung des Buchstabens Q ( gelb). Allein gesetzt bedeutet sie: An Bord ist alles gesund und bitte um freie Verkehrserlaubnis. Über den ersten Hilfsstander gesetzt ( der damit die Verdoppelung des Buchstabens = QQ andeutet) signalisiert sie: Ich benötige Gesundheitsabfertigung. Früher hieß dies drastischer: Mein Schiff ist seuchengefährdet. | |
| Quarter = ursprünglich ein Viertel und zwar ist gemeint das letzte Viertel des Schiffes, also das Hinterschiff | |
| Quarterdeck = Achterdeck, leicht erhöhtes hinteres Deck eines Schiffes | |
| Quartermeister = Steuermann eines Handelsschiffes; bewährter Vollmatrose, der als Rudergänger und zum Brückendienst eingesetzt ist; er steht im Range eines Unteroffiziers | |
| Quast = seemänischer Ausdruck für Pinsel | |
| Quatze = ein Fischkuttertyp, ein besonderes Transportfahrzeug der Pommerschen Bucht | |
| querab = in seitlicher Richtung etwa auf gleicher Höhe | |
| Querleine = Eine Leine zum Festmachen eines Schiffes ; vordere und achtere Querleine; siehe Festmacherleinen | |
| Quermarkenfeuer = Leuchtfeuer, das im Bereich einer Fahrwasserverkrümmung zu sehen ist und dem in einer Richt- oder Leitfeuerlinie laufenden Schiff anzeigt, daß eine Kursänderung vorzunehmen ist. | |
| querschiffs = in der Querrichtung des Schiffes | |
| querschlagen = aus dem Ruder bzw. Kurs laufen, so dass das Schiff quer zum Wind oder den Wellen liegt | |
| Quetschbüdel = Ziehharmonika | |
| Quiddje = Landratte, Binnenländer, der kein Plattdeutsch versteht; Laie der Seefahrt; Bezeichnung für Landbewohner und Binnenländer; siehe auch Quittjes | |
| Quittjes = Sammelbegriff für Zugereisten, die noch nicht in Gehabe und Gepflogenheiten von der Küste vertraut sind. |
|
R = Rauminhalt des Schiffes - für statistische und
kommerzielle Zwecke in Registertonnen ( 1 RT = 2,85 Kubikmeter = 100
Kubikfuß): Bruttoregistertonne (BRT) - Gesamtinhalt der seefest
abgeschlossenen Raumes. Nettoregistertonne (NRT) - Ladung und Fahrgäste
nutzbarer Raum. (alte Schiffsvermessung)
| |
| Rack = Halterung einer Rah am Mast. | |
| Radar = Abk.: radio detecting and ranging, Verfahren zur Erkennung, Ortung und Entfernungsmessung von Schiffen, Flugzeugen, Gegenstände durch sehr kurzwellige elektromagnetische Wellen; auch als Hilfsmittel der Meteorologie z. B. zur Ortung weit entfernter Gewitter. | |
| Radarkette = von Land überwachen Radarketten z.B. die Jade, Weser und Elbe sowie in der Deutschen Bucht den Schiffsverkehr. Die Radarlotsen in der Revierzentrale beraten die Schiffe bei unsichtigem Wetter. Sportschiffer können in Notfällen dieses System zur Standortbestimmung nutzen. Die Revierzentralen sind über Funk erreichbar. | |
| Radarleitzentrale = Nautische Land-Einrichtung zur radargestützten Überwachung des Schiffsverkehrs einschließlich Lotsenberatung in vorwiegend stark befahrenen und/oder beengten Revieren. | |
| Raddampfer = mit Kraftübertragung durch Schaufelräder angetriebenes Dampfschiff | |
| Radiomedical (engl.) = funkärztliche Beratung | |
| Raffee = ein dreieckiges Segel, mit der Spitze nach oben, über der obersten Rah | |
| Rah, Rahe, Raa = am Schiffsmast waagerecht angebrachtes Rundholz, an dem ein trapezförmiges Segel befestigt wird | |
| Rahnocken = die äußersten Enden einer Rahe | |
| Rahschoner = ein Schoner, der am Fockmast statt des Gaffeltoppsegels zwei Rahsegel ( Bramsegel) fährt. Er kann ein Zweimast- oder Dreimastschoner sein. | |
| Rahsegel = an den Rahen angebrachte Querschiffs stehende Segel, die durch Brassen entsprechend der Windrichtung gebrasst werden. | |
| Raketenapparat = bei Rettung Schiffbrüchiger verwendetes Gerät zum Abschießen einer Rettungsleine zum gestrandeten Schiff | |
| Rammsporn = am Bug antiker Schiffe angebrachte dornartige Spitze zum Rammen feindlicher Schiffe, später als Rammsteven ausgebildet; noch bis Anfang des 20. Jh. auf Linienschiffe vorhanden. | |
| Randmeer = Teilgebiet eines Ozeans, das von großen Landmassen umschlossen ist; Nebenmeer | |
| Rasmus = grobe See, die an Deck überkommt; man sagt dann: Rasmus steigt an Bord; Verkürzte Form von Erasmus, Schutzpatron der Seeleute, der gegen die rasende See schützen sollte | |
| Rattenwache = Hundewache | |
| rauhe See = vom Sturm aufgewühlt | |
| raumen = Drehen des Windes, so dass er achterlicher einfällt. | |
| raumer Wind = ein schräg von hinten kommender Wind, für Segelschiffe ideal | |
| rauschen lassen = ein Tauwerk auslaufen lassen | |
| Rattenbleche, Rattenteller = werden als Schutzschilder über den Festmacherleinen genannt, die das Überlaufen von Ratten auf das Schiff verhindern sollen | |
| recht so! = richtig, den anliegenden Kurs weitersteuern. | |
| Ree ! = Abkürzung für Ruder in Lee, Kommando zum Wenden des Segelschiffes | |
| Reede = Ankerplatz für Schiffe; geschützter Ankerplatz in einer Bucht oder außerhalb des Hafens | |
| Reeder = Eigentümer eines dem Erwerb dienenden Schiffes; Schiffseigner | |
| Reederei = Unternehmen, das die Beförderung von Personen und Gütern auf eigenen Schiffen betreibt; Schifffahrtsgesellschaft | |
| Reep = Seil, Tau, starke Leine | |
| Reeperbahn = seemännisch.: Seilerbahn, auf ihr wurden lange Taue und Drahtseile von den Reepschlägern gedreht; Vergnügungsstraße in Sankt Pauli, Hamburg. | |
| Reppschläger = Seiler, Seilmacher, der Tauwerk anfertigt. Heute wird das Tauwerk meistens maschinell hergestellt. | |
| Reff = Vorrichtung zum Verkleinern der Segelfläche | |
| reffen = ein Segel reffen, durch Aufrollen ein Segel verkleinern; auch reefen | |
| Regatta = Wettfahrt mit Booten, Segelschiffe | |
| Regenbogen = Lichtererscheinung, die sich auf einem Vorhang niedergehenden Regens in Form eines farbenprächtigen Bogens zeigt; siebenfarbiger Regenbogen | |
| regenbogenfarben = die Farben des Regenbogens (von außen nach innen: rot-orange-gelb-grün-blau-indigoblau-violett) | |
| Registriernummer = Die Nummer im Großsegel eines Bootes, die seine Identität, gegebenenfalls in Verbindung mit anderen Segelzeichen wie Nationalitätenzeichen und Klassenzeichen, kennzeichnet. Eine Registernummer mit einem roten Balken unter der Zahl, die nur als Eignernachweis und für die Zollformalitäten dient | |
| Registrierung = Die Eintragung in ein Register, bei Yachten in das Yachtregister, bei größeren Yachten und Schiffen in das Schiffsregister | |
| Rehbock = alte Bezeichnung des Mariners für seinen Kleidersack, ein schwarzes wasserdichtes Ungetüm, in der er alle seine Kleiderhabe stauen und das er mit zwei Tragbändern auf dem Rücken tragen konnte. | |
| Reif = gefrorener Wasserdampf der Luft, der an Gegenständen im Freien einen kristallartigen Überzug bildet | |
| Reihleine = zum Befestigen von Segeln und Persenningen benutzte Leine | |
| Rein schiff, Reinschiff = gründliche Schiffssäuberung, Rein schiff machen | |
| Reise, reise ! = Weckruf an Bord | |
| Reling = Schiffsgeländer, offenes, festes, teilweise losnehmbares oder klappbares Geländer als Begrenzung freiliegender Decks | |
| Relingstreppe = Zugang zum Schiff vom Schanzenkleid an Deck. Sie wird über das Schanzenkleid gehakt. Einseitig ist sie mit einem herausnehmbaren Geländer versehen | |
| reppen = zulangen der Leine durch einen zweiten Mann, um ein schnelles und sicheres Arbeiten zu ermöglichen | |
| Rettungsanzug = Schutzanzug aus wasserdichtem und isolierendem Material, der den Körperwärmeverlust in kalten Wasser verringert und gleichzeitig Auftrieb erzeugt. | |
| Rettungsboot = dient zur Rettung von Menschen an Bord. Sie werden vom Bootsdeck zu Wasser gelassen. Ausstattung : Motor, Riemen, Notproviant und Seenotraketen | |
| Rettungsinsel = ein Schlauchboot, das in zylinderförmigen Behältern an Deck aufbewahrt werden. Wenn der Behälter ins Wasser geworfen wird, bläst sich die Rettungsinsel selbsttätig auf. Sie hat eine zeltartige Überdachung und kann ganz geschlossen werden | |
| Rettungsleitstelle = Die bei einem Seenotfall alle Rettungsmaßnahmen zur See und aus der Luft leitende und koordinierende Zentrale, vielfach auch als RCC= Rescue Coordination Centre bezeichnet. | |
| Rettungsring = im Wasser tragfähiger Ring mit Haltetauen, zur Rettung Ertrinkender; auch Rettungsboje | |
| Rettungsweste, Schwimmweste = Rettungsgerät für die Schiffsbesatzung und Passagiere, sie wird bei einer Bootsfahrt zur Sicherheit angelegt oder bei einem Seenotfall auf einem Schiff | |
| Reuse = 1. Korb zum Fischfang, 2. trichterförmiges, nach hinten sich verengendes Fischfanggerät (aus Netzwerk) | |
| Revier = das Fahrgebiet von Schiffen, z.B. Revier-Überwachung durch Radar (Jade, Weser, Elbe und Deutsche Bucht) | |
| Revierlotse = ein Lotse, der nur auf einem ganz bestimmten Revier Dienst tut, z.B. auf dem Nord-Ostsee-Kanal oder im Hamburger Hafen | |
| Rhee, Ree = Kommando ( Ruder an Lee), siehe Ree | |
| Richtfeuer = Leitsignal für Schiffe; Seezeichen aus 2 hintereinander stehenden Leuchtfeuern ( Unterfeuer, Oberfeuer), deren Verbindungslinie die Mitte des Fahrwassers bezeichnet. Das Unterfeuer ist tiefer angebracht als das Oberfeuer | |
| Riemen = längeres Rundholz mit Ruderblatt, mit beiden Händen bewegtes Ruder; sich in die Riemen legen | |
| Riff = bis dicht unter den Meeresspiegel aufragender Fels (Felsenklippe), Untiefe im Meer, an Flachküsten als Sandriff; innerhalb der Tropen und Subtropen als Bauten riffbildender Meeresorganismen, besonders von Korallen | |
| Rigg, Riggung = Masten und die gesamte Takelung eines Schiffes | |
| riggen = auftakeln | |
| R.M.S. = Royal Mail Steamer; RMS Titanic (königlicher Postdampfer) | |
| Röhring, Röring = ein Ring am Schaft des Ankers , zur Befestigung der Ankerkette mit einem Ankerschäkel | |
| rojen = pullen, rudern | |
| Rolle = Kreisscheibe, die sich um eine in der Mitte befindliche Achse dreht, mit einer Rille am Rande; z. B. zum Umlenken von Seilen | |
| rollen = Schlingern, Schaukeln, Drehbewegung (Rollen) eines Schiffes um die Längsachse und Querachse | |
| Rollenschwoof = Übung für den Ernstfall nach dem Rollenplan, Sicherheitsrolle | |
| Rollmops = eingelegter, gewürzter, zusammengerollter halber Hering | |
| Roof = Deckshaus; siehe Aufbauten | |
| Roojen = rudern, pullen | |
| Roringstek, Röringstek = der Steg, mit dem z.B. die Ankertrosse an den Anker gesteckt wird | |
| RoRo-Schiffe = Roll on - Roll off - Schiff, Frachtschiff mit Heck-, Bug- und / oder Seitenpforten, deren Verschlüsse als Rampe ausgebildet sind, über die die rollenden Ladungseinheiten (Lkws, Container, Trailer und Stückgut auf Großpaletten) an und von Bord gelangen. | |
| rote Flut = Brandungsleuchten an der Nordseeküste. Dieses Phänomen , was nachts im Sommer sichtbar werden kann, wird von unzähligen Algen erzeugt. Die Alge "Noctiluca Scintillans" erzeugt das Leuchten aufgrund von mechanischen Reizen, beispielsweise durch die Brandung oder Berührung. Auch um fahrende Schiffe schimmert das Wasser rot-orange. | |
| Roter Faden = im Tauwerk der britischen Kriegsmarine eingearbeiteter roter Faden, durch den Diebstahl vermieden werden sollte. Heute dienen farbige Fäden (Garne) zur Kennzeichnung der Tragfähigkeit des Tauwerks. | |
| Route = vorgeschriebener oder geplanter Reiseweg, Seeweg, Kurs, Schiffsroute, z.B. von Kreuzfahrtschiffen | |
| Routine = Zeiteinteilung, Dienstplan | |
| Royal, Roil, Reuel = Rahsegel oberhalb der Bram. Auf vielen Segelschiffen das oberste Segel | |
| Royalsegel = Rahsegel, viertes von unten. Je nach Mast, der es trägt, Vorroyal (Fockmast), Großroyal (Großmast), Kreuzroyal (Kreuzmast). Sind Mars- und Bramsegel geteilt, so ist das Royalsegel fünftes bzw. sechstes Segel von unten | |
| Royalstenge = der obere Teil der Bramstenge , an der das Royal gefahren wird ( 6. Segel von unten) | |
| Rua chalom = einmastiges Küstenschiff in Hinterindien, mit zwei seitlich angebrachten Rudern | |
| Ruder = Steuerorgan eines Schiffes oder Bootes; Riemen, Remen, Pullstengel (scherzh.), Paddel | |
| Ruderanlage = Gesamtheit der zum Steuern eines Schiffes benötigten Anlagen, bes. die Einrichtung zum Bewegen des Ruders durch Drehen des Ruderschafts. Müssen große Ruderkräfte bewältigt werden, benötigt man eine Rudermaschine. Aus Sicherheitsgründen müssen alle Schiffe eine Not-Runderanlage haben, meist eine zweite Rudermaschine oder die Möglichkeit zur Bewegung des Ruders von Hand. | |
| Rudergänger, Rudergast = Matrose, der nach Anweisung das Ruder bedient | |
| Ruderhacke = Absatz unten am Hinter- oder Rudersteven, der das Spurlager für den Ruderschaft oder das Ruder selbst trägt. | |
| Ruderpinne = mit dem Ruderkopf verbundener einarmiger Hebel zur Betätigung des Ruders | |
| Ruderrad = Rad mit Spaken, mit dem das Ruder bewegt wird; auch Steuerrad | |
| Ruder legen = das Ruder so einstellen, dass das Schiff einen bestimmten Kurs nimmt | |
| Rufer = alte Bezeichnung für Sprachrohr oder Flüstertüte | |
| Rufzeichen, Unterscheidungssignal = internationaler Funkname eines Schiffes und besteht aus 4 Buchstaben | |
| Rumpf = Schiff ohne Aufbauten | |
| rundbrassen = beim Wenden mit Rahschiffen das Herumnehmen der Segel auf die neue Seite | |
| Rundhölzer = alle Masten, Rahen, Stegen und Bäume des Schiffes, die früher aus Holz waren. | |
| Rundsel = halbrunder Einschnitt im Dollbord eines Kutters zum Einlegen der Riemen | |
| Rundtörn = beim Belegen eines Tauendes oder beim Knoten das Herstellen eines Auges ( eines Kreises), das über den Poller usw. gelegt wird, bzw. das für den Knoten benötigt wird. Als Grundlage für einen Knoten | |
| Runner = Lastseil einer Winde; auch Windenläufer | |
| Rüsteisen = Beschlag am Rumpf, an den die Wanten und Pardunen befestigt werden und der die auftretenden Kräfte gleichmäßig auf die Bordwand überträgt. | |
| Rute = die lange Rah des Lateinsegels, die bis weit vor den Mast reicht | |
| RZ = Registerzahl ( Schiffsvermessung ). In Deutschland: GT und NT |
| sacken,
absacken = 1. untergehen; 2.
zurückbleiben
| |
| Sahling = Holzkonstruktion, die zwei Teile des Mastes miteinander verbindet und gleichzeitig eine kleine Plattform bildet | |
| Saling = dient zum Spreizen der Wanten | |
| Salut = Kanonenschuss durch Kriegsschiffe oder Küstenbatterien. Nach internationaler Norm gibt es folgende Festlegung: |
|
Staatsoberhaupt, Regierungschef |
21 Schuss |
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Verteidigungs- und Marineminister, Flottenadmiral,
Botschafter |
19 Schuss |
|
Chef der Seestreitkräfte, Admiral, Gesandter |
17 Schuss |
|
Chef der Flotte, Vizeadmiral, Geschäftsträger,
Gouverneur |
15 Schuss |
|
Flottillenchef, Konteradmiral, Oberbürgermeister |
13 Schuss |
|
Brigadechef, Kommodore, Generalkonsul |
11 Schuss |
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Abteilungschef, Kommaandanten von Schiffen 1. und 2.
Ranges, Konsul |
07 Schuss |
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Sambuk
= zweimastiges kleineres arabisches Segelschiff
| |
| Sampan = chinesisches Flussboot, das als Wohnung dient; kleines chinesisches Ruderboot, auch Beiboot | |
| Sandbank = Anhäufung von Sand, die über die Wasseroberfläche ragt oder dicht darunter liegt ( in Flüssen, Seen und im Meer) | |
| Santa Maria = Flaggschiff des Kolumbus bei seiner Entdeckungsfahrt nach Westindien; etwa 20...30 m lang, 6,5....8m breit, bis zu 90 Mann Besatzung; am 25.12.1492 an der Küste Haitis gestrandet. | |
| SAR = Abk. für Search and Rescue ( Suche und Rettung ) | |
| SBAO = Schiffsbesetzungs- und Ausbildungsordnung, die staatliche Richtlinie, die die Ausbildung der Patentträger regelt und angibt wie viele Schiffsoffiziere, Schiffsingenieure u.a. mit erforderlichen Patenten an Bord eines Schiffes sein müssen | |
| Scarpanto, Karpathos = ägäische Insel zwischen Kreta und Rhodos auf 35º 32' N 27º 14' O. | |
| schaffen = essen | |
| Schaffermahlzeit = alter Brauch der Schifferbrüderschaften. Im Winter, wenn viele Schiffsbrüder zu Hause waren, wurden sie und ihre Angehörigen von den "Schaffern", d. h. den Verwaltern ihrer Brüderschaft, zu gemeinsamen Mahlzeiten eingeladen. Bekannt ist heute noch die Schaffermahlzeit in Bremen, an der sich die Bremer Reeder und Kapitäne zum gemeinsamen Essen zusammenfinden | |
| Schake = Kettenglied, z.B. von Ankerketten | |
| Schäkel, Schekel = mit Bolzen verschließbarer, U-förmiger Haken zum Verbinden von Ketten, Seile und Taue | |
| schäkeln = Seile, Taue und Ketten verbinden | |
| schalken = Luken abdichten | |
| Schaluppe = größeres Beiboot, großes, einmastiges Küstenfrachtsegler (holländisches Schiff) | |
| Schärenkreuzer = Segelboot; 30-m2 Schärenkreuzer | |
| Schamaiten = Landschaft in Litauen mit dem Hafen Memel | |
| schamfilen = durch Reibung schadhaft werden; reiben oder scheuern von Tauwerk | |
| Schandeck = die äußere, die Enden der Spanten abdeckende Holzplanke bei Holzdecks | |
| schanghaien = Seeleute teils gegen ihren Willen oder unter Vorspiegelung falscher Tatsachen auf unterbesetzte Schiffe vermitteln; auch shanghaien | |
| Schanze = hinteres Deck auf Kriegsschiffen | |
| Schanzkleid, Schanz = festes Geländer um ein freies Deck. Überkommendes Wasser läuft durch Speigatten ab. | |
| Scharpie, Sharpie = internationale Einheitsklasse, 12 m² Segelfläche, Jolle in Knickspant-Bauweise, Länge über alles 6m, Breite 1,43m, ohne Spinnaker; Besatzung 2 Mann; Kennzeichen im Segel: 12 | |
| Schau, Flagge in Schau = eine vorgeheißte, in der Mitte zusammengebundene Flagge als Notsignal. Heute nicht mehr üblich. | |
| Schauermann, Schauer, Stauer = Hafenarbeiter der berufsmäßig Schiffe be- und entlädt; auch Schauerleute | |
| SchBesV = Schiffsbesetzungsverordnung, erlassen von den Bundesministerien für Verkehr sowie Arbeit und Sozialordnung. | |
| Schebecke = dreimastige Küstensegler des Mittelmeerraumes | |
| Scheibe = drehbar innerhalb eines Blockes angebracht, führt ein durchlaufendes Tau | |
| Scheibgatt = das Loch in einem Block, einer Stege, Rah oder Gaffel, in welches eine Scheibe für das Tau oder eine Kette gesetzt wird | |
| Schelf = vom Meer überfluteter Sockel der Kontinente; vorgelagerte Festlandsockel mit Wassertiefen bis 200m; Flachsee, Wattenmeer, Schelfmeer | |
| Schelikov-Straße = Meeresenge an der Südküste Alaskas zwischen dem Festland und den Inseln Kodiak und Afognak | |
| Schellfischkopf = scherzhaft für Seefischer | |
| scheren = Tau durch den Block ziehen; ausscheren = Formation verlassen; einscheren = sich einordnen | |
| Scherlatte = Brett mit Löchern, die das laufende Gut leiten, um ein Durchscheuern (schamfilen) zu vermeiden | |
| Scheuerleiste = eine um das Schiff herumlaufende Leiste aus Holz oder Kunststoff, sie dient bei kleineren Schiffen oder Boote als Fender und schützt den Rumpf beim Anlegen | |
| Schiemann = Bootsmannsmaat, Matrose | |
| Schiemannsgarn = dünnes geteertes Tauwerk, Garn zum Umwickeln von Spleißstellen | |
| Schiet = 1. auf hochdeutsch kein salonfähiger Ausdruck; 2. bezeichnet in der Schifffahrt eine Untiefe. Man sagt: Ein Schiff sitzt auf Schiet, wenn es festgekommen ist. 3. schlechtes Wetter | |
| Schiff = großes Wasserfahrzeug, Schiffstypen zB.: Containerschiff, Fährschiff, Frachtschiff, Hecktrawler, Tankschiff usw.; das Wort " Schiff " ist germanischen Ursprungs: gotisch - skip, altnordisch - skib, altenglisch - scip, althochdeutsch - skif, schwedisch - skepp. In jedem Falle bezeichnet das Wort ein Wasserfahrzeug. | |
| Schiffahrt = Beförderung von Personen und Fracht ( Ladung) auf Schiffen | |
| Schiffahrtskunde = siehe Nautik | |
| Schiffahrtsstraße = Schifffahrtsweg, Wasserstraße für Schiffe und Boote | |
| schiffbar = mit Schiffen befahrbar; z.B. Fluss | |
| Schiffbauer = jemand der berufsmäßig als Handwerker am Bau von Schiffen mitwirkt | |
| Schiffsbetriebsmeister (SBM) = 1978 eingeführte Bezeichnung für den Meister im Gesamtschiffsbetrieb ( früher Bootsmann, Storekeeper). Aufgaben: Deck als auch Maschine) | |
| Schiffsbetriebsoffizier (SBO) = Ein Offizier der eine seemännische und eine technische Ausbildung hat. Der Weg führt über den Schiffsmechaniker zum Studium der Nautik und der Technik | |
| Schiffbruch = Untergang, hervorgerufen durch eine Havarie Kollision, Schiffskollision, Schiffsunfall, Seeunfall | |
| Schiffsbrüchige = Menschen, die sich nach einem Schiffbruch auf einem Wrack, in einem Rettungsmittel oder im Wasser befinden | |
| Schiffchen = 1. kleines Schiff; 2. Käppi (Kopfbedeckung) bei der Bundesmarine | |
| Schiffer = jemand, der ein Schiff führt, lenkt (Schiffsführer, Skipper, Kapitän, Schipper) | |
| Schifferklavier = Akkordeon | |
| Schifferknoten = auf bestimmte Art geknüpfter, nicht durch Ziehen lösbarer Knoten | |
| Schiffsbergung = Rettung von Schiffen, Besatzung und Ladung, meist durch Bergungsreedereien | |
| Schiffsbrücke = 1. Anlegebrücke für Schiffe und Boote; 2. Kommandobrücke auf Schiffen | |
| Schiffsglocke = befindet sich meistens auf der Back, mit ihr werden Not- und Nebelsignale gegeben; auch Nebelglocke | |
| Schiffshebewerk = Anlage für die Schiffahrt zur Überwindung großer Unterschiede im Wasserstand | |
| Schiffsjunge = Moses; jemand, der zum Matrosen ausgebildet wird (Traditionelle, heute nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für die unterste Stufe des angehenden Seemannes) | |
| Schiffsmann, Schiffsleute = Schiffsleute sind gemäß SchBesV Besatzungsmitglieder eines Schiffes, die zur Ausübung ihres Dienstes kein Abschlußzeugnis des Berufes benötigen, in dem sie eingesetzt sind. | |
| Schiffsmakler = Makler, der die Vermittlung von Schiffsraum, -fracht und -liegeplätzen betreibt | |
| Schiffsmechaniker (SM) = neue Berufsbezeichnung für den traditionellen Begriff "Matrose" (dreijährige Ausbildung); sie ist die Grundstufe zum Schiffsbetriebsmeister | |
| Schiffsoffizier = Es wird in der Handelsschifffahrt zwischen nautischen und technischen Schiffsoffizier unterschieden. Das sind Angestellte, die zur Ausübung ihres Berufes eines staatlichen Befähigungsnachweises bedürfen | |
| Schiffsraum = Rauminhalt eines Schiffes, gemessen in Bruttoregistertonnen | |
| Schiffsregister = der Eigner eines Seeschiffes mit einer Rumpflänge über 15m ist verpflichtet, dieses in ein Seeschiffsregister (SSR) eintragen zu lassen. Kleinere Schiffe können freiwillig aufgenommen werden. | |
| Schiffsrolle = ist der Dienstplan und die Wacheinteilung der gesamten Besatzung eines Schiffes in See | |
| Schiffsschraube = Propeller zum Antrieb von Schiffen | |
| Schiffstagebuch = Logbuch, Buch, Journal in das alle wichtigen Vorkommnisse und Beobachtungen während der Fahrt eingetragen werden | |
| Schiffstaufe = feierliche Namensgebung für ein Schiff vor dem Stapellauf | |
| Schiffszertifikat = Dokument, das die erfolgte Registrierung des Schiffs, den Eigentümer, seine Staatszugehörigkeit und damit sein Flaggenrecht belegt. | |
| Schiffszwieback = haltbarer Zwieback als eiserne Ration | |
| schiften = 1. ein Segel vor dem Wind auf die andere Seite bringen; 2. die Ladung verschieben, verändern | |
| Schinackel = ( österr.) kleines Ruderboot | |
| schindschen = feilschen, ändern | |
| Schinkenknochen = Sextant | |
| Schipper = Kapitän, Schiffer | |
| schippern = mit dem Schiff fahren, mit einem Boot segeln | |
| Schirokko, Scirocco = warmer Wind, der im Mittelmeergebiet aus südlichen Richtungen an der Vorderseite eines von West nach Ost ziehendes Tiefdruckgebietes weht und bisweilen warme Luft aus Nordafrika nach Südeuropa bringt | |
| Schlachtschiff = kampfstarkes und gepanzertes mit schweren Geschützen bestücktes Schiff | |
| Schlag = 1: beim Kreuzen die einzelnen Zickzackabschnitte; 2. beim Pullen das Durchziehen der Riemen | |
| Schlagmann = auf der hintersten Ducht des Kutters sitzender Ruderer, der den Takt angibt | |
| Schlagriemen = Riemen der beiden Schagmänner auf der hintersten Ducht eines Kutters bzw. Bootes | |
| Schlagputz = kleinerer Wassereimer mit angespleißtem Haltetau zum Schöpfen von Seewasser bei Reinigungsarbeiten | |
| Schlagseite = Schräglage des Schiffes, Krängen des Schiffes nach einer Seite | |
| Schlauchboot = ovales Boot mit aufblasbaren Wülsten aus gummierten Textilien an den Seiten | |
| Schlaufe = ring-, ovalförmig geschlungenes Seil, Tau, Leine | |
| Schleichfahrt = geringe Geschwindigkeit; minimale Geräuscherzeugung zur Ortungsvermeidung (von U-Booten) | |
| Schlengels, Schlängel = Schwimmende Sperre aus Holz, Stahlrohr, Gummi oder Kunststoffen zur Absperrung des Hafenbeckens vor Öl, auch zum Schutz gegen andere Verunreinigungen. | |
| Schlepper = kleines Schiff mit Einrichtung zum Bugsieren oder Schleppen größerer Schiffe | |
| Schleppkahn = Kahn ohne eigenen Antrieb, der von einem Schiff geschleppt wird ( zum Befördern von Lasten) | |
| Schleppnetz = großes Fischernetz, das vom Schiff aus durch das Wasser nachgezogen wird | |
| Schlepptau = Tau zum Schleppen | |
| Schleppzug = mehrere von einem Schlepper gezogene Lastkähne (Schleppkähne) | |
| Schleuse = Becken mit wasserdicht schließenden Toren auf beiden Seiten, in dem der Wasserstand verändert werden kann, um Schiffen die Überwindung von Höhenunterschieden zu ermöglichen; z. B. See-Schleuse in Seekanälen und in Einfahrten von Seehäfen.( sichert die Tideunabhänigkeit von Häfen ) | |
| schleusen = ein Schiff durch eine Seeschleuse in einen Hafen, Seehafen schleusen ( passieren lassen), Schiff durch ein Kanal schleusen | |
| Schlick = abgelagertes, feiner Tonschlamm mit organischen Beimengungen (besonders im Wattenmeer) | |
| Schlickhaken = Anker | |
| Schlickrutscher = kleines Schiff mit flachen Boden, eigentlich nur für Wattfahrten geeignet | |
| Schlicktown = Scherzhafter Name für die Marinestadt Wilhelmshaven. | |
| schlieren = das Gleiten, Schlüpfen, Rutschen einer Leine bzw. Trosse auf einem Spillkopf oder Poller | |
| Schlingerkiel = Seitenkiel am Schiff zum Vermindern des Schlingerns | |
| Schlingerkoje = spezielles Krankenbett in Schiffskrankenräumen, das durch entsprechende Aufhängung den Schiffsbewegungen nicht folgt und dadurch den Kranken oder Verletzten Erleichterung bieten kann. | |
| Schlingerleisten = sind um die Back angebracht, die bei Seegang das Herunterfallen von Gegenstände verhindern sollen | |
| schlingern = infolge des Seegangs, das Schiff schlingert (ständig von einer Seite auf die anderen Seite legen) | |
| Schlingertank = Wassertank auf jeder Seite des Schiffes zum Verhindern des Schlingerns | |
| Schlup = auch: Slup, Sloop; 1. kleines kutterartiges Boot; 2. Polizeiboot | |
| Schmack, Schmacke, Smack = flaches Küstenfischerboot, kleines Seeschiff ohne Kiel und Segel ( 18. u 19. Jh.) | |
| Schmatting, Schmarting = geteerter oder gefetteter Segeltuch oder Jutestreifen, der um Tauwerk oder Spannschrauben genäht oder unter die Bekleidung von Drahttauwerk gelegt wird, um sie zu konservieren; auch Bootsmann | |
| Schmierer = Motorenhelfer, seine Aufgabe ist die Wartung der Maschinen sowie die Zuverlässigkeit und die Sicherheit der Maschinen überwacht; er ist meist ein gelernter Maschinenbauer | |
| Schnatter = Fassschlinge; Anschlagmittel für Fässer aus Tauwerk, bei dem eine Kausch so eingespleißt ist, dass eine Schlinge gebildet wird | |
| Schnau = zweimastiges Segelschiff des 18. und 19. Jh, das einer Brigg sehr ähnlich war. | |
| Schneidjefiedel = sind spöttische Bezeichnungen für Hafenbesucher, wenn diese dem Stauer oder Seemann durch Benehmen oder Fragen "auf den Wecker fallen" | |
| Schnellboot = kleines, besonders schnelles und wendiges Kriegsschiff | |
| Schnelldampfer = heißen die großen Fahrgastschiffe im Linienverkehr zwischen den Kontinenten | |
| Schnigge = Kuff ( Küstenfahrzeug ) vorwiegend für den Fisch- und Austernfang, (18. u. 19. Jh.) | |
| Schnodderbass, Schnösel = sind spöttische Bezeichnungen für Hafenbesucher, wenn diese dem Stauer oder Seemann durch Benehmen oder Fragen "auf den Wecker fallen" | |
| Schnorchel = 1. Rohr, das zur Luftversorgung über die Wasseroberfläche führt, z. B. bei U-Booten; 2. kurzes Rohr (zum Atmen) mit Schutzbrille zum Tauchen in Flachwasser | |
| Schnürboden = hallenförmiger Raum auf Werften, auf dessen Fußboden der Linienriss im Maßstab 1:1 aufgetragen wird. Dieser in speziellen Holzbelag eingeritzte Linienriss dient der Kontrolle des Staks, der Ermittlung der wahren Größe von Flächen und Linien, und zur Herstellung der Modelle und Meßlatten für Einzelteilfertigung, Umformung und Montage. | |
| Schocker = altes holländisches Plattbodenyacht, bis 1875 Nutzungsfahrzeug mit Längen bis 16m , später 10-12m | |
| Scholle = (seem.) flächiges, dickes Eisstück, das auf dem Wasser treibt | |
| Schoner, Schooner, Schuner = mehrmastiges Segelschiff mit nicht vollgetakelten Masten, bei denen der größte Mast hinten steht, ist ein Schoner , wobei wir unterscheiden zwischen Zwei- und Dreimastgaffel- Toppsegel-, Rahschonern usw. Ein Schoner schlechtweg ist meist ein Zweimastschoner. | |
| Schonerbark = führt am Fockmast Rahsegel, am Großmast und Besanmast Schratsegel., meistens Dreimastschoner genannt | |
| Schonerbrigg = Zweimastsegler, der am vordersten Mast Rahsegel, am hinteren Mast Schratsegel führt | |
| Schornstein = Abgaspfosten eines Schiffes, früher Dampf, jetzt Abgase aus dem Maschinenraum (Dieselmotoren). | |
| Schornsteinmarken = sind Reedereizeichen; ihre Farben oder Embleme sind häufig eine Nachahmung der Reedereiflaggen | |
| Schorre = die Küstenzone, die sich von der Niedrigwasser bis in Tiefen erstreckt, in denen noch ein merklicher Transport erodierten Materials stattfindet (Brandungsplattform) | |
| Schot = Segelleine, Tau, Drähte oder Ketten, die ein Segel ausspannen und in der richtigen Lage halten | |
| Schot belegen = ein Tau festmachen | |
| Schothorn = die achtere untere Ecke eines Segels, wo sich Unterliek bzw. Baumliek und Achterliek treffen | |
| Schotenwinsch = Winde mit einer Kurbel und dient zum Nachfieren des Segels und des Baumes | |
| Schotstek = Knoten, dient zum Befestigen einer Leine am Schothorn oder einem Auge, zu dem eine andere Leine ähnlichen Durchmessers gelegt ist | |
| Schott = Stahlwand im Schiffsrumpf zur gegenseitigen Abgrenzung von Lade-, Maschinen- und Räumen zur Erhöhung der Sinksicherheit und der Festigkeit des Schiffes; Längs- und Querschotten | |
| Schott dicht = heißt in der Seemannsprache: Tür zu oder auch Mund halten | |
| schral = schwach, ungünstiger Wind | |
| schralen = drehen des Windes in die für den Kurs des Schiffes ungünstige Richtung, d.h. der Wind wird vorlicher | |
| Schratsegel = alle Segel, die in der Ruhestellung längsschiffs sitzen (Gaffelsegel, Stag- und Schonersegel) | |
| schricken = eine belegte Leine mit wenigen Törns teilweise von ihrem Beschlag lösen, dann eine Kleinigkeit fieren und wieder belegen | |
| Schubboot = mit starken Motor ausgerüstetes Wasserfahrzeug zum Fortbewegen von motorlosen schwimmfähigen Ladungsbehältern ( Schubprahme, Leichter, Bargen, Lastkähne ) | |
| Schütting = Schifffahrtshaus in Bremen | |
| Schulschiff = der seemännischen. Ausbildung des Nachwuchses der Handels- oder Bundesmarine dienendes [Segel]schiff. Ein berühmtes Schulschiff der deutschen Handelsmarine war die "Pamir"; die Bundesmarine verfügt über das Segel-Schulschiff. Gorch Fock | |
| Schute = offenes Boot ohne Takelwerk und ohne Eigenantrieb zum Befördern von Lasten; Schleppkahn | |
| Schwabber = 1. anderer Ausdruck von Dweil, ein Reinigungsgerät aus alten Tauwerk zum Deckwaschen; 2: scherzhaft auch die Epauletten der höheren Seeoffiziere (früher) so genannt | |
| Schwalbennest = kleine, oben offene, rechteckige Fächer aus Holz, die man häufig auf Jollen antrifft. Es werden dort Ersatzwantenbändsel, Segelgarn oder Ersatzschäkel in greifbarer Nähe aufbewahrt. Sie sitzen meist direkt unter dem Ansatz des Bootsdecks. | |
| Schwalk = 1. Bezeichnung für Wolke, auch Rauchwolke; 2. dasselbe wie Bö | |
| schwanken = sich hin und her bewegen durch den Wind; das Boot schwankte, als er einstieg | |
| Schwarze Gang = Slangwort für die Leute vom Zoll, die an Bord kommen und das ganze Schiff durchsuchen. | |
| Schwarzer Frost = schnelle, nicht aufzuhaltende Vereisung eines Schiffes durch überkommende Seen bei großer Kälte. | |
| Schweißwasser = Kondenswasser in den Laderäumen. | |
| Schwell, Swell = Dünung, Wellen, die auslaufenden Bug- und Heckwellen der Schiffe vor und in Häfen | |
| Schwergutbaum = bordeigenes Ladegeschirr mit einer Tragfähigkeit bis zu 500 Tonnen. | |
| Schwert = in einem Schwertkasten absenkbare Platte zur Verminderung der Abdrift eines Schwertbootes. Man unterscheidet: Mittelschwerter, Kimmschwerter und Kielschwerter. Seitenschwerter finden heute nur noch auf einer Tjalk Verwendung. | |
| Schwesterschiff = ein Schiff gleicher Größe, gleicher Bauart, gleichen Typs wie ein anderes. | |
| Schwimmdock = ein hohlwandiger Schwimmkörper; Boden- und Seitentanks werden geflutet, das Schiff schwimmt ein, das Dock. wird leergepumpt und hebt sich unter das Schiff | |
| Schwimmweste = meist aufblasbares, westenartiges Rettungsgerät, das Personen in Seenot über Wasser hält | |
| Schwinge = Nebenfluss der Elbe mit dem Hafen Stade | |
| schwojen, schwoien = sich durch Wind oder Strömung vor Anker drehen (eines vor Anker liegenden Schiffes) | |
| SCOR = Scientific Commission on Oceanic Research, eine 1957 gegründete Organisation, welche die gesamte Meereskunde umfassen soll. | |
| Scotsmann ( Skotschmann) = Latte am stehenden Gut, die die Segel gegen Schamfilen schützen soll. | |
| SEA = Schiffseichamt | |
| See = 1. leicht (oder) mäßig bewegte, vollkommen glatte, ruhige See; grobe, hohe, schwere, unruhige See, in See stechen; zur See fahren; 2. Binnengewässer | |
| Seeamt, SeeA = Behörde zur Untersuchung von Seeunfällen der Handelsmarine | |
| Seebäderschiffe = vermitteln den Verkehr zwischen dem Festland und den Inselbädern; sie sind Fahrgastschiffe ohne Kabinen, aber mit umfangreichen Restaurationsräumen. | |
| Seebär = 1. scherzhaft für einen erfahrenden Seemann; 2. große Robbe mit dichtem, braunen Fell | |
| Seebeben = Erdbeben, dessen Ausgangspunkt unter dem Meeresboden liegt; oft Ursache verheerender Flutwellen, die als Tsunamis bezeichnet werden. | |
| Seebebenstärken = durch 6 Stufen der Sieberg-Skala angegeben : 1. leichtes, kaum spürbares Zittern des Schiffes; 2. leichte Erschütterung des Schiffes; 3. ruckartige Erschütterung des Schiffes; 4. Schiff beginnt zu schwanken; 5. "Ächzen" des Schiffes, größere Gegenstände an Bord fallen um; 6. Schiffskörper erleidet Beschädigungen, die zum Untergang führen können. | |
| Seeberufsgenossenschaft = 1887 gegründet; für die Seeschiffahrt- und Seefischereiunternehmen, a) ihr obliegt die Unfallversicherung (Seekasse) und Invalidenversicherung (Seekrankenkasse) der Seeleute; b) Sie überwacht die Besatzungsräume und erteilt als Schiffssicherheitsbehörde den Fahrterlaubnisschein ( Sicherheitszeugnis) und das Freibordzeugnis ( betrifft die Tiefladelinie) | |
| seedoll = Ausdruck für seekrank | |
| Seedrachen, Seekatzen = ein Fisch von ein bis anderthalb Meter Länge und auffallender Schönheit in goldgelber, brauner oder weißer Farbe. Der Körper ist langgestreckt und endet in einem fadenförmigen Schwanz. Sie leben meist in größerer Meerestiefe | |
| Seefahrer = jemand der zur See fährt; oder der Entdeckungsreisen übers Meer macht | |
| Seefahrtsbuch = Musterbuch, amtlicher Ausweis für jeden Seemann, ausgestellt vom Seemannsamt. Nach Anmusterung wird das Musterbuch vom Kapitän aufbewahrt, nach Abmusterung vom Seemannsamt Fahrzeit und Dienstgrad bescheinigt | |
| seefest = 1. seefestes Schiff; 2. nicht seekrank werdend, nicht seekrank werden | |
| Seegang = die durch Wind hervorgerufene Wellenbewegung der Meeresoberfläche; seine Stärke wird nach 10-teiliger Skala angegeben; siehe Petersen-Skala | |
| Seehase = ein Barsch aus der Familie der Scheibenbäuche. Länge von ca. 60 cm und 3 - 7 kg Gewicht. | |
| Seehund = Flossenfüßler, der häufigste Bewohner unserer heimatlichen Küsten. Die Länge schwankt zwischen 1,5 bis 2 Meter | |
| Seejungfer = Seetier von drei bis vier Meter Länge. Lebensgebiet ist der Indische Ozean und seine Nebenmeere | |
| Seejungfrau = junger weiblicher Wassergeist (Nixe) mit Fischschwanz | |
| Seekadett = 1. Offiziersanwärter im Range eines Obermaaten (Bundesmarine); 2. Salzhering | |
| Seekarte = kartographische Erfassung von Meeren mit Küstenstreifen, in die für die Seeschifffahrt wichtige Gegebenheiten ( Tiefen, Bodenbeschaffenheit, Strömungen, Gezeitenhub, Schifffahrtshindernisse und Seezeichen eingetragen sind | |
| Seekiste = (früher) Koffer des Seemannes für seine Ausrüstung, Kleidung und Papiere | |
| seeklar = ein Schiff klar, fertig zum Auslaufen | |
| Seekrankheit = auf Schiffsreisen bei Seegang auftretende Krankheitserscheinung mit Schwindel, Übelkeit und Erbrechen | |
| Seekuh = Robbenart von acht bis zehn Meter Länge und bis zu 20 Tonnen Gewicht. Die Heimat ist der Norden des Pazifik | |
| Seeland = 1. die größte dänische Insel mit der Hauptstadt Kopenhagen; 2. Provinz und Küstengebiet der Niederlande am Rheindelta | |
| Seele = heißt das Innere von Drähten und Stahltrossen, besteht aus gefettetem Fasertauwerk, das den Draht von innen gegen Rost schützt. | |
| Seeleichter = jedes Schiff, das keine eigene Antriebsvorrichtung hat | |
| Seelenverkäufer = 1. (seem.) nicht mehr voll seetüchtiges Schiff, das abwrackreif ist; 2. illegaler Heuerbaas | |
| Seelotse = ein Lotse, der im Seegebiet vor einer Flussmündung, einer Hafeneinfahrt, einer Küste Dienst macht. Gegensatz: Flusslotse, Kanallotse, Hafenlotse. | |
| Seemann = jemand, der berufsmäßig auf einem Schiff arbeitet, fährt; Fahrensmann | |
| seemännische Nr.1 = Schmadding ( Smadding ), Bootsmann | |
| Seemannsamt = staatliche Behörde, die für die An- und Abmusterung von Seeleuten zuständig ist | |
| Seemannsgarn = abenteuerliche, phantasievolle, von einem Seemann erzählte Geschichte; auch Seemannslatein | |
| Seemannsgesetz, SeemG = regelt die Arbeits- und Rechtsverhältnisse des Seemanns | |
| Seemannsordnung, SeemO = Regelung der Rechte und Pflichten der Besatzungsmitglieder eines Schiffes. | |
| Seemannssonntag = Bezeichnung für den Donnerstag, an dem es traditionsgemäß ein besseres, dem Sonntag ähnliches Essen gibt | |
| Seemeile = (internationale Seemeile, engl.: international nautical mile), Einheitenzeichen INM, in der Seefahrt und Luftfahrt international verwendete Längeneinheit: 1 INM = 1,852 km | |
| Seenot = Zustand höchster Gefahr auf dem Meer; in Seenot geraten; Gefahr des Untergangs von Schiffen | |
| Seenotdienste = befinden sich an allen Küsten, um Schiffsbrüchigen zu helfen; in Deutschland geschieht es durch die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger | |
| Seenotfunkboje = Beim Untergang eines Schiffes selbsttätig aufschwimmende Boje, die automatisch Funksignale aussendet, die der Ortung und Auffindung der Unfallposition dienen, auch EPIRB genannt. | |
| Seenotrettungskreuzer = spezielles Schiff für die Rettung von Schiffsbrüchiger (Menschen, die in Seenot geraten sind). In Deutschland ist die Seenotrettung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) übertragen worden mit ihren Seenotrettungskreuzern und Strandrettungsbooten | |
| Seeoffizier = die Offiziere der Bundesmarine, im engeren Sinne jedoch nur die Offiziere des seemännischen und nautischen Dienstes. | |
| Seepoken = zu den Rankenfüßlern gehörende Meereskrebse, die sich als Bewuchs am Bootsrümpfe festsetzen, wenn das Unterwasserschiff nicht durch Antifouling geschützt ist. | |
| Seerauch = ein meistens schwadenförmig auftretender, nicht sehr hoch reichender Nebel | |
| Seeräuber = jemand der der fremde Schiffe kapert oder ausraubt; Pirat | |
| Seerecht = Gesamtheit aller Vorschriften , die die Seefahrt betreffen | |
| Seesack = ein verschließbarer Segeltuchsack, mit dem der Seemanns seine Kleidung und Ausrüstung transportiert | |
| Seeschlag = durch Seegang, insbesondere durch an Deck stürzende Brecher hervorgerufene Kräfte, die Zerstörungen am Schiff und an der Decksladung hervorrufen können | |
| Seeschlagblende = ist eine Eisenklappe, mit der bei schlechtem Wetter das Bullauge von innen verschlossen wird | |
| Seestreitkräfte = Gesamtheit der zur Marine gehörige Streitkräfte (Schiffe, Flugzeuge) | |
| Seetörn = der auf offener See verbrachte Teil der Reise | |
| seetüchtig = ein Schiff ist seetüchtig ( für die Fahrt auf dem Meer geeignet), Verantwortlich für die Seetüchtigkeit eines Schiffes ist der Kapitän | |
| Seeventil = ein an der Außenhaut, dem Boden oder dem Seekasten sitzendes dicht schraubbares Ventil, das den Rohrabschluss von außenbords nach binnenbords (oder umgekehrt) absperren kann. Beispiel: Kühlwasserleitung.. | |
| seewärts = zur See hin | |
| Seeweg = Weg übers Meer, ein Land auf dem Seeweg erreichen | |
| Seewind = vom Meer her wehender Wind | |
| Seewolf = Stachelflosser der Familie der Schleimfische. Der Seewolf erreicht eine Länge von zwei Metern. Bemerkenswert ist das furchtbare Gebiß aus mehreren Reihen Zähne und das tückische wölfische Aussehen. Lebensgebiete sind die nördlichen Gewässer | |
| Seezeichen = im Wasser oder an Land befindliche, feste (Leuchtfeuer, Richtfeuer, Baken, Stangen und Pricken) oder schwimmende (Feuerschiffe sowie Spitz-, Stumpf-, Baken-, Leucht-, Spiren-, Fass- oder Kugeltonnen) Hilfsmittel zur Navigation, deren Form, Farbe, eventuell Toppzeichen und Kennung genau festgelegt sind. Laterale (seitenbezogene) Seezeichen bezeichnen das Fahrwasser, kardinale (ortsbezogene) Seezeichen die Untiefen, Schifffahrtshindernisse und Sperrgebiete | |
| Seezeremoniell = Gesamtheit der allgemein anerkannten Normen und internationalen Gewohnheiten, die die Verhaltensweisen zwischen Schiffen verschiedener Länder, das Erweisen von Saluten, die Ehrenbezeigungen ( u.a. Flaggendippen), die Organisation von Visiten und Empfängen sowie andere Maßnahmen bei Begegnungen von Schiffen auf See und beim Besuch ausländischer Häfen regeln. | |
| Seezunge = (Weichflosser, Anacanthini) schmackhafter , höchstens 60 cm langer Flachfisch. Lebensgebiet ist der Atlantik vom Mittelmeer bis zum Eismeer | |
| Segel = (bei Segelschiffen) drei oder viereckiges Tuch, das am Mast aufgespannt wird, so dass sich der Wind darin fängt und das Schiff vorwärts treibt; die Segel hissen, reffen, streichen | |
| Segelboote = durch Windkraft fortbewegte Boote, aus Holz, Leichtmetall, Stahl oder Glasfaserkunststoff (GFK) gebaut. Nach ihrer Takelage unterscheidet man einmastige Catboote, Slups oder Kutter, anderthalbmastige Ketschs und Yawls sowie zwei- und mehrmastige Schoner; Sport-Segelboote werden nach nat., internat. und olymp. Klassen in Bauart, Takelung und Größe unterschieden. Zur Erreichung von Höchstgeschwindigkeiten benutzt man heute Zweirumpf-S. (Katamaran) und Dreirumpf-S. (Trimaran) | |
| Segelhaken = Haken zum Festhalten des Segeltuchs beim Segelnähen. | |
| Segelkoje = ein abgeteilter Raum im Schiff (meist Vorschiff ), der zur Aufbewahrung der Segel / Reservesegel dient | |
| Segellatten = zur Aussteifung von Segeln in die insbesondere an der Achterkante des Segels vorhandenen Taschen eingesteckte Latten, die das vorzeitige Flattern des Segels vermeiden soll | |
| segeln = mit dem Segelboot fahren; ein Boot segeln, steuern, lenken | |
| Segelriss = zeichnerische Darstellung aller Segel eines Segelschiffs oder -boots mit ihren Segelschwerpunkten und dem dazugehörigen stehenden Gut und laufenden Gut. | |
| Segelschiff = (Segler), großes, durch Windkraft getriebenes Wasserfahrzeug; nach den Vorschriften des Germanischen Lloyd jedes Schiff, dessen Segelfläche größer als das 1,5fache von Länge mal Breite ist. Man unterscheidet reine Segelschiffe ohne Hilfsantrieb und Motor- oder Auxiliarsegler. Weitere Unterscheidungsmerkmale sind die Zahl der Masten (Ein- bis Siebenmaster) und die Art der Segel (Rah- oder Gaffelsegel). Vollschiffe sind immer dreimastige Segelschiffe, bei mehr Masten muss die Anzahl der Masten mitgenannt werden, die "voll getakelt", d.h. rahgetakelt sind; Barken sind Dreimaster, deren hinterster Mast Gaffeltakelung hat. Schoner sind schrat- bzw. gaffelgetakelt | |
| Segelschiften = Segel wechseln, z.B. Passat-Segel gegen Sturmsegel austauschen | |
| Segeltörn = darunter wird eine Tourenfahrt von mehreren Tagen oder Wochen verstanden, bei der die Mannschaft ein Schiff von Hafen zu Hafen tagsüber segelt, aber auch Nächte hindurch das Schiff unter Segel steuert. In jeden Fall lebt die Mannschaft an Bord und übernachtet auf dem Schiff | |
| Segeltuch = kräftiges, leinwandbindiges Gewebe ( aus Baumwolle, Flachs oder Hanf) | |
| Segelzeichen = Kennzeichen, die gemäß Wettsegelbestimmungen der IYRU im Großsegel geführt werden müssen. Sie besteht aus: Nationalitätenkennzeichen, Klassenzeichen und Segelnummer. | |
| Segler = 1. yachtsman, jemand der den Segelsport betreibt. 2. Segelboot, Segelschiff | |
| seicht = Flach, auf ein Gewässer mit geringer Wassertiefe bezogen | |
| Seiner = Fischereifahrzeug, das besonders für den Fang von Schwarmfischen verwendet wird | |
| Seil = dickerer Strick aus Fasern oder Draht | |
| Seising, Zeising = Segeltuchstreifen, Tauende, kurzes Tau mit denen die geborgenen Segel zusammengebunden werden | |
| Seite pfeifen = eine früher übliche Ehrenbezeichnung in der Marine, das Pfeifen geschieht mit der Bootsmanns- maatenpfeife, wenn Offiziere an oder von Bord gehen | |
| Seitenfänger = Fischereifahrzeug, das das Netz mit dem Fang seitlich an Bord hievt. z.B. Kutter und Logger | |
| Seitenhöhe = eines Schiffes, ein lineares Größenmaß besonders bei Handelsschiffen, da bei diesen der Tiefgang ( und damit der Freibord) verschieden ist und der Höchsttiefgang erst bei Fertigstellung des Schiffes von der Klassifikationsgesellschaft festgelegt wird. Die Seitenhöhe ist die Summe von Tiefgang im Hauptspant plus Freibord im Hauptspant. Genauer: wird gemessen auf halber Schiffslänge von der Waagerechten durch Unterkante Spantwinkel ( bei Stahlschiffen) bzw. durch Außenkante Kielsponung (bei Holzschiffen) bis Oberkante Deckbalken des obersten durchlaufenden Decks an der Bordwand. | |
| Seitentank = Ballast- oder Brennstofftank in den Seiten des Schiffes | |
| Seitenwind = Wind aus seitlicher Richtung | |
| Selbststeuer = er führt selbstständig den eingestellten Kurs aus. Bei Kursabweichungen schaltet das Kontrollgerät automatisch die Rudermaschine ein | |
| Seligmachersmaat = Bordgeistlicher | |
| Semaphor = soviel wie Zeichenträger, ein optischer Küstentelegraph, der mit Armen an einem Signalmast arbeitet. Benutzt vielfach als Windsemaphor ( Cuxhaven, Pillau), der die augenblickliche Windrichtung und Stärke an zwei anderen, rechts und links benachbarten Küstenplätzen so anzeigt, dass das Zeichen von See aus gut zu erkennen ist ( Cuxhaven zeigt Borkum z.B. NW 8 und Helgoland z.B. SW 6 an. | |
| Senkblei, Lot = ( seem.) Gerät zum Messen der Wassertiefe vom Schiff aus; Sonde | |
| Setzbord = erhöhtes Bord auf Booten | |
| Setzschiffer = 1. Vertreter eines Kapitäns; 2. Ein Kapitän der legendlich Angestellter einer Reederei oder des Schiffseigners ist und keinen Anteil am Schiff hat. | |
| Sextant = astronomisches und nautisches Winkelmessinstrument zum Freihandmessen von Winkeln (Gestirnshöhen) für die Bestimmung von Ort und Zeit (besonders auf See) | |
| SFO = Seefrachtordnung | |
| Shanty = Arbeitslied der Matrosen; Seemannslied | |
| Sharpie = leichtes Segelboot; siehe Scharpie | |
| S.H.P. = Shaft Horse Power, die Wellen-Pferdestärke der Schiffsmaschine | |
| sichten = (seem.) ein Schiff am Horizont sichten, Land sichten | |
| Sicherheitsrolle = in dieser Rolle, die es für jedes Schiff gibt, sind die erforderlichen Übungen, die regelmäßig für Seenot- und Havariefälle erfolgen müssen, festgelegt; auch Rollenplan | |
| Sicherheitsspleiß = Augenspleiß, der sich auch bei hoher Belastung nicht aufdrehen kann. | |
| Sieben Meere, die = die sieben Ozeane: Nord- und Südatlantik, Nord- und Süd-Pazifik, Indischer, Arktischer und Antarktischer Ozean | |
| Siel (seem.) kleine Deichschleuse; ein Entwässerungsgraben im Tidengebiet mit einer selbsttätig arbeiten Schleuse, Deichtor, das sich bei steigenden Außenwasser schließt und bei Niedrigwasser öffnet. | |
| Signalball = zeigt an, dass ein Schiff vor Anker liegt; auch als schwarzer Ball bekannt | |
| Signalflagge = Flagge zum Zeichengeben nach einem im Signalbuch festgelegten Kode; auch Signalwimpel | |
| Signallampe = mit der Signallampe werden Nachrichten durch optische Lichtzeichen (Lichtblitze in kurzer oder langer Form) von einem Schiff zu einem anderen Schiff oder Land zu Schiff und umgekehrt von einem Signäler übermittelt. Die Kode ist das Morsealphabet und wird bei Bundesmarine noch genutzt; Morsesignallampe | |
| Signalgast, Signäler = Matrose, der die Signalflaggen und Signallampe bedient | |
| Signalstag = Stag, an dem Blöcke mit Flaggenleinen zum Setzen von Signalflaggen und Signalkörpern befestigt sind. | |
| sinken = in die Tiefe sinken, untergehen, in den Wellen / Fluten versinken, absaufen, kentern, durch Havarie sinken | |
| Sintflut = Flutkatastrophe, die alles Leben vernichtet, große Überschwemmung ganzer Erdteile | |
| Skagerrak = Verbindung zwischen Nordsee und Kattegatt, Seegebiet zwischen Südnorwegen, Westschweden und der Cimbrischen Halbinsel | |
| Skapho = einmastiger griechischer Küstensegler mit Sprietsegel | |
| SKF = Seekriegsflotte (Deutsches Reich) | |
| Skiff = kleines Boot, im Rudersport für Renn-Einer, ein schmales langes Ruderboot | |
| Skipper = Schiffskapitän, Führer einer Segeljacht, Schiffer | |
| SKL = Seekriegsleitung (Deutsches Reich) | |
| Skullboot = Sportruderboot mit zwei Rudern für ein Ruderer | |
| skullen = im Skullboot rudern | |
| Skuller = Ruderer im Skullboot | |
| Skysegel = leichtes Rah-Segel, das über dem Royal gesetzt wird | |
| Skylight = (seem.) Oberlicht, Luke (auf Schiffen) | |
| Slamming = Aufschlagen des Schiffsboden auf die Wasseroberfläche bei Seegang | |
| Slip = schiefe Ebene ( auf Schiffswerften), um Boote an Land zu ziehen oder zu Wasser lassen | |
| slippen, schlippen = 1. ein Schiff auf einem Slip ins Wasser lassen oder an Land ziehen; 2. ein Tau, eine Ankerkette slippen, lösen | |
| Slipstek = ein Knoten, der durch Aufziehen einer schleifenartigen Verbindung schnell gelöst werden kann. | |
| Slup, Slups = Küstenschiff, ein einmastiges Segelboot | |
| Sluptakelung = Takelung eines einmastigen Segelboots mit einem Großsegel, Hochsegel oder Gaffelsegel und nur 1 Vorsegel ( Fock) | |
| sm, Seemeile = Einheit für die nautische Länge ( entspricht der Länge einer Bogenminute auf der Erde, 1 sm = 1852 m) | |
| S.M.S. = Abk. für Seine Majestät Schiff; wurde in der Kaiserlichen Marine vor dem Eigennamen von Kriegsschiffen geführt, z.B. S.M.S. "Nassau" oder aber S.M. Linienschiff "Nassau" | |
| Smadding = seemännische Bezeichnung für den Bootsmann ( auf Grund seiner langen Fahrtzeit); auch Schmadding | |
| Smietlien = Wurfleine | |
| Smöker, Smökewer, Smöksack = Spottname der Segelschiffsleute für einen Dampfer | |
| Smutje = Schiffskoch; auch Smutt | |
| Snipe = internationale Einheitsklasse, 10m² Segelfläche, Jolle in Scharie-Bauweise, Länge über alles 4,63m, Breite 1,53m , ohne Spinnaker, Besatzung 2 Mann, Kennzeichen im Segel: eine stilisierte Schnepfe | |
| Sog = saugende Luft oder Wasserströmung | |
| SOLAS = Safety of Life at Sea; das Internationale Übereinkommen zum Schutz des menschlichen Lebens auf See; Schiffssicherheitsvertrag | |
| Soling = modernes, einmastiges Rennsegelboot aus Kunststoff, Kieljacht für 3 Mann Besatzung, seit 1972 Olympiaklasse, Länge über alles 8,15m, Breite 1,9m, Segelfläche 21,7 m², Kennzeichen im Segel: Buchstabe Omega | |
| Sonar = Abk. für engl. sound navigation and ranging, in der Schifffahrt ein mit Schall oder Ultraschall arbeitendes Navigations- und Entfernungsmessgerät; a) dient zum Orten z.B. von U-Booten, Untiefen, Eisbergen; b) und zur Bestimmung der Geschwindigkeit über Grund | |
| Sonde = siehe Senkblei | |
| Sonnendeck = oberstes Deck auf Passagierschiffen | |
| Sonnensegel = ein über Deck ausgespanntes geliektes Segeltuch zum Schutze von Personen | |
| Sorgleine = Sicherungsleine; beim Ankern das Haltetau der Ankerboje, beim Ruder kleiner Fahrzeuge eine Kette zum Ruderblatt, die das Querschlagen des Ruders verhindern soll | |
| SOS = internationales Seenotzeichen; die nach dem Morsecode gesendete oder in Form von Lichtblitzen übermittelte Buchstabenfolge SOS ( ... --- ... ) Abk.: save our souls = rettet unsere Seelen oder save our ship = rettet unser Schiff; 1. Hilferuf von Schiffen in Seenot; 2, Kennzeichnung von Notrufeinrichtungen | |
| Sott = Bezeichnung für den Schornsteinruß | |
| Sprechfunk = Die Funktelefonie zwischen den Booten und Schiffen untereinander bzw. von Seefahrzeugen mit Landstellen. Der Sprechfunk ist ein Teil des Seefunkdienstes und darf nur mit einem allgemeinen Sprechfunkzeugnis betrieben werden | |
| Spake = Ein Stab aus Holz oder Eisen, der als Hebebaum oder auch in kleiner Form als Hebelarm verwendet wird, z.B. für ein Spill | |
| Spant(en) = Außenhautversteifung (von Schiffen) aus Stahl oder Holz; meist querschiffs angeordnet (Quer-Spant) | |
| Speckschneider = auf Segelschiffen einer der Steuerleute, der den Proviant verwaltet | |
| Speed = Geschwindigkeit. " Vull speed" sagt der Seemann, wenn er das landläufige "Volldampf" meint. | |
| Speedometer = Geschwindigkeitsmesser für Yachten | |
| Speigatt = Öffnung in der Schiffswand, als Wasserablauf | |
| Speronara = maltesisches einmastiges Segelschiff | |
| Sperrgut = sperriges (zu beförderndes) Gut, Ladung, Fracht | |
| Spieker = (seem.) großer Schiffsnagel | |
| spiekern = mit Schiffsnägel befestigen | |
| Spiere = Rundholz zur oberen Verlängerung der Masten | |
| Spiegelheck = eine glatte Abschlussplatte von der Wasserlinie bis zum Deck | |
| Spill = Winde mit senkrechter Achse; Ankerspill, z.B.: einhieven der Ankerkette, Trosse oder eine Winde zum Verholen | |
| Spinnaker, Spi = großes dreieckiges ballonähnliches Beisegel, das bei leichter achterlicher Brise eingesetzt wird | |
| Spleiß, Spliß = durch Spleißen hergestellte Verbindung, Verbindung von zwei Seil- oder Tauenden | |
| spleißen = Tauenden miteinander verflechten | |
| Sprachrohr = einfache Flüstertüte oder mit Batterie und durch Transistoren verstärktes Megaphon für die Verständigung auf See | |
| Spriet = Rundholz zum Spannen des Segels | |
| Sprietsegel = durch ein Rundholz gespreiztes Schratsegel, heute nur noch bei kleinen Jollen (Optimist, Dinghies) üblich | |
| Spring = 1. zum ausgeworfenen Anker führende Trosse; 2. eine von achtern nach vorn bzw. von vorn nach achtern verlaufende Festmacherleine, damit das Boot oder Schiff auch ohne Einflüsse von Wind bewegungslos parallel zur Pier liegen bleibt | |
| Springbaum = waagerecht ausschwingbarer, bis zu 10m langer Baum ( Spiere) zum Anlandsetzen eines Besatzungsmitglieds, das die Leine festmacht. | |
| Springflut = Hochwasser mit großem Hub: Springflut, Springtide, Sturmflut; hohe Flut zur Zeit des Voll- und Neumondes | |
| Sprinkleranlage = Brauseartige Feuerlöscheinrichtung, die in Decken installiert wird und bei Überschreitung einer bestimmten Raumtemperatur automatisch eine Berieselung mit Wasser auslöst. | |
| SS = Steamship, Dampfer, als Typenbezeichnung vor dem Schiffsnamen | |
| STA = Sail Training Association, siehe STAG | |
| Stabilität = die Gewichtsverteilung im Schiff durch Konstruktion und Beladungszustand, die ihm auch bei schwerem Seegang und Sturm eine wiederaufrichtende Kraft verleiht. | |
| Staffel = bestimmte Fahrordnung beim Geschwaderfahren der Schiffe oder Boote. Die einzelnen Schiffe laufen dabei in schräger Linie hintereinander, d. h. gestaffelt. | |
| Stag = Seil, starker Draht zum Sichern und Stützen von Masten in der Längsrichtung des Schiffes | |
| STAG = Sail Training Association Germany = Gemeinnützige Vereinigung zur Förderung der Begeisterung der Jugend für die Seefahrt, der Teilname an Fahrten mit Seglern und der Förderung dieser Schiffe | |
| Stagsegel = an einem Stag gesetztes, dreieckiges Segel | |
| Staken = lange Stange; Stange zum Schieben von Flößen, Kähnen, Boote | |
| staken = sich durch Staken im Boot fortbewegen | |
| stampfen = (seem,) das Schiff stampft, sich um die Querachse auf und nieder bewegen | |
| Standarte = Flagge eines Staatsoberhauptes oder eines anderen Würdenträgers, die bei deren Anwesenheit an Bord eines Schiffes im Großtopp gesetzt wird. In Booten an einem im Bug aufgestellten Flaggenstock. | |
| Stand-by ( engl.) = Bereitschaftsschaltung; Betriebsbereitschaft eines Gerätes oder eine Anlage zum jederzeitigen sofortigen Einschalten. | |
| Standlinie = (Navigation) jede der zwei Linien, deren Kreuzungspunkt den Standort, Position ergibt | |
| Standort = Position eines Schiffes | |
| Starboot = Zweimann-Rennkielboot mit Gaffeltakelung; Segelzeichen: Roter Stern | |
| stauen = Ladung raumsparend und vor allem seefest lagern | |
| Stauer = Schauerleute, die das sachgemäße Stauen der Ladung nach einem Stauplan vornehmen | |
| Stauerviz = weist alle für den Schiff abgestellten Schauerleute (Stauer) zur Arbeit ein, zusammen mit dem Ladungsoffizier macht er den Stauplan. | |
| Stauwasser = fast stehendes Wasser bei Umkehr des Gezeitenstromes | |
| Stechkahn = Kahn , der mit einer Stange durch Abstoßen vom Boden fortbewegt wird | |
| Stechpaddel = Paddel mit nur einem Blatt | |
| Steeg = seemännischer Knoten; auch Stek | |
| Steert = 1. kurzes Tauende, das auch Stropp genannt wird; 2. Entnahmeteil für den Fang bei verschiedenen Fischfanggeräten besonders bei Schleppnetzen, dort der hinterste Teil. | |
| Steg = schmale, dünne Brücke; Anlegebrücke, Anlegestelle, Landungssteg, Landesteg, Bootssteg | |
| steif = (seem.) stark und heftig wehend, steife Brise (starker Wind) | |
| Stek = seemännische Bezeichnung für leicht lösbare Knoten | |
| Stell = Satz aller vorhandenen Flaggen an Bord, z.B. der Signalflaggen oder der Nationalflaggen | |
| Stelling = an Seilen hängendes Brettgerüst zum Arbeiten an der Bordwand eines Schiffes | |
| Stenge = eine Verlängerung des Mastes | |
| Steuerrad = Handrad im Steuerstand oder an einer Steuersäule mit dem das Ruder bedient wird | |
| steuerbord = ( seem.) rechts ( in Fahrtrichtung) | |
| Steuerbord = rechte Schiffsseite (vom Heck aus gesehen) (grünes Seitenlicht) | |
| Steuermann = Navigator, Nautiker, Schiffer, Rudergänger der für die Navigation verantwortlich ist; jemand der ein Boot steuert, Vertreter des Kapitäns, der Erste Offizier | |
| steuern = einen Kurs verfolgen, einhalten; das Schiff steuert in den Hafen | |
| Steven = Bauteil, das den Schiffskörper vorn (Vorder-Steven) und hinten (Achter-Steven) abschließt | |
| Steward = Betreuer, Kellner, Bedienungspersonal der Passagiere an Bord von Schiffen; (weibl.: Stewardeß) | |
| Stintjäger = scherzhaft für Seefischer | |
| Stockanker = Anker mit senkrecht zu den Flunken ( Plugen) durch den oberen Teil des Ankerschafts gehendem Stock. Bei Zug an der Ankerkette bewirkt der Stock ein Kippen der Flunken, so daß sie in den Ankergrund eindringen können. | |
| Stopper = kann als Bremswirkung auf einer Trosse oder Kette aufgesetzt werden | |
| Stopperstek = Knoten, dient zum rutschfesten Befestigen, z.B. Vorleine an einer Schlepptrosse | |
| Store = An Bord ein Raum, in dem bestimmte Vorräte, Werkzeuge usw. aufbewahrt werden. | |
| Storekeeper = Lagerhalter; auf Handelsschiffen früher der dem Bootsmann des Deckdienstes entsprechende Unteroffizier im Maschinendienst | |
| Strand = Flachküste, Ufer; flacher Rand, Saum eines Meeres, ein Boot auf den Strand ziehen | |
| Strandamt = Behörde, die an der Küste für Rettung und Bergung bei einer Strandung und für die Sicherstellung von Strandgut zuständig ist. | |
| stranden = auf Grund geraten, an einer Insel stranden, das Schiff ist gestrandet | |
| Strandgut = an den Strand geschwemmte Gegenstände | |
| Strandhauptmann = der Leiter eines Strandamtes | |
| Strandrecht = Gesamtheit aller Vorschriften über Strandgut und gestrandete Schiffe | |
| Strandsee = Lagune; durch einen Landstreifen vom offenen Meer getrennter flacher Meeresteil | |
| Strandung = das Auflaufen auf Grund | |
| Strecktaue = auf Deck gespannte Taue bei schwerem Wetter, um die Besatzung Halt gegen überkommende See zu geben | |
| streichen = 1. Ruderart, mit der man dem Boot Fahrt nach achteraus verleihen bzw. die Fahrt aus dem Boot herausnehmen kann; 2. Mit dem Pinsel Farbe auftragen; 3. Segel, Rahen oder Stengen wegnehmen ( niederholen); 4. Flagge streichen, sich ergeben | |
| Strich = ein Winkel des Horizonts von 11,25 Grad. Der ganze Horizont ist in 32 Striche eingeteilt | |
| Stritschen = auf Kraft stehende Leine oder Talje ( nochmals ) steifholen. | |
| Strömung = Bewegung von Wasser in einer Richtung; gegen die Strömung rudern, schwimmen | |
| Stropp = kurzes Tau mit Ring oder Schlinge oder Stahltrosse zum Hieven von Lasten; auch Steert | |
| Stückgut = Frachtgut, Ladung; als Einzelstück abgefertigte Sendung z.B. Kisten, Ballen, Tonnen | |
| Sturm = heftiger Wind; der Sturm bläst, heult | |
| Sturmflut = ungewöhnliches, hohes Ansteigen des Wassers an Meeresküsten und Tidenflüssen, bedingt durch Zusammenwirken von Flut und landwärts gerichtetem (auflandigem) Sturm, zuweilen durch eine Springtide verstärkt | |
| Sturmsegel = kleines, bei Sturm als einziges gesetztes Segel ( meist Untermarssegel) | |
| Stützsegel = kleine Stagsegel, deren eigentliche Funktion darin besteht, die starken Bewegungen kleiner Schiffe bei Seegang mit Hilfe des Winddrucks zu dämpfen. Stützsegel sind insbesonders auf Fischereifahrzeugen vorhanden. | |
| Sturzsee = Brecher | |
| Suezkanal = Seekanal zwischen dem Roten Meer und dem Mittelmeer. Gesamtlänge von Port Said bis nach Port Tefic am Roten Meer 100 sm. Der erlaubte Tiefgang beträgt 11,30 m. Der Kanal hat keine Schleusen | |
| Süden = zum Südpol weisende Himmelsrichtung | |
| Südlicht = in südlichen Zonen auftretendes Polarlicht | |
| Südwester = 1. wasserdichter Seemannshut mit breiter, hinten bis in den Nacken verlängerter Krempe; 2. ein starker oder stürmischer und meist mit Regen verbundener Wind aus Südwest | |
| Süll = Einfassung der Luken, hohe Schwellen bei den Schotten ; hohe Türschwellen, Schwelle an den Niedergängen | |
| Superkargo = der Mann an Bord, der als Vertrauensperson des Verfrachters mitreist und die Ladung behüten soll | |
| Surf = die Brandung vor der Küste, das Brechen der Wellen auf der freien See oder durch plötzlichen Tiefenänderung (bzw. einer Sandbank) gestört wird. | |
| Szepter, Zepter = gabelförmig gearbeitetes Rundeisen, das zur Aufnahme der Riemen beim Rudern dient. |
|
Taifun = tropischer Wirbelsturm in Südostasien;
orkanartiger Wind
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| Takel = Tau zum befestigen oder Heben; Tauwerk | |
| Takelage = Takelwerk, für die Gesamtheit der Masten, Rahen, Bäume, Stengen, Segel und Tauwerk eines Schiffes | |
| Takelung = Art der Takelage eines Schiffes: Rah-Takelung (Anordnung der Segel quer zum Schiff), Gaffel- bzw. Schoner-Takelung (Segel in Längsrichtung); sie bestimmt den Typ des Segelschiffes wie Bark, Vollschiff, Gaffelschoner usw. | |
| takeln = die Takelage auf einem Schiff anbringen | |
| Takelpäcken = Arbeitsanzug; ein besonders kräftiges Arbeitspäckchen, ein Segeltuchanzug | |
| Takelriss = grafische Darstellung des laufenden und stehenden Guts der Takelung einschließlich des Ladegeschirrs. In den 3 Parallelprojektionen ( Längs-, Wasserlinien-, Spantenriss ) des Schiffs sind deren Gesamtordnung sowie deren Einzelteile mit Dimensionen bzw. Kennziffern dargestellt. | |
| Takling = Sicherung des Endes einer Leine gegen Aufdrehen aus dünnem Tauwerk, wie Takelgarn, Segelgarn, Kabelgarn. Am gebräuchlichsten sind der einfache Takling, der genähte Taling und der Kreuz-Takling. | |
| tallieren = die Warenmenge beim Löschen oder Laden prüfen und zählen | |
| Talje = Flaschenzug, eine Kombination von Tauwerk und Blöcken | |
| taljen = mittels einer Talje aufziehen, hochziehen | |
| Taljereep = über die Talje laufendes starkes Tau | |
| Taljereepsknoten = ein einfacher Knoten, der den Tampen eines Reeps oder eine Leine verdickt, damit er nicht durch ein Auge ausrutschen kann | |
| Tampen = ist ein Stück Tau bzw. ein Tauende | |
| Tampenkreuzer = großes Segelschiff; z.B. die Gorch Fock | |
| Tang = große Meeresalge; Braunalge | |
| Tanker = Schiff, das Flüssigkeit, Treibstoff in Tanks befördert | |
| Tartane = einmastiges Fischerboot (Mittelmeer) | |
| tatauieren, tätowieren = Farbe unter der Haut einätzen; z.B. ein Anker auf dem Arm tätowieren | |
| Tau = 1. starkes Seil; 2. Niederschlag am frühen Morgen | |
| Tauchboot = Unterseeboot, das nur kurze Zeit unter Wasser eingesetzt werden kann | |
| Taucherglocke = unter offener Hohlraum, in den kein Wasser eindringen kann, weil in ihm ein dem Wasserdruck entsprechender Luftdruck aufrechterhalten wird ( für Unterwasserarbeiten) | |
| Taufe = Schiffstaufe, feierliche Namensgebung für ein Schiff vor dem Stapellauf | |
| Tausendbein = die kurzen aus Kabelgarn geknüpften langen Mattenstreifen zum Umwickeln der unteren Stage als Schamfielschutz gegen die schlagenden Untersegel | |
| Taustopper = dünnes Ende Fasertauwerk zum Abstoppen einer dickeren, unter Kraft stehenden Faserleine | |
| Taut (engl.) = sehr straff gespannt, z.B. die Wanten eines Segelschiffs. | |
| Tauwerk = Gesamtheit der Taue eines Schiffes; alle Arten von Taue. Einteilung nach dem verwendeten Material: Naturfaser ( Baumwolle, Hanf, Manilafaser), Chemiefaser ( Zellulose, Polyamid), Drahttauwerk | |
| tdw = tons deadweight = Tragfähigkeit in Tonnen ( 1 Tonne = 1000 kg), betrifft die Nutzladung, Treib- und Schmierstoffe, Speise- und Frischwasser, Verbrauchsmaterial, Besatzung und Fahrgäste mit Gepäck (Vermessung in der Schifffahrt) | |
| Teeklipper = die meist oder sehr oft übertakelten Schnellsegler der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts mit ihren Reisen nach Australien und China. Oft mit Tee als Rückladung nach Europa oder den USA. | |
| Teich = (seem.) über den großen Teich ( Atlantik ) fahren, nach Übersee fahren | |
| Tempest = Sportsegelboot für zwei Mann, das mit Trapez gesegelt wird und einen Spinnaker tragen kann | |
| Tender = Versorger; Mutter- und Versorgungsschiff, Begleitschiff in der Marine; Zubringer- bzw. Anlandungsschiff in der Passagier- und Kreuzschiffahrt | |
| Tenderboot = Motorboot, das als Hilfsfahrzeug von Schiffen zu Wasser gelassen werden kann | |
| Terrestische Navigation = Navigation nach Fixpunkten in Küstennähe | |
| Tetrete = griechisches Ruderschiff mit vier Reihen von Ruderern | |
| TEU = Einheitsstandard für Containerschiffe ( Twenty Foot Equivalent Unit); 20 Fuß-Container | |
| Teufelsdreck = ätzende Flüssigkeit zum Entfernen von Farb- oder Lackresten auf Holz | |
| Teufelsklaue = 1. zweiteiliger Haken, der am Ring und Hals mit den glatten Seiten der beiden Teile aufeinanderliegt. Sie werden zur Verbindung zwischen Segel und Fall bzw. Stag verwendet; 2. Eisenhaken zum Hieven von Baumstämmen | |
| Thetis = griechische myth. Göttin des Meeres, Tochter des Nereus und Mutter des Achilles | |
| Thrym = nord. myth. Riese des Herbststurmes | |
| Tide = für die regelmäßig wechselnde Bewegung der See; Flut; steigen und fallen des Wasserstandes; Gezeiten | |
| Tidenhub = Höhenunterschied des Wasserstandes im Wechsel der Gezeiten | |
| Tidenkalender = Kalender, der den Eintritt von Hoch- und Niedrigwasser für einen oder mehrere Orte für jeden Tag des Jahres angibt. In Hamburg liegen beispielsweise die Hochwasser um 12 ½ bis 13 Stunden auseinander. Der Tidenkalender gibt die genaue Zeit an. | |
| Tief = (seem.) 1. Fahrwasser zwischen Untiefen; 2. Schlechtwetter | |
| Tiefgang = gibt die Eintauchtiefe des Schiffes vom tiefsten Punkt bis zur aktuellen Wasserlinie an. Die Eintauchtiefe kann man am Bug oder Heck ( in Metern) ablesen | |
| Tiefsee = das Meer in großen Tiefen ( etwa ab 300m Tiefe) | |
| Titanic = engl. Schnelldampfer der Cunard-Linie. Bei der Rekordfahrt über den Atlantik rammte das Schiff am 15. April 1912 einen Eisberg und sank. 1513 Menschen ertranken. | |
| Tjalk = flaches, breites Küstensegelfrachtfahrzeug mit einem Mast und Seitenschwertern, meistens Anderthalbmaster | |
| tkm = Abk. für Tonnenkilometer | |
| ton = englisches Gewichtsmaß mit 1016 Kilogramm, Mehrzahl tons, nicht mit der in der deutschen Schifffahrt gebräuchliche Tonne von 1000 Kilogramm zu verwechseln | |
| tons deadweight, tdw = Gewichtseinheit für die Tragfähigkeit ( Gesamtzuladung) von Handelsschiffen; siehe auch: tdw | |
| Tonnage = Bez. für den Rauminhalt, die Tragfähigkeit bzw. Wasserverdrängung eines Schiffes; in Registertonnen gemessener Rauminhalt von Schiffen | |
| Tonne
= 1. allgemein: zylindrischer Behälter; 2. Maßwesen: Einheitenzeichen t,
gesetzl. Einheit der Masse: 1t = 1000 kg 3. Schiffahrt: schwimmendes Seezeichen, das durch Verankerung die Position hält | |
| Tonnenkilometer = Abk. tkm, Berechnungseinheit der Transportleistungen und -kosten auf dem Land-, Wasser- oder Luftwege (Tonnen mal Kilometer) | |
| Tonnenleger = ein Spezialschiff, für die Wartung der Tonnen, der Wasser und Schifffahrtsämter | |
| Topp = oberes Ende des Mastes oder Stenge | |
| Topp und Takel = die Spieren ohne jedes Segel, treiben des Schiffes ohne Segel bei Sturm | |
| toppen = die Rahen, Stegen mit einer Leine höher ziehen; zur Mastspitze ziehen | |
| Toppflagge = Flagge, die ein Schiff im Top des Mastes führt | |
| Topplaterne, Topplicht = an der Mastspitze befestigte Positionslaterne | |
| Toppnant = ein von einem Punkt oberhalb des geheißten Segels ausgehender starker Draht zur Nock der Rah, der diese in gefierten Zustand in der Horizonten - parallel zum Deck - hält | |
| Toppsegel = oberes Segel am Mast eines Segelschiffes | |
| Toppsegelschoner = Schoner mit Vormarssegel, häufig auch Vorbramsegel und Royal | |
| Toppsgast = Matrose, der das Toppsegel bedient | |
| Topptakelung = Takelage bei der das Vorsegel bis an den Masttopp geht, während bei der Dreiviertel- oder Siebenachtel-Takelung der Masttopp frei bleibt. | |
| Torfeuer = Leuchtfeuer, das aus jeweils 2 sich gegenüberstehenden Leuchtfeuern besteht, zwischen denen das Fahrwasser hindurchführt | |
| Törn = 1. Fahrt mit einem Segelboot; Segeltörn. 2. Zeitspanne, Turnus für eine bestimmte, abwechselnd ausgeführte Arbeit an Bord. 3. (nicht beabsichtigte) Schlinge in einer Leine | |
| törnen = schlingen | |
| Tornado = Wirbelsturm mit dem Zentrum von 300 bis 500 Metern und einer Lebensdauer von wenigen Minuten, der jedoch schwere Verwüstungen hinterläßt, hauptsächlich an der Südküste der USA | |
| Torpedo = Unterwassergeschoss mit Eigenantrieb; werden auch als Aale bezeichnet | |
| Torpedoboot = kleines, wendiges Kriegsschiff mir Abschussrohren für Torpedos | |
| Totenschiff = ein Schiff, das nach der Sage von toten Seeleuten bemannt und gesteuert wird; auch ein Schiff, das nicht mehr seetüchtig ist, aber doch noch von einem gewissenlosen Reeder in Fahrt gehalten wird. | |
| totes Wasser = Ausdruck für die schwächste Flut, die Nipptide | |
| Totwasser = Wasser, in dem ein Schiff seine Steuerfähigkeit und Fahrt verliert; die Erscheinung tritt zuweilen in Fjorden und polaren Gewässern auf. | |
| Track = 1. Fahrstraße, Route; üblicher Seeweg eines Schiffes zwischen zwei Häfen. 2. Sammelname für Zugelemente wie Seil, Kette u. a. | |
| Trabakkel = zweimastiges Küstensegelschiff im Mittelmeerraum mit Luggernsegeln | |
| Tragfähigkeit = Zulässige Zuladung eines Schiffes in metrischen Tonnen. Umfasst die Nutzladung, Treib- und Schmierstoffe, Besatzung und Fahrgäste sowie sämtliche erforderlichen Vorräte an Frischwasser, Proviant und Verbrauchsmaterialien. | |
| Tragflächenboot, Tragflügelboot = Motorboot mit Tragflächen (Tragflügel), die ab einer bestimmten Geschwindigkeit den Bootskörper aus dem Wasser heben | |
| Trailer = Autoanhänger zum Transport leichter Sportboote; Anhänger zum Transport von Booten, Containern usw. | |
|
Trailerschiff
= Roll-on - Roll-off
| |
| Tramp = Schiff ohne feste Route, das Gelegenheitsfahrten unternimmt | |
| Trampschiffahrt = nicht an festen Routen gebundene Schifffahrt; die sich nach dem gerade vorliegenden Transportbedarf richtet | |
| Transit = Durchfuhr; Man bezeichnet mit Transitware diejenige Ware, die, vom Ausland kommend, wegen des Zolls nicht in das Zollinland gelangt, sondern für die Ausfuhr oder den Verbrauch auf See bestimmt ist. | |
| Transporter = Autotransporter, Autocarrier, RoRo-Schiff; Spezialschiff für den Autotransport | |
| Trapez = an der Mastspitze befestigte Leine mit Gurt, an dem man sich weit nach Luv außenbords lehnen kann, um das Boot in möglichst senkrechter Stellung zu halten | |
| Trawl = Schleppnetz | |
| Trawler = Fischereischiff; Trawler arbeiten stets mit Grundschleppnetz (Trawl) oder Schwimmschleppnetz. | |
| Treibanker = bei kleinen Schiffen und Rettungsinseln nachgeschlepptes, Widerstand bietendes Gerät ( das die Fahrt verlangsamt und stabilisiert) | |
| Treibeis = auf Flüssen oder auf dem Meer in Schollen treibendes Eis; Drifteis | |
| Treiber = Gaffelsegel (Besansegel) am hinteren Mast (Treibermast) | |
| treiben = sich ohne Antrieb fortbewegen; das Boot treibt auf den Wellen | |
| Treibholz = auf Wasser treibende oder von Wasser ans Ufer getriebene Holzstücke | |
| Treibnetz = frei schwimmendes, durch Auftriebskörper gehaltenes Fischernetz | |
| Treibsand, Triebsand = besonders loser Sand, in den aufgelaufene Schiffe durch ihr Gewicht und weil der Sand unter dem Schiffsboden, besonders an den Schiffsenden, durch den Strom fortgespült wird, immer tiefer sinken. Beispiel: Großer Vogelsand vor der Elbe | |
| treideln = ein Flußschiff vom Ufer her ziehen | |
| Treisegel, Trysegel = dreieckiges kleines Segel aus schwerem Tuch, das bei Sturm anstelle des Großsegels ohne Großbaum am Mast gefahren wird. | |
| Trekandini = zweimastiges griechisches Küstensegelschiff | |
| Trias = Einheitsklasse, Yacht aus Kunststoff, Länge über alles 9,20m, Breite 2,12m, Segelfläche 28,7 m²; Besatzung: 3 Personen | |
| Triere, Trireme = griechisches Ruderschiff mit 3 Reihen Ruder übereinander und weniger Rahsegel (7. bis 3. Jh. v. u. Z.) | |
| Trift = Ortsveränderung durch Wind oder Meeresströme ohne besondere Eigenbewegung | |
| Trimaran = offenes Segelboot mit drei Rümpfen | |
| Trimm = Schwimmlage eines Schiffes bezüglich Tiefgang u. Schwerpunkt; ordentlicher u. gepflegter Zustand eines Schiffes | |
| trimmen = zweckmäßig verstauen, das Schiff in die optimale Lage bringen; Segel etwas in die vorgeschriebene Lage bringen | |
| Trimmer = ungelernter Heizer (Kohlenzieher) auf Kohlen-Dampfschiffen, der die Kohle vom Bunker zum Heizraum transportiert. | |
| Trimmtank = Wassertank zum Trimmen des Schiffes | |
| Trimmung = durch Trimmen erreichte Lage | |
| Trockendock = Dock, in dem Schiffe zur Reparatur auf dem Trockenen liegen | |
| Trog = langgezogenes Gebiet tiefen Luftdrucks hinter der Kaltfront mit besonders starker Isobarenkrümmung. Gebiet starker Stürme mit Windsprung, die der Schiffahrt auf See gefährlich werden können. In der Nordsee können Trogstürme zu Sturmfluten in der Deutschen Bucht führen. | |
| Trombe = ein lokal begrenzter und auf eine Wirkdauer von ca. 15 Minuten beschränkter Wirbelwind, auch Windhose oder Wasserhose | |
| Trosse = starkes Hanf- oder Drahtseil | |
| Trossenstek = Verbindung zweier Trossen, die zu wenig lehnig sind, als dass sie durch andere Knoten oder Steks verbunden werden können. | |
| Troyer = wollenes Unterhemd oder wollener Pullover mit verschließbarem Rollkragen | |
| Trysegel = dreieckiges Segel, das auf seegehenden Jachten bei Sturm gesetzt wird | |
| TS = 1. Turbinenschiff; 2. Trainingschiff (Segelschulschiff) | |
| Tsunami = Flutwelle, die durch ein Seebeben entsteht, kann an der Küste über 10m erreichen | |
| TT, TTS = Abkürzung für Turbinen-Tankschiff | |
| tuckern = der Motor tuckert; das Motorboot tuckert über den See | |
| Turbinenschiff = Statt Diesel werden hier ölbetriebene Turbinen eingesetzt. Vorteil ist die erheblich höhere Leistung bei allerdings auch höheren Betriebskosten | |
| Türkischer Bund = Knoten, wird auch als Wurfleinenknoten verwendet oder als Zierknoten auf Rundhölzer aufgesetzt. | |
| TVS = Abk. für Transport und Verarbeitungsschiff | |
| Twaqo = zweimastiger Küstensegler in Hinterindien | |
| Typhon = auf Motorschiffen mit Druckluft betriebenes Schallsignalgerät; Anlage zur Erzeugung von Schallsignalen; auch Tyfon |
| U
= Uniform, Internationales Buchstabensignal (Flagge), rot weiß.
Bedeutung: Sie begeben sich in Gefahr
| |
| über die Toppen flaggen = an Feiertagen oder aus anderen Anlass Flaggenschmuck anlegen. Setzen aller Signalflaggen vom Bug über die Mastspitzen bis zum Heck | |
| übergehen = 1. verrutschen der Ladung, wobei die Stabilität gefährdet wird; 2. Auf einem Vorwindkurs das Herüberschwingen des Großbaumes bzw. des Unterlieks eines Segels über die Längsachse | |
| Überhandknoten = eigentlich nur Teil eines Knotens. Die Tampen werden übereinander und umeinander gelegt, geschieht dieses zweimal, entsteht ein Kreuzknoten, ein einfacher Stopperknoten | |
| überholen = 1. ausbessern, nachsehen; 2. starkes neigen des Schiffes | |
| Überliegezeit = die Zeit, die über die vorgesehene Liegezeit hinausgeht und für die ein Boot während des Überliegens einen Liegeplatz benötigt | |
| Übersee = die Länder jenseits des Ozeans; nach Übersee reisen | |
| Übersegeln = bedeutet soviel wie überholen, schneller segeln als ... | |
| übertakelt = ein Boot, das entweder zu viel Segelfläche oder eine zu hohe und schwere Takelage führt. | |
| U-Boot = Abk. für Unterseeboot | |
| u.d.M. = Abk. für unter dem Meeresspiegel | |
| ü.d.M. = Abk. für über dem Meeresspiegel | |
| Ufer = Rand eines Gewässers; der Fluss trat über das Ufer | |
| Uferfeuer = meistens mehrere Leuchtfeuer, die den Verlauf eines Ufers kennzeichnen | |
| ULCC = Abk. für Ultra-Large-Crude-Carrier; ultragroßer Rohöltanker bezeichnet, wie z.B. der weltgrößte Rohöltanker " Baltillus " mit 550 000 tdw ( Supertanker) | |
| umlaufend (umspringend) = die Richtung ständig ändernder, meist leichter Wind | |
| umschiffen = mit dem Schiff um etwas herumfahren; eine Klippe umschiffen | |
| Umschlaghafen = Hafen, in dem Waren vom Schiff auf andere Fahrzeuge umgeschlagen ( umgeladen) werden | |
| umsegeln = um etwas herumsegeln; er hat die Insel umsegelt | |
| umstauen = umpacken; z.B. notwendige Veränderung des Stauplatzes einer Ladungspartie im Schiff | |
| unbemannt = ohne Besatzung; ein Boot trieb unbemannt auf dem See | |
| Union-Jack = in der englischen Handelsflagge das Eckzeichen. Wird als solches allein als Gösch und als Lotsenflagge verwendet. | |
| unkenterbar = durch besondere Vorrichtungen so stabile Boote, dass sie bei 90 Grad Schlagseite wieder selbst aufrichten | |
| unklar = man ist nicht vorbereitet und nicht aktionsfähig, z.B.: um ein Manöver auszuführen | |
| Unterfeuer = bei einem Richtfeuer das vordere, tiefer gelegene der beiden Leuchtfeuern, deren Verbindungslinie die Mitte des Fahrwassers bezeichnet | |
| untergehen = sinken, (in den Wellen / Fluten) versinken, absaufen; ertrinken, kentern; bei einer Havarie untergehen | |
| Unterliek = die unterer Kante eines Segels zwischen Hals und Schothorn | |
| Unterscheidungssignal = erhält jedes Schiff bei der Indienststellung. Es besteht aus vier Buchstaben sowie der Landeskennung. Zum Unterscheidungssignal, das mit den Signalflaggen angegeben wird, wird auch die Nationalflagge als Buchstabe vorangestellt. Das Unterscheidungssignal dient auch als Rufzeichen im internationalen Funkverkehr | |
| Unterschneiden = Schiffsbewegung, bei der das Vorschiff in eine Welle eindringt und die Wassermassen auf die Back stürzen. | |
| Unterseeboot = U-Boot), Schiff zum Einsatz unter der Wasseroberfläche, als Forschungs- bzw. Arbeitsfahrzeug für Unterwasserarbeiten oder für den militärischen Einsatz. | |
| unterseeisch = unter dem Meeresspiegel | |
| Untiefe = im Fahrwasser eine Stelle, die wegen geringerer Tiefe den Schiffen gefährlich ist. Im Seegebiet ist es nicht nur die Gefahr der unmittelbaren Grundberührung, sondern die Gefahr der Brecher der Grundseen, die auf der Untiefe stehen können. Untiefen werden in Seekarten eingezeichnet. | |
|
USCG
= US Coast Guard (US-Küstenschutz)
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|
USL
= United States Lines ( ab 1921), 1921 Unites States Shipping Board, 1929
Unites States Lines Inc. (of Delaware), 1931 United States Lines Company (of
Nevada), 1943 United States Lines Company (of New Jersey), 1966 United States
Lines Inc.
| |
| UTC = Abk für United Time Co-ordinated; Koordinierte Weltzeit; hat die GMT abgelöst. |
| Van-Carrier
= Portalhubwagen, Hubfahrzeug für Container in Container-Terminals, er
versetzt oder verholt die Container auf bestimmte Abstellflächen; auch Giraffe
genannt; wegen seiner Hochbeinigkeit
| |
| verankern = ein Schiff vor Anker legen, den Anker eines Schiffes auswerfen und es damit am Untergrund befestigen | |
| verchartern = ein Boot vermieten | |
| Verdeck = bei Schiffen das obere Deck | |
| Verdrängung = ( Wasserverdrängung, Deplacement) von einem Schiff verdrängte Wassermenge. Das Gewicht dieser Wassermenge ist gleich dem Schiffsgewicht ( Archimedisches Prinzip). Die Verdrängung wird angegeben in cbm, das Gewicht der verdrängten Wassermenge in Tonnen; für Kriegsschiffe z.B. wird als Größenmaß die Verdrängung in metrischen Tonnen angegeben, z. B. eine Verdrängung von 10 Tonnen. | |
| verfangen = 1. ablösen der Wache bzw. des Rudergängers; 2. Unklarwerden einer Leine bzw. eines Ankers | |
| vergattern = die Wache vergattern; beim Ablösen die Wache versammeln und zur Einhaltung der Vorschriften verpflichten (Bundesmarine) | |
| Vergatterung = in der Bundesmarine das Aufziehen der Wache und Bekanntgabe, dass die Wache unter besonderen Befehl des Wachführers steht. | |
| verholen = ein Schiff, Boot an eine andere Stelle bringen; mit einem Tau das Boot an eine andere Stelle ziehen oder mittels Verholspills. | |
| verkatten = ankern mit mehreren Ankern, die hintereinander an einer Ankerkette befestigt sind | |
| Verkehrsleitzentrale = Nautische Einrichtung zur Erhöhung der Sicherheit des Schiffsverkehrs durch Überwachung und Beratung von Land. Meist gleichzeitig Radarleitzentrale. Gebräuchliche Kurzbezeichnung: VTS ( Vessel Traffic Service) | |
| Verklicker = kleine Windfahne, Stander, Rennflagge auf dem Masttopp; Windrichtungsanzeiger auf dem Masttopp | |
| Vermessung = 1. Von Schiffen mit dem Zweck, eine Grundlage über die von Schiffen für die Benutzung von Häfen, Kanälen usw. zu zahlenden Gebühren zu bekommen. Es wird der Rauminhalt des ganzen Schiffskörpers vermessen. Siehe Netto- und Bruttoraumgehalt. 2. Bei Yachten zu den Zweck, für Regatten möglichst gleichwertige Fahrzeuge zu erhalten. Die Vermessung erstreckt sich hier auf die vermessenen Größen der betreffenden Klasse, meist auf schnelligkeitsfördernde Werte, wie Länge, Tiefgang, Segelfläche, die besteuert, oder langsamkeitsfördernde Werte, wie Gewicht, Freibord, die vergütet werden. 3. Für die Bestimmung der Bauteile eines Schiffes nach den Tabellen der Klassifikations-Gesellschaften wird ebenfalls der Schiffsrumpf vermessen - nach anderen Modus. 4. Küstenvermessung erstreckt sich auf die Punkte, die für die Schifffahrt wichtig sind, wie Feststellung der Wassertiefen, Strömungen, Landmarken usw. | |
| vermuren, vermooren = ein Boot vor zwei Anker (Buganker) legen, damit beim Schwojen die beanspruchte Fläche des Ankerplatzes kleiner ist, als wenn man nur vor einem Anker liegt | |
| verpichen = kalfatern | |
| versegeln = Von einem Hafen zum anderen fahren. | |
| Versetzen = 1. Ein Schiff durch den Meeresstrom vom Kurs abbringen; 2. Durch Wind vertreiben; 3. Einen Beschlag an einer anderen Stelle anbringen; in diesem Sinne auch einen Lotsen von der Lotsenstation zum Schiff versetzen. | |
| versinken = unter der Wasseroberfläche sinken, untergehen; das Schiff ist versunken | |
| Versorger = Mutter- und Versorgungsschiff, Tender, Begleitschiff in der Marine | |
| verspleißen = verbinden, zwei Tauenden miteinander verspleißen | |
| vertäuen = mit einem Tau befestigen, ein Boot am Ufer vertäuen; verankern des Schiffs mit Bug- und Heckanker; festmachen des Schiffs mit Vorleinen, Achterleinen und Springs | |
| Vertörnen = Verdrehen einer Leine, so dass sich Törns bilden, die eine Unfallgefahr darstellen. Diese sind durch Austörnen sorgfältig zu beseitigen. Werden Törns belastet, so bilden sich im Draht "Kinken", die die Festigkeit erheblich herabsetzen. | |
| Vertreiben = unbeabsichtigte Ortsveränderung eines ankernden Gegenstands, zum Beispiel eines schwimmenden Seezeichen oder eines Schiffes, verursacht durch Wind, Strom oder Eis. | |
| Vierflaggensignale = sind Unterscheidungssignale, die den Namen verschlüsselt anzeigen, den ein Schiff bei seiner Indienststellung erhält. Bei allen deutschen Schiffen beginnt das Unterscheidungssignal mit der Flagge " D " | |
| vierkant brassen = die Rahen so stellen, dass sie genau quer zum Schiff stehen | |
| Viermastbark = ein Schiff mit drei vollgetakelten Masten und einem Besanmast ( der nur Schratsegel) führt. Die Masten heißen von vorn nach achtern: Fockmast, Großmast, Kreuzmast und Besanmast | |
| Viermastschiff, Viermastvollschiff = ein Schiff mit vier vollgetakelten Masten. Die Masten heißen: Fock-, Groß-, Mittel- und Kreuzmast | |
| Viermastschoner = ein Schoner mit vier Masten. Wir unterscheiden dabei den Viermastgaffelschoner, der lediglich Schratsegel fährt, und den Viermastschoner, der dem Schoner entsprechend getakelt ist. | |
| Vinco = kleineres mittelmeerisches Segelschiff, drei Masten, davon der vordere mit Rahsegeln, die übrigen mit Lateinsegeln | |
| Vitalienbrüder = Ursprünglich Viktualien-Lieferanten für Magareta von Schweden, wurden später Freibeuter (Gleichteiler, Seeräuber auch Likedeeler genannt, 14. Jahrhundert, Störtebeker) | |
| Vizeadmiral = Offiziersdienstgrad bei der Marine, im Rang eines Generals | |
| VLCC = Very Large Crude-Oil Carrier, ganz großer Öltanker ( trägt mindestens 100 000 Tonnen Öl; Bezeichnung für sehr große Tanker bis etwa 300 000 tdw) | |
| VO = Versorgungsoffizier bei der Marine | |
| Volksmarine = Bezeichnung der ehem. Seestreitkräfte der NVA der ehem. DDR | |
| voll befahren = ist ein Mann, wenn er als ausgebildeter Seemann, d. h. als Vollmatrose, angesprochen werden kann, seine Lehrzeit als Junge und als Leichtmatrose mit entsprechender Fahrzeit hinter sich hat. | |
| voll brassen = die Rahen derart brassen, dass die Segel gut voll stehen. | |
| voll getakelt = ist ein Mast, wenn er mit dem vollständigen Satz Rahsegeln ausgerüstet ist. Er besteht aus dem Untermast, der Mast- und der Bramstenge. | |
| voll halten = das Schiff so steuern, dass die Segel gut voll stehen | |
| Volldampf = mit voller Maschinenkraft voraus, mit Volldampf voraus | |
| vollgetakelt = alle Masten sind mit Rahsegeln ausgerüstet (Vollschiffe), im Gegensatz zur Bark, bei der der hintere Mast keine Rahen, sondern nur ein Gaffelsegel trägt | |
| vollmast = bis zur vollen Höhe des Mastes flaggen, vollmast flaggen | |
| voller Schlag = voller Teller beim Essen fassen | |
| Vollschiff = ein Schiff mit mindestens drei nur vollgetakelten Masten. ( das Zweimastvollschiff wäre eine Brigg) Das Vollschiff schlechtweg ist das Schiff mit drei Masten, die Masten heißen: Fock-, Groß-, Kreuzmast. Es gibt bzw. gab ferner Viermastvollschiffe und auch ein Fünfmastvollschiff ( Preußen). | |
| Vollzeugbrise = eine Brise, bei der das Boot oder Schiff gerade " volles Zeug" tragen kann. | |
| Vordeck = vorderer Teil des Decks | |
| vor dem Wind = mit dem Wind von achtern laufen | |
| vorderlastig = bei Schiffen vorn mehr belastet als hinten | |
| Vorhafen = Viele Häfen haben vor ihrer Einfahrt einen Vorhafen, der weniger zum Festmachen der Schiffe dient, als vielmehr die See vom Eindringen in den Haupthafen abhalten soll. | |
| Vorhandsmann = an Bord soviel wie Vormann oder Vorarbeiter | |
| Vorholer = ( bei den Segeln) eine Leine, die zum Holen nach vorn benutzt wird. Beispiel: Spinnaker-Vorholer | |
| Vorläufer = aus Fasertauwerk bestehender Teil der Festmacherleine, der durch seine größere Dehnung gegenüber Draht ein Brechen des Festmachers bei stoßartiger Belastung durch das sich bewegende Schiff verhindert. | |
| Vorleine = die Festmacherleine, die vom Vorschiff aus schräg nach vorne zeigt. | |
| Vorliek = vordere Kante eines Segels, die beim Vorsegel frei oder mit Stagreitern beim Großsegel mit einem Liektau oder mit Rutschern versehen ist. | |
| Vormann = Bezeichnung für den Schiffsführer eines Seenotkreuzers oder Seenotrettungsbootes | |
| Vormast = Bezeichnung für den Fockmast | |
| Vorpiek = wasserdichte Abteilung vor dem vorderen Kollisionsschott, zum Lagern von Gerät oder zum Trimmen benutzt, vorderster Raum im Schiff | |
| Vorposten = vorgeschobene Überwachung des eigenen See- und Küstengebietes (Bundesmarine) | |
| Vorreiber = drehbarer Verschlussbolzen an einer Tür oder Klappe | |
| Vorschiff = vorderer Teil des Schiffes | |
| Vorschotmann = Besatzungsmitglied auf Segeljachten, dessen Hauptaufgabe in der Bedienung der Vorsegel besteht | |
| Vorsegel = Die Stagsegel, die vor dem Mast bzw. vor dem Fockmast gefahren werden. Beim Kutter heißen sie: Stagfock, Klüver ( Binnenklüver, Außenklüver) , Flieger | |
| Vorspring = die Leine, die beim Festmachen eines Schiffes oder Bootes vom Bug nach achtern an Land führt. | |
| Vorstag = Fockstag, unterer Haltedraht von vorn am Fockmast (Vortopp) | |
| vor Topp und Takel = ohne Segel vor dem Wind laufen | |
| Vortopp = der Topp des Fockmastes | |
| Vorwindkurs = Kurs eines Segelboots zum Wind, wobei das Boot nahezu in die gleiche Richtung läuft, in die der Wind weht. | |
| Votivschiffe = Schiffsmodelle in Kirchen von Küstenorten; als Weihgabe aber auch als Geschenk in den Besitz der Kirche gelangt. | |
| VTS = Abk. für Vessel Traffic Service; siehe unter Verkehrsleitzentrale |
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Wache, Schiffswache = Einteilung der Besatzung auf
verschiedene Wachdienste im Schichtdienst, z.B. ein Wachgänger, Brückenwache,
Maschinenwache; z.B. eine Deckwache bewacht das Schiff im Hafen
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| Wachhabender = derjenige, dem die Wache untersteht. | |
| Wachoffizier = nautischer Offizier, der für den Zeitraum seiner Wache eigenverantwortlich die nautische Führung des Schiffes übernommen hat; bei der Bundesmarine: 1.WO, 2.WO, 3.WO | |
| Wade, Waade = Fischfanggerät der Binnen-, Küsten- und Hochseefischerei. Die Wade ist ein Umschließungsnetz, bei dem die Fische durch Umschließen mit einer Netzwand (Wade) am Entweichen gehindert werden. | |
| Wahrschau = Warnung, Warnruf, Vorsicht; auch Warschau | |
| wahrschauen, wahrnehmen = warnen, auf eine Gefahr aufmerksam machen, auch soviel wie etwas entgegennehmen, in Empfang nehmen | |
| Wakataua = neuseeländisches Kriegskanu mit bis zu 6 m hohen Schmucksteven. Besteht aus einem durch aufgesetzte Planken vergrößerten Einbaum | |
| Wal = großes Meeressäugetier mit fischförmiger Gestalt , waagerechter Schwanzflosse und Spritzloch ( für die Atemluft) an der Oberseite des Kopfes; Arten: Zahnwal, Pottwal, Narwal, Bartenwal, Blauwal, Riesenwal, Finnwal, Grönlandwal | |
| Walfang = mit Spezialschiffen durchgeführte Jagd auf Wale | |
| Walfänger = Spezialschiff für den Walfang | |
| Walkie-Talkie = tragbares Sprechfunkgerät mit geringer Reichweite, wird beim Festmachen und bei Bootsmanöver zur Verständigung unter der Besatzung verwendet. | |
| Wallschiene = Scheuerleiste, kräftiger Ausführung | |
| Wanten = Taue oder Stahldrähte zum seitlichen Stützen des Mastes; bei Segelschiffen durch eingebundene Webeleinen zu Strickleitern zusammengefaßt | |
| Wantschlag = Tauwerk | |
| Wantenspanner = Spannschraube zum Durchsetzen der Wanten; der Wantenspanner gehört zum stehenden Gut. | |
| Warf, Warft, Wurf, Wurt = ein künstlicher Hügel in nicht eingedeichtem Marschgelände und auf den Halligen usw., auf dem sturmflutfrei die Wohnhäuser gebaut werden. | |
| Warp = 1. leichte Trosse; 2. Schleppanker | |
| Warpanker = Warp, kleiner Anker zum Verholen des Schiffs, der mit dem Boot ausgebracht wird, um das Schiff mit der Warpleine weiterzuziehen | |
| warpen = verholen eines Schiffes, Bootes mit Hilfe eines zu diesem Zweck ausgebrachten Ankers, z.B. zum Abbringen eines gestrandeten Schiffes | |
| WASA = Name eines schwedischen Flaggschiffs, mit 64 Bronzekanonen bestückt, ging 10.8.1628 auf ihrer Jungfernfahrt im Stockholmer Hafen bei langsamer Fahrt unter. An Bord befanden sich 450 Mann Besatzung und 40 Frauen der Seeoffiziere, die ihre Männer bis in die Schären begleiten wollten. Der schwedische Marinehistoriker Anders Franzen stellte auf eigene Faust Forschungen an und entdeckte den Fundort. Danach förderte eine der größten Bergungsaktion in der Geschichte des Museumswesens das durch den niedrigen Salzgehalt des Ostseewassers im Schlamm konservierte Wrack der WASA zutage. Heute erhellt das konservierte und museal aufbereitete Schiff eine wichtige Phase in der Geschichte von Schiffbau und Seefahrt.. | |
| Wasser machen = wenn durch undichte Stellen in der Außenhaut oder im Deck Wasser in das Schiff eindringt | |
| Wasserhose, Trombe = mit Wasser mitführender kleiner Wirbelsturm | |
| Wasserjungfrau = weiblicher Wassergeist mit Fischschwanz; Nixe | |
| Wasserlinie = von der Wasseroberfläche um den Schiffsrumpf gebildete Linie; bis zu dieser Linie soll das ausgerüstete vollgeladene Schiff eintauchen | |
| Wassermann = männlicher Wassergeist | |
| Wasserpolizei = Wasserschutzpolizei, die Seeschifffahrtsstraßen, Schiffe und Häfen überwacht | |
| Wassersack = Segeltuchsack, der früher zum Transport von Frischwasser an Bord des Schiffes diente | |
| Wasserschout = Vorsteher des Seemannsamtes | |
| Wasserschöpfer = Gerät der Ozeanologie, Meeresbiologie und Fischereibiologie. Mit dem Wasserschöpfer werden Wasserproben ohne Vermischung aus bestimmter Tiefe bei gleichzeitiger Messung der Temperatur am Entnahmeort aus dem Meer entnommen | |
| Wasserseite = Bereich zwischen Lagerhalle und Kaikante; vom Schiff aus die Seite, mit der das Schiff nicht am Kai liegt | |
| Wasserspiegel = Oberfläche eines Gewässers; der Wasserspiegel sinkt, steigt | |
| Wasserstag = Teil des Vorgeschirrs. Stag, das vom Vorsteven eines Segelboots oder einer Segelyacht mit Klüverbaum bis zur vorderen Spitze des Klüverbaums verläuft, um eine Verformung des Baumes durch den Klüver zu verhindern. | |
| Wasserstand = Höhe des Wasserspiegels ( über oder unter einem angenommenen Nullpunkt) | |
| Wasserstraße = Verkehrsweg, Fahrrinne, Schifffahrtsstraße für Schiffe (See, Kanal, das offene Meer). Rechtmäßig unterscheiden wir Binnen- und Seewasserstraßen | |
| Wassertiefe = die Tiefe des Wassers, in den Seekarten durch Zahlen angegeben. Deutsche Seekarten geben die Wassertiefe in Metern an, Ausländische oftmals in Faden an. | |
| Wasserverdrängung = Maß für die Größe eines Schiffes, das sich aus der vom Schiffskörper verdrängten Wassermenge ergibt, siehe Verdrängung | |
| Waterkant = Wasserkante, Nordseeküste; scherzhaft für norddeutsches Küstengebiet | |
| Watt = seichter Streifen der Nordsee zwischen Küste u. vorgelagerten Inseln; an flachen Gezeitenküsten vom Meer täglich zweimal überfluteter und wieder trockenfallender Meeresboden, wobei Sand und Schlick abgelagert wird; reiche Tierwelt | |
| Wattenmeer = das Watt bedeckter, seichter Meeresteil | |
| Webeleinen = Stricktaue zwischen den Wanten, die zum Ersteigen der Masten dienen | |
| Weckruf = Spruch um Seeleute zu wecken; z.B.: Lüft das Gatje, schwing das Bein, denn jeder muss der erste sein oder Jeder stößt den anderen an, der letzte stößt sich selber an, Reise Reise aufstehen, usw. | |
| Weger = Schiffsplanke | |
| Wegerechtschiff = Schiff, das wegen seines Tiefgangs, seiner Länge oder sonstigen Eigenschaften gezwungen ist, den für sich günstigen Teil des Fahrwassers in Anspruch zu nehmen | |
| wegern = die Innenseite der Spanten mit Wergern belegen | |
| Wegerung = Auskleidung der Tankdecke in Schiffsräumen mit einem Holz- oder Kunststoffbelag, um Beschädigung der Tankdecke beim Umschlag zu vermeiden und Güter vor Feuchtigkeit zu schützen | |
| Weiberknoten = der falsche Kreuzknoten. Er ist die Visitenkarte des unbefahrenen Mannes | |
| Welle = sich auf und ab bewegender, sich emporwölbender und wieder sinkender Teil der Wasseroberfläche; seemännisch : See. - Wellen können auf Ozeanen in Orkanen bis zu 21 Meter hoch werden | |
| Wellenberg = oberer Teil einer Welle | |
| Wellenbrecher = 1. über der Back laufende, leicht nach vorn geneigte Schutzwand, Blechschürze ( zum Ableiten des über das Deck schwappenden Wassers); 2. molenähnliche Anlage, die anlaufende Wellen z.B. vor Hafeneinfahrten brechen soll. | |
| Wellengang = Bewegung der Wellen | |
| Wellenkamm = höchster Teil des Wellenberges | |
| Wellenlänge = Entfernung zweier benachbarter Wellenberge oder Wellentäler | |
| Wellental = unterer Teil einer Welle | |
| Wellentunnel = auf Dampf- oder Motorschiffen begehbarer, langer Raum zwischen Maschinenraum und Heck , durch den die Schiffsschraubenwelle geführt wird | |
| Weltmeer = Ozean, größte zusammenhängende Wassermasse der Erde, die fast 71 % der Erdoberfläche einnimmt | |
| Weltumsegelung = Umrundung der ganzen Welt mit einem Segelboot | |
| Wendemanöver = Halse, Drehung eines Schiffes | |
| wenden = das Schiff durch den Wind drehen, um den Wind von der anderen Seite einzunehmen | |
| Werder, Wärder = Insel im Fluss | |
| Werft = 1. Schiffswerft, Betrieb für den Neubau, die Reparatur und auch das Abwracken von Schiffen; 2. früher wurde auch die Warf als Werft bezeichnet. | |
| Werg = gezupftes Tauwerk; Hanffasern z.B. zum Kalfatern und Abdichten von Schraubverbindungen | |
| Weser = 733 km langer Fluss zur Nordsee mit den Häfen: Bremerhaven, Blexen, Nordenham, Brake, Elsfleth, Farge, Blumenthal, Vegesack und Bremen | |
| Wetterdeck = freies Deck | |
| Wetterglas = veraltet für Barometer | |
| Wetterkarte = Darstellung des Wettergeschehens auf einer Landkarte | |
| Wetterkunde = Meteorologie | |
| Wetterlage = Lage der Hoch- und Tiefdruckgebiete und deren Fronten innerhalb eines geographischen Raumes | |
| Wetterleuchten = Blitze oder deren Widerschein in Wolken ohne hörbaren Donner | |
| Wetterprophet = scherzhaft für Meteorologe | |
| Wetterseite = der Richtung, aus der gewöhnlich das schlechte Wetter oder der Wind kommt | |
| Wettersturz = sehr rasches Sinken der Lufttemperatur | |
| Wettervorhersage = Vorhersage über die Entwicklung des Wetters durch den Wetterdienst | |
| Wetterwarte = meteorologische Dienststelle, an der hauptamtlich beschäftigte Beobachter des Wetterdienstes tätig sind | |
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Wetterwolke
= Gewitterwolke
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| White Star
= White Star Line (1871-1934) Oceanic Steam Navigation Company Ltd
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| Whooling = durcheinander von Tauwerk und Gerätschaften | |
| Widersee = rücklaufende Brandung | |
| Wiek, Wieck, Wik, Wyk = kleine Bucht an der Ostsee | |
| Wieling; Wielung = Bootsfender aus altem Tauwerk oder Segeltuch | |
| Willy-Willy = Bezeichnung für tropische Wirbelstürme in australischen Gewässern | |
| Wimpel = lange, schmale, spitz oder schräg zulaufende Flaggen, am Ende mit langem Spalt ( Doppelstander). Bei den internationalen Signalflaggen haben wir den Antwort- und 10-Zahlenwimpel. Die Marine hat besondere Wimpel. | |
| Wind = im wesentlichen in horizontaler Richtung bewegte Luft; entsteht als Folge des Ausgleichs von Luftdruckunterschieden in der Atmosphäre | |
| Windbag = Bezeichnung für Segelschiff | |
| Windbüdel = Windfahne aus Segeltuch, die sich schlauchförmig nach hinten verjüngt. | |
| Winde = Gerät zum Heben und Senken von Lasten; Seilwinde | |
| Windenhaus = kurzes Deckhaus zwischen den Ladeluken auf dem Oberdeck von Frachtschiffen | |
| Windenläufer = Runner, Lastseil einer Winde | |
| Windhose = Wirbelsturm; kleiner Tornado | |
| Windhuze = drehbarer Lüfter am Deck mit trichterförmiger Öffnung | |
| Windjammer = großes Segelschiff; ein Schiff, das sich gegen den Wind drängt. Ursprünglich Spottname der Frachtsegler, die unter dem Druck ( engl. to jam) des Windes ihre Reise durchführten. | |
| Windmesser = Anemometer; Gerät zur Messung der Windgeschwindigkeit | |
| Windrose = Windrichtungs-, Kompassscheibe | |
| Windsbraut = Wirbelwind; (veraltend für heftiger Wind) | |
| Windsack = Schlauch aus Segeltuch zur natürlicher Belüftung von Räumen | |
| Windsee = durch die Schubkraft des über die Meeresfläche streichenden Windes verursachte Bewegung der See. | |
| Windseite = die Luvseite | |
| Windstärke = Stärke des Windes, die nach der von Sir Francis Beaufort aufgestellten Skala in 12 Stufen, entsprechend den Windwirkungen, geschätzt werden kann; die Beaufort-Skala wurde 1949 auf 17 Stufen erweitert | |
| Windwellen = vom Wind direkt oder indirekt erzeugte Wellen, wie Windsee und Dünung. | |
| winken = das Signalisieren durch Winken mit den beiden Winkflaggen, die der Signalisierende in jeder Hand trägt. Bei der Marine für den näheren Verkehr, früher vielfach gebrauchte Art des Signalisierens. | |
| Winker = 1. der Signalgast, der winkt, d. h. Winksignale gibt; 2. Der bewegliche Arm des Semaphors. | |
| Winkflagge = kleine rote mit weißem, vierkantigem Feld versehende Flaggen an kurzem Stock, mit denen Winksignale gegeben werden. Der Winker hat in jeder Hand eine Winkflagge. | |
| Winkerverfahren = Signalisierungsverfahren zur Übermittlung von Nachrichten, Dabei werden die Arme in die verschiedensten Haltestellungen zueinandergebracht, wobei jede bestimmte Haltung der Arme einen Buchstaben oder eine Zahl bedeutet. In jeder Hand befindet sich eine kleine Stabflagge (Winkerflagge) zur besseren Verdeutlichung der jeweiligen Signalzeichen. Die Übermittlung basieren auf dem Internationalen Signalbuch | |
| Winsch = Winde zum Heben schwerer Lasten, genutzt wird sie vor allen bei Seglern; Schotenwinsch | |
| Winschmann = Bezeichnung für den Hafenarbeiter oder Besatzungsmitglied der die Ladewinde bedient | |
| Winterlager = Ein Platz, auf welchem zum Winter Boote trocken gestellt werden können. Ein gutes Winterlager ist überdacht | |
| Wirbelsturm = Sturm mit wirbelnden Luftbewegungen; Windhose | |
| Wolke = große, unbegrenzte Ansammlung und Verdichtung von kleinen Wassertröpfchen oder Eisteilchen in der Atmosphäre | |
| Wolkenbruch = sehr starker, plötzlicher Regenschauer, treten Tropfengrößen von über 8 mm auf. | |
| wrack = völlig defekt, beschädigt | |
| Wrack = gesunkenes, gestrandetes oder auf andere Weise unbrauchbar gewordenes Schiff | |
| wricken, wriggen = ein Boot durch einen am Heck hin und her bewegten Riemen fortbewegen | |
| Wuhling = 1. Umwickelung eines Gegenstandes (gebrochene Spiere) mit Tauwerk oder Ketten, die einzelnen Schläge dicht nebeneinander liegend. 2. Scherzhaft für Unordnung, Durcheinander | |
| Wulstbug = diese strömungsgünstigere Einrichtung des Schiffsvorderteils gibt dem Schiff zusätzlich vorne einen stärkeren Auftrieb und damit eine höhere Geschwindigkeit | |
| Wurfleine = leichte Leine, die zur Übergabe des Festmacher-Tampens dient. Eine Holzkugel oder Affenfaust ( dicker Knoten am Ende der Leine) erleichtert das Werfen der Leine. | |
| Wursten = Fender aus Stücken eines starken Taus, die auf einem Tampen an der Bordwand hängen, | |
| Wurt = Warf, Warft ; auf Halligen Erdaufschüttung, als Wohnplatz oder Schutz gegen der Flut |
| X
= X-ray, Internationales Buchstaben-Signal, weiß mit blauem
Balkenkreuz. Bedeutung: Unterbrechen Sie ihr gegenwärtiges Vorhaben (Manöver)
und achten Sie auf meine Signale.
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| xmas = Abk. für christmas, Weihnachtsfest | |
| X-Schiene = eine x-förmige Leitschiene, auf der ein Großschotwagen oder Traveller auch unter Belastung gut und leicht laufen kann. Sie dient haupsächlich für die Führung der Großschot. | |
| Xylamon = Imprägnierungsmittel für Holz gegen Fäulnis und Wurmfraß. Wird auf das nackte Holz aufgetragen. Das Holz lässt sich hinterher streichen, lackieren usw |
| Y
= Yankee, Internationales Buchstaben-Signal, gelb-rot diagonal
gestreift; Bedeutung: Ich treibe vor Anker. - Beim Rennsegeln :
Schwimmwesten-Signal. Gesetzt, bedeutet es: Pflicht zum Tragen der
Schwimmwesten gemäß Regel 24.
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| Yacht, Jacht = schnelles, für Sport- und Erholungszwecke verwendetes größeres Boot mit Kajüte oder kleineres Schiff, wobei größere Jachten auch zu Kreuzfahrten dienen (Antrieb durch Motor oder Segel) | |
| Yachtie, der = im Seglerjargon abfälliger Ausdruck für 1. einen Aussteiger; 2. ein überheblicher oder unerfahrener Yachtskipper | |
| Yachtheck = achterlicher Decksüberhang, der über die Wasserlinie hinausgeht | |
| Yawl = zweimastiges Segelschiff mit Besanmast hinter dem Rudergänger, entspricht der deutschen Jolle |
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Zahlenwimpel = Nummernflaggen, Signalflaggen des
Internationalen Signalbuches
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| Zahlmeister = jemand der alle finanziellen Angelegenheiten an Bord erledigt, Heuerauszahlungen, Provianteinkauf, das Begleichen der Hafengebühren usw.; Proviantmeister | |
| Zapfenstreich = militärisches Abendsignal, das den Ausgang des Soldaten beendet und ihn zur Rückkehr zur Kaserne verpflichtet. | |
| Zaruke = einmastiges kleines arabisches Segelschiff | |
| Zeese = Schleppnetz der Ostseefischer | |
| Zeesenboot = Fischereifahrzeug der Ostseefischer | |
| Zeising, Seising = Segeltuchstreifen, Tauende, kurzes Tau mit denen die geborgenen Segel zusammengebunden werden | |
| Zelle = Tank; im Schiff fest eingebauter Behälter bzw. einzelne Abteilungen im Doppelboden zur Aufnahme von Wasser aller Art, Die Zellen werden meist innen mit Isolierschichten versehen | |
| Zenit = Kardinalpunkt im wahrem Horizontsystem, der an der Himmelskugel senkrecht über dem Beobachter (Scheitelpunkt) liegt. Gegenpunkt ist der Nadir | |
| zerschellen = in Stücke gehen, zerbrechen, das Schiff zerschellte an den Klippen | |
| Zerstörer = leichtes, schnelles Kriegsschiff | |
| Zeug = 1. Gesamtheit der Segel, über die ein Schiff verfügt. 2. Bekleidungsstücke eines Seemannes ( z.B. Zeugdienst bedeutet: Reinigung und Instandhaltungder Bekleidung); 3. Veraltete Bezeichnung für Takelage; 4. Frühere Bezeichnung für die gesamte Ausrüstung und Bewaffnung von Soldaten. | |
| Zielschiffe = der Kriegsmarine bis 1945 waren die veralteten Linienschiffe Hessen und Zähringen | |
| Zille = hölzernes, offenes oder vorn und achtern etwas eingedecktes Binnenschiff der Elbe und Oder. Früher durch Segel fortbewegt, heute meist ein Schleppschiff. | |
| Zingst = Küstenlandschaft und Halbinsel an der mecklenburgischen Küste | |
| Zögling = ältere Bezeichnung für Offiziersanwärter auf Segelschulschiffen der Handelsmarine | |