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Als erstes die Kurzform
Das korrekt getrimmte SegelGeschwindigkeit ist keine Hexerei, sondern eine Folge der
optimalen Einstellung von Rigg und Segel.
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und ab hier Ausführlich Achtung viel zu lesen
Inhaltsverzeichnis
2. Gängige Riggtypen
2.1. Das toppgetakelte Rigg
2.2. Das 7/8-Rigg mit angepfeilter Saling
2.3. Das 7/8-Rigg mit Backstagen
2.3.1. Ein neues Großsegel wird bestellt
2.4. Das Rigg, Wartung und Vermeidung von Schäden
3. Trimmeinrichtungen
3.1. Großbaum-Niederholer
3.2. Groß- und Fockfall
3.3. Vorliekstrecker ("Cunningham")
3.4. Unterliekstrecker
3.5. Flachreff
3.6. Achterstagspanner
3.7. Achterliekleinen
3.8. Segellatten
3.9. Dirk
4.
Segeltuche
5. Wahl der Segelprofile
6. Windfäden in den Segeln
7. Leichtwind-Trimm
8. Schwerwetter-Trimm
9. Luvgierigkeit
10. Mastfall
11. Rollreft-Anlagen
11.1. Vorsegel
11.2. Großsegel
12. Reffen eines Großsegels
13. Deckslayout und Decksausrüstung
14. Spinnakern
14.1. Setzen
14.2. Trimmen
14.3. Bergen
15. Trimmtabellen
16. Literaturhinweise
Das Trimmen der Segel ist eine Kunst, keine Wissenschaft. Es läßt sich
zwar durch wissenschaftlich-technische Messungen unterstützen, jedoch niemals
durch technische Instrumente allein bewerkstelligen.
Das aufmerksame und richtige Einstellen der Segelprofile und des Schotzugs
gehören zum guten Stil an Bord. Ein fast ständiges Beobachten der Segel und
ihrer Windfäden sollte genauso selbstverständlich sein, wie der Blick in den
Rückspiegel eines Autos.
Strenggenommen ist nur ein einziges Profil pro Segel für die jeweiligen
Bedingungen, deren Parameter Windstärke, Wind-Einfallswinkel und Wellenbild, das
richtige. Die Kunst des Segeltrimmens besteht nun darin, die Segel der
vermeintlichen Formgebung weitgehend anzupassen. Hierzu sind Grundkenntnisse aus
der Aerodynamik genauso vorteilhaft, wie Erfahrungen, die bei
Geschwindigkeitsvergleichen mit ähnlichen Yachten gewonnen wurden.
Im Folgenden geht es nicht um High-Tech-Regattasegeln, sondern um
Trimmhinweise für Fahrtenyachten, für deren Eigner und Crews, die gelegentlich
an einer Regatta teilnehmen, oder.... die einfach nur schneller segeln möchten.
Es geht um Trimmtips, wie man sie mit den vorhandenen Bordmitteln leicht
realisieren kann. Ohne kostspielige Zusatzausrüstung! Schließlich werden
Trimmfehler behandelt, die immer wieder auch bei Regatten - auch auf
hochwertigen - zu beobachten sind.
Für die in diesem Heft angesprochene Zielgruppe von Seglern bietet der
Markt Trainingskurse in Theorie und Praxis.
Vorteile
* unempfindlich gegen Fehltrimm
* unkompliziert in der Bedienung
Nachteile
* geringe Trimm-Möglichkeiten
* großes Vorsegel erfordert Kraftaufwand
Trimm
MERKE
2.2. DAS 7/8-RIGG MIT ANGEPFEILTER SALING
Vorteile
* gut zu trimmen
* kleines Vorsegel erfordert geringeren Kraftaufwand
Nachteile
* empfindlich gegen Fehltrimm
* Vorstag-Durchhang ist abhängig von der Mastbiegung
Trimm
2.3. DAS 7/8-RIGG MIT BACKSTAGEN
Vorteile:
* besonders gut zu trimmen
* kleines Vorsegel
* Mastfall während des Segelns einstellbar
Nachteile:
* empfindlich gegen Fehltrimm
* bedienungsunfreundlich
Trimm
2.3.1. EIN NEUES GROßSEGEL WIRD BESTELLT
Da diese Riggart recht gebogene Masten hervorbringt, muß der Segelmacher
die Biegekurve des Mastes kennen. Nur dann kann er ein individuelles Großsegel
anfertigen. Die Ermittlung einer solchen ist einfach. Zunächst wird der Mast
maximal gebogen. Danach pickt man das Großfall im Lümmelbeschlag ein und setzt
es sehr stramm durch. Das Fall bildet jetzt zur Mastkurve die Sehne. Mit Hilfe
eines Bootsmannstuhles können nun in etwa Zweimeter-Abständen die waagerechten
Entfernungen zwischen Mast-Achterkante und Großfall gemessen werden. Mit diesen
Werten kann der Segelmacher ein optimales Großsegel herstellen, indem er die
Vorlieksrundung dieser Mast-Biegekurve anpasst.
Ein zu flach geschnittenes Großsegel öffnet das Achterliek bereits übermäßig,
wenn der Mast noch gar nicht vollständig gebogen wurde. Die Folge: Die
Mastbiege-Trimmbandbreite kann gar nicht vollständig genutzt werden.
Ist das Großsegel hingegen zu bauchig geschnitten, dann läßt sich auch bei
maximal gebogenem Mast das Segel nicht flachtrimmen. Es bleibt im Achterliek zu
sehr geschlossen. Hierdurch neigt das Boot zu erhöhter Schräglage und
Luvgierigkeit.
Und noch etwas sollte man bei der Bestellung eines Großsegels berücksichtigen:
Der Segelmacher möge doch bitte den untersten Teil des Segels, den Fuß (auch
shelf genannt) aus weichem, nichtgeharzten Tuch fertigen. Das gestattet ein
leichteres und wirkungsvolleres Umtrimmen im Unterliekbereich.
2.4. DAS RIGG, WARTUNG UND VERMEIDUNG VON SCHÄDEN
Viele Schäden lassen sich durch Achtsamkeit vermeiden und fast jeder
rechtzeitig erkennen. Besonders kritische Stellen am Mast sind:
* Wantenbefestigungen
* Salingsfuß-Befestigungen
* Fall-Austrittsrollen
* Mastfuß
* Lümmelbeschlag
* Elektrolyse
* Eloxierung
Überlastung und somit Rißbildung bei den drei erstgenannten Punkten lassen sich
durch eine Lupe (oder Diabetrachter) feststellen. Sollten bei umfangreicheren
Rissen Schweissarbeiten erforderlich werden, dann sollten diese Fachleuten
vorbehalten bleiben. Bei den Befestigungslöchern für die Durchführung der
Wanten-Terminals kann es zu Langlöchern kommen, wodurch auch das
Aluminiurn-Mastprofil belastet wird. Die Funktion der Mastrollen läßt sich
optisch feststellen. Die im Aluminiumprofil gelagerten Bolzen hierzu, neigen
dazu, Korrosion zu erzeugen. Sie sollten jährlich im Herbst mit säurefreiem Fett
gepflegt werden.
Der Mastfuß - meist aus Aluminium - ist besonderer Belastung ausgesetzt, steht
er doch häufig in der feuchten Mastspur. Die Abnutzung läßt sich leicht optisch
feststellen. Auch hier hilft säurefreies Fett vor Korrosion und hilft die
Lebenserwartung zu verlängern.
Die Eloxierung, das Schutzkleid des Aluminiumprofils, wird geschont, wenn im
Hafen und beim Segeln alle Fallen vom Mast abgebunden werden. Ein ständiges
Scheuern vergrault auch die beste Eloxalschicht.
Sehr wichtig zu wissen ist, daß zwischen Aluminium und nichtrostendem Stahl
wegen der Stellung zueinander in der elektrochemischen Spannungsreihe
Potentialdifferenzen bestehen. Das bedeutet: Bei Berührung von nichtrostendem
Stahl mit dem Aluminium, auch der Eloxalschicht, entsteht eine Zerstörung des
Aluminiums durch Elektrolyse. Deshalb sollten im Winter Mast und Drähte getrennt
voneinander gelagert werden. Mit Hilfe von Sorgleinen können dann im Frühjahr
die Fallen wieder in das Mastinnere hineingezogen werden.
Kleinere Kratzer und Schamfielstellen an der Eloxierung schaden der Stabilität
des Mastes nicht und können mit feinkörnigem Schleifpapier behandelt und
anschließend mit geeignetem Primer überstrichen werden. Matte Oberflächen können
mit milder schleifender Auto-Reinigungspaste und einer anschließenden
Autowachs-Politur behandelt werden.
Jeder Mastbeschlag aus nichtrostendern Stahl sollte mit einer elektrisch
nichtleitenden Zwischenlage am Mast befestigt sein. Zeigen sich an den
Beschlagsrändern Korrisions-Erscheinungen, dann muß der Beschlag entfernt und
neu - meist mit Kunststoff - unterlegt werden. Zum erneuten Befestigen bieten
sich vor allem Nonel-Nieten an. Diese sind elektrisch neutral und gewährleisten
eine sehr dauerhafte Beschlagabefestigung.
Der Lümmelbeschlag hat viel auszuhalten, besonders dann, wenn der
Großbaum-Niederholer kräftig den Baum dagegen drückt. Dieser so wichtige
Beschlag muß regelmäßig während der Saison auf festen Sitz und Abnutzung geprüft
werden.
Auch strapaziert der Niederholer den Befestigungspunkt unterhalb des Großbaums.
Rissbildungen im Aluminiumprofil sind nicht selten und signalisieren rechtzeitig
eine Schwächung des Baums. Ein besonders kritischer Punkt beim Stehenden Gut
sind die Übergänge vom Draht zum Walzterminal. Rigger empfehlen daher ein
Auswechseln der Stagen und Wanten spätestens nach 12 bis 15 Jahren.
Das tückische ist, man kann in die Terminals nicht hineinschauen. Und so muß den
Aussagen der Fachleute Glauben geschenkt werden. Besonders die Lose der
Leewanten lassen Biege-Wechsellasten entstehen. Diese Belastung läßt sich mit
einem stramm gespannten Gummistropp vermindern. Wantenspanner-Gewinden tut man
Gutes, wenn diese im Herbst mit Petroleum oder Terpentinersatz gewaschen und
anschließend mit säurefreiem Fett versehen werden.
Das Laufende Gut ist besonders bei Tau/Draht-Spleissen gefährdet, auch an
Stellen, wo Draht oder Tauwerk über Scheiben und Blöcke gelekt wird, zeigen sich
- rechtzeitig zu erkennen - Abnutzungserscheinungen. Sogenannte Fleischhaken
lassen sich, manchmal sehr schmerzhaft, entdecken.
Er soll die Spannung des Achterlieks kontrollieren und übernimmt daher
eine besonders wichtige Trimmaufgabe. Auf Fahrtenyachten gilt das vor allem auf
raumen und Vorwind-Kursen. Auf einem Amwind-Kurs wird die Achterliekapannung
durch den Großschot-Zug bestimmt. Wird auf einem anderen Kurs zum Wind die
Großschot gefiert, dann wird die Baumnock - ohne Niederholer - steigen; das
Achterliek wird entspannt, das Segel verwindet (twistet) zunehmend nach oben
hin. Und zieht im oberen Bereich nicht mehr. Der Niederholer zieht die Nock
herunter und verhindert somit ein übermäßiges Verwinden des Segels.
Zwei besondere Großbaum-Niederholer

Eine interessante Niederholer-Variante ist der spanische "Dory tackle". Es
werden drei lose Blöcke für die Kraftuntersetzung benötigt. Ein sehr
reibungsarmes und besonders wirkungsvolles System.

Der "BOOMKICKER" besteht aus Fiberglas-Stäben und unterstützt den
Großbaum. Die unterstützende Kraft kann exakt auf das Gewicht des Großbaums
abgestinunt werden. Der Vorteil liegt - Leichtwind-Trimm betreffend - darin, daß
sich das Achterliek beim Hauch einer Böe bereitwillig und damit trinungerecht
leicht öffnet. Eine wirkungsvolle Ergänzung zum normalen
Taljen-Großbaum-Niederholer. (Foto mit freundlicher Genehmigung Firma Lankhorst/HOHORST)
Beim 7/8-Rigg, insbesonders bei solchen mit Backstagen, kann dem
Niederholer eine zweite Trimm-Aufgabe zukommen. Da er zwischen Baum und Mast in
einem schrägen Winkel angreift, kann seine Zugkraft in zwei Vektoren zerlegt
werden. Der senkrechte sorgt - wie erwähnt - für das Niederholen des Baums. Der
waagerechte zieht den Baum gegen den Mast. Daraufhin weicht der Hast nach vorn
aus, er biegt somit im unteren Bereich. Das Großsegel wird durch diese Biegung
im unteren Bereich flacher getrimmt. In diesem Fall kann der Niederholer auch
auf einem Amwind-Kurs eingesetzt werden. Die Gefahr hierbei ist allerdings, daß
das Achterliek gespannt und möglicherweise zu sehr geschlossen wird. Es muß dann
eventuell durch nichtholen des Achterstags wieder geöffnet werden. Die richtige
Öffnung erkennt man an dem Auswehverhalten der Achterliekwindfäden.
Handelsübliches Poly-Fallentauwerk reckt, auch wenn dieses teilweise als
"vorgereckt" angeboten wird. Und genau dieses Recken ist trimmschädlich. Hierzu
ein Beispiel: Beide Fallen sind auf einem Amwind-Kurs bei 3 Beaufort soweit
durchgesetzt, daß die Segel faltenfrei stehen. Eine Böe kommt. Durch den
erhöhten Segeldruck recken die Fallen, beide Segellieken bekommen Lose.
Ergebnis: Die Segel werden bauchiger. Genau das Gegenteil jedoch wäre
hinsichtlich eines guten Trimms richtig. Abhilfen: Entweder müssen die Fallen
nachgesetzt werden, oder man greift zu teureren, annähernd reckfreien
Taumaterialien wie Keviar, Dyneema, Vectran usw.. Auch preisgünstige
Fall-Drahtvorläufer lösen das Trimmproblem bestens, erfordern allerdings
entsprechende Fallscheiben (Durchmesser größer als 10 x Drahtdurchmesser) und
Drahtblöcke.

Dieses Genuafall ist zu hart durchgesetzt worden. Die Parallelfalte hinter
dem Vorstag zeigt das deutlich.

Und hier ein zu schwach durch gesetztes Fall. Von den Stagreitern
ausgehend, bilden sich Diagonalfalten.
3.3 VORLIEKSTRECKER ("CUNNINGHAM STRECKER")
Mit Hilfe des Vorliekstreckers läßt sich das Großsegel in seiner
Gesamtform beeinflussen. Durch Strecken des Vorlieks wird das Segelprofil
flacher, die größte Profiltiefe wandert nach vorn, und das Achterliek öffnet
sich. Die Yacht segelt daraufhin aufrechter.

Bei diesem Großsegel stimmt die Fallspannung nicht, sie ist zu gering. Die Folge: Es bilden sich vom Vorliek zum Schothorn gleichmäßige Diagonalfalten. Diese Falten entstehen auch, wenn der Mast zu sehr gebogen wird, sie lassen sich dann mit dem Vorliekstrecker herausziehen.
Dieser Strecker beeinflusst ausschließlich den unteren Teil des
Großsegels. Gefiert, gibt er dem Segel ein widerstandsbehaftetes, langsames,
aber sehr kraftvolles Profil. Beim Strecken flacht sich der untere Segelbereich
ab, das Profil wird hier zunehmend widerstandsärmer und "schneller", jedoch auch
weniger kraftvoll.
Dieses Mini-Reff (Öse im Achterliek, etwa 30 Zentimeter oberhalb des
Schothorne) ist dann zweckmäßig, wenn das Großsegel-Unterliek bereits bei
mäßigem Wind bis zur Meßmarke an der Nock gezogen wurde, und der untere
Segelteil bei weiter zunehmendem Wind abgeflacht werden soll. Die Meßmarke wird
hierdurch nicht überschritten, wie es der Fall gewesen wäre, wenn das Unterliek
weiter gestreckt werden würde.
* beim Topprigg
Dieser Spanner dient ausschließlich zum strammen Durchsetzen des Vorsags und
beeinflusst somit das Profil des Vorsegels. In der Regel ist ein solider
Drehspanner empfehlenswert.
* beim 7/8-Rigg
Hiermit wird der Mast gebogen, dadurch das Gesamt-Segelprofil beeinflusst.
MERKE: gebogener Mast - flaches Profil, gerader Mast - bauchiges Profil.
3.7. ACHTERLIEKLEINEN (Groß- und Vorsegel)
Diese, in der Achterliektasche verlaufenden, dünnen Leinen sollen das Killen des Lieks verhindern. Sie sollten nur so dicht geholt werden, daß ein Killen so gerade vermieden wird. Zu dicht gespannt, verursachen sie eine sogenannte "Luvkralle". Über diese "stolpert" der Wind, es kommt zu Turbolenzen und somit zu Vortriebsverlust. Bei älteren Segeln läßt sich dieses Nach-Luv-krallen nicht verhindern; Abhilfe: Liek abschneiden und neu säumen.
Sie sollen die Achterlieksrundung des Großsegels vor dem Umklappen nach
Luv (oder Lee) bewahren. Sie müssen einerseits leicht, andererseits aber auch so
steif sein, daß die Lattenpartie bei zunehmendem Wind nicht unkontrolliert zu
schlagen beginnt. Die Biegecharakteristik der obere(n) Latte(n) sollte
gewährleisten, daß die Latte(n) im vorderen Bereich besonders flexibel, nach
achtern hin steifer wird. Das vermeidet eine bremsende, senkrechte Falte am
vorderen Ende der Lattentasche.

Die beiden oberen Segellatten im Großsegel sind im vorderen Bereich zu
hart. Deutlich ist ein senkrechter Knick zu erkennen. Beide Latten sollten vorn
geschmeidiger ausfallen, so daß ein weicher Übergang vom Tuch zu den vorderen
Enden der Latten taschen erreicht wird. Das Großsegel ist mit einem
Flachreff-Auge versehen.
Bei leichtem Wind muß das Öffnen des Großsegel-Achterlieks durch Winddruck
erfolgen. Das Segel muß atmen können. Sonst baut sich kein Segeldruck auf. Wird
der Baum durch die Dirk permanent hochgezogen, dann baut sich kein Druck auf.
Positiv zu beurteilen sind Niederholer, die das Gewicht des Großbaums reduzieren
und somit bereits bei leichtestem Wind ein Öffnen begünstigen.
Auch der Travellerschlitten soll die Spannung des Großsegel-Achterlieks
kontrollieren. Beispiel: Fällt man von einem Amwind-Kurs etwas ab, dann muß -
ist kein Traveller vorhanden - die Schot gefiert werden. Das bewirkt ein Steigen
der Baumnock, das Achterliek bekommt Lose, das Achterliek verwindet übermäßig.
Im oberen Segelbereich geht Vortrieb verloren. Ist jedoch ein Traveller
vorhanden, dann kann stattdessen der Schlitten nach Lee verlagert werden.
Hierbei bleibt das Liek angemessen gespannt. Fällt man noch weiter ab, muß die
Schot noch mehr gefiert werden, und der Niederholer übernimmt die Kontrolle.
Wenn die baulichen Gegebenheiten es zulassen (großer Abstand zwischen
Lümmelbeschlag und Mastfuß/Kajütdach/Deck), dann kann ein guter Niederholer
einen Traveller überflüssig machen. Allerdings kann ein nach Luv gezogener
Schlitten dem Leichtwind-Trimm Hilfe leisten.
Bei baulich ungünstigen Verhältnissen (sehr geringer Abstand zwischen
Lümmelbeschlag/Kajütdach/Deck) ist ein Traveller sehr zweckmäßig. In diesem Fall
belastet ein sehr stramm durchgesetzter Niederholer den Lümmelbeschlag und den
Mast arg , da der Baum unverhälnismäßig stark nach vorn gezogen wird.
Grundsätzlich wird zwischen folgenden Segeltuchen unterschieden:
* Dacron (auch unter Terylene und Diolen bekannt, ein Polyester-Gewebe;
Warenbezeichnung der französischen Firma Du Pont
* Nylon
* Laminat-Tuchen (Keviar, Mylar, Dyneena, Spectra, Vectran ...)
* Mischtuchen
Polyester-Gewebe werden für Amwind-Segel verwendet, weil sie stark,
haltbar (knick-unempfindlich) und preisgünstig sind.
Nachteil: Im Vergleich zu Laminat- und Misch-Tuchen nicht so dehnungsarm, muß
eingefahren werden
Nylon wird für Vormwindsegel verwendet, es ist leicht, hat eine große
Festigkeit und ist sehr preisgünstig.
Nachteil: Es läßt sich leicht überdehnen.
Kevlar, eine Aramidfaser von Du Pont (Aramid wird für die Herstellung von
Zahnrädern verwendet) ist dehnungsfest und hat in Relation zum Gewicht eine hohe
Bruchlast (härter als Stahl). Es ist stärker als Stahl und etwa 5x so stark wie
Polyester.
Nachteil: wenig UV-beständig, es verliert seine Festigkeit doppelt so schnell
wie Polyester, bricht durch Knicken leichter und ist teuer.
Mylar: (Folienschicht zu anderen Laminat-Tuchen)
Spectra ist ein höherwertiges Polyester mit guter UV-Beständigkeit; Vajanten
sind Dyneema-Tuche. Es ist leicht, hat eine geringe Dehnung und ist haltbar.
Nachteil: teuer
Veotran ist ähnlich wie Keviar und besitzt keine Festigkeitsverluste durch
Knicken.
Nachteile: 50 % teurer als Keviar und nicht UV-beständig.
Qarbon ist sehr stark, aber nicht sehr haltbar
Nachteile: sehr teuer und knick-empfindlich.
Fazit: Dacron ist für Fahrtensegler, die gelegentlich an einer Wettfahrt
teilnehmen, immer noch empfehlenswert. Es ist - da geschmeidig - gut zu
handhaben und gewährleistet eine lange Lebensdauer, wenn es nicht überbelastet
wird. Wer sich für profiltreuere Materialien entscheidet, muß mit frühzeitigerer
Abnutzung seiner Segel rechnen und ... vorallem deutlich mehr Geld auf die Back
legen.
Grundsätzlich gilt, daß bei viel Wind flach, bei wenig Wind bauchig
getrimmt werden soll. Aber: Auch das Wellenbild ist mit entscheidend. Denn bei
Wellengang benötigt ein Boot zum Vorwärtskommen mehr Energie, als bei glattem
Wasser. Sie stampfen sich fest und müssen anschließend immer wieder beschleunigt
werden.
Zum Beschleunigen wird Kraft aus den Segeln gefordert. Diese Kraft bietet nur
ein tiefes Profil; in der Aerodynamik spricht man von einem "energiereichen"
Profil. Bei geringem Wellengang, bei dem eine Yacht frühzeitig auf einem
Amwind-Kurs seine Rumpfgeschwindigkeit kommt, kann auch bei Leichtwind
frühzeitig auf flachere (energieärmere) Profile umgetrimmt werden.
Trimmt man die Segel Amwind bei unruhigem Seegang zu flach, dann fehlt zum
Beschleunigen die erforderliche Kraft. Besonders moderne Yachten mit schmalen
Kiel und Ruderblatt reagieren hierauf empfindlich, denn sie müssen "am Laufen"
gehalten werden. Kiel und Ruderblatt wollen möglichst schnell umströmt werden.
Sonst kommt es zu übermäßiger Abdrift, führt gar zur Manöverierunfähigkeit. Auf
raumen und Vormwind-Kursen sollten maximal tiefe, kraftvolle Profile (gerader
Mast, lockere Lieken) eingestellt werden.

Schmale Ruderblätter und Kiele wollen umströmt werden, je schneller, desto effektiver ist ihre Wirkung. Deshalb ist es wichtig, daß hiermit ausgestattete Yachten stets gut in Fahrt gehalten werden.

Sie sind einfach genial! Wer es versteht, ihr Auswehverhalten richtig zu deuten, wird erfolgreich Segeln. Woll- und Spinnakertuch-Windfäden sind preisgünstig und zeigen die aerodynamischen Verhältnisse in den Segeln perfekt an. Jeder Segelmacher sollte sie daher standardmäßig mitliefern.
Drei, etwa 20 Zentimeter lange und einen Zentimeter breite
Spinnakertuch-Streifen werden - gleichmäßig über die obere Hälfte des
Achterlieks verteilt - sicher befestigt, sprich: angenäht.
Diese Fäden signalisieren, wenn ein Großsegel zu dicht geholt, oder zu sehr
verwunden getrimmt wird. Bei einem ordnungsgemäß geschoteten Großsegel wehen die
beiden unteren Fäden waagerecht nach achtern. Der obere wird wechselweise
ebenso, oder in Lee nach vorn flattern. Ist die Schot zu gering dichtgeholt,
dann wird auch der obere Faden ständig nach achtern wehen. Bei zu sehr
gespanntem Achterliek (Schot zu dicht) werden auch der mittlere und gar der
untere Fäden nach Lee und nach vorn umklappen.
Bei der Anbringung aller Fäden sollte darauf geachtet werden, diese nicht an
Liekverdickungen, z.B. hinter Lattentaschen zu plazieren. Auch sollten sie an
der selben Seite des Achterlieks befestigt werden. Beides führt zu
Verfälschungen der Anzeige.

Dieses Großsegel ist extrem geöffnet, es verwindet nach oben hin zu sehr.
Selbst der obere Windfaden weht (ständig) nach achtern. Bei einem solchen Trimm
geht im oberen Segelbereich Vortrieb verloren.

Die Windfäden im Achterliek dieses Großsegels klappen in Lee des Segels
nach vorn. Der Wind stolpert quasi über das Achterliek, Vortrieb geht verloren.
Die Schot ist reichlich zu dicht geholt worden.
Sechs Wollfäden, drei auf jeder Seite im Vorlieksbereich signalisieren dem
Rudergänger den Einfallswinkel des Windes auf das Vorsegel. Auch lassen sich
diese sehr wirkungsvoll für die richtige Einstellung der Schot-Holepunkte
nutzen.
Je drei, etwa 15 Zentimeter lange Wollfäden werden - gleichmäßig - über die
Vorliekslänge verteilt - beidseitig im vorderen Segelbereich aufgeklebt, Abstand
zum Vorliek etwa 30 bis 50 Zentimeter. Sie sollten dunkelfarbig sein, damit die
wichtigere Leeströmung besser sichtbar durch das Tuch hindurchschimmert. Ein
Fenster im Bereich des unteren Fadenpaares ist hierfür noch besser. Es sollte so
groß sein, daß die Fäden sich nicht an der Zickzack-Naht des Segelmachers
verhaken können. Eine höhenversetzte Plazierung (Backbord/steuerbord)
erleichtert es zusätzlich, Lee- und Luv-faden voneinander unterscheiden zu
können.
Zur Funktion: Steuert der Rudergänger bei leichtem bis mäßigen Wind auf einem
Amwind-Kurs im richtigen Winkel zum Wind und stimmt der Schot-Holepunkt, dann
werden alle sechs Wollfäden annähernd waagerecht nach achtern flattern. Läuft
das Boot jedoch zu hoch, dann beginnen die Luv-Fäden unruhig nach oben, gar
desolat rundum zu wehen. Die Lee-Fäden zeigen unbeirrt nach achtern. Mit
zunehmendem Wind dürfen die Luv-Fäden auch zunehmend schräg nach oben zu wehen.
Wichtig auch jetzt noch: Die Lee-Fäden bleiben waagerecht.

Diese Fock wird auf einem Amwind-Kurs zu weit achtern (oder oben)
geschotet. Das Segel verwindet zu sehr. Die beiden Windfäden geben darüber
Auskunft: Der obere flattert nach oben, während der untere nach achtern ausweht.
Dieser Trimm wäre bei übertakeltem Segeln bei viel Wind zweckmäßig, um den
Segel-Druckpunkt nach unten zu verlagern, um aufrechter segeln zu können.
Ist der Steuermann zu weit abgefallen, dann klappen die leewärtigen Fäden
abrupt nach oben, unten oder gar nach vorn. Die Luv-Fäden zeigen dabei weiterhin
nach achtern. Jetzt ist die Leeströmung abgerissen. Die vorher noch anliegende
Strömung hat sich zu einem chaotischen Tubolenzwirrwar gewandelt. Der Vortrieb
geht drastisch zurück. Eine ähnliche Situation ist von der Luftfahrt her
bekannt. Wird ein Flugzeug "überzogen" (es fliegt zu steil nach oben, oder zu
langsam), dann führt das ebenfalls zum Abreissen der Windströmung auf der
Tragflügel-Oberseite.
Die Lee-Strömung an einem Segel ist weitaus wichtiger, als die in Luv. Warum?
Hierzu ein Vergleich, auch wenn dieser etwas hinkt, er verdeutlicht. Ein
Flugzeug fällt nicht herunter, weil die Tragflächen Winddruck von unten
erhalten; vielmehr ist der erheblich stärkerer Unterdruck auf der gewölbten
Tragflächen-Oberseite hierfür verantwortlich. Analoges gilt auch für die konvexe
Profil-Leeseite eines Segels.
Die Windfäden können noch mehr anzeigen. Sie helfen, den richtigen
Schot-Holepunkt Amwind und raumschots zu finden. Angenommen, der
Amwind-Holepunkt stimmt. Geht der Rudergänger jetzt etwas zu hoch an den Wind,
dann werden alle drei Luv-Fäden in gleicher Weise schräg nach oben flattern. Ist
der Holepunkt jedoch zu weit vorn, dann wird der untere Faden unruhig zu wehen
beginnen, während die beiden oberen nach achtern zeigen. Das Vorsegel ist im
unteren Teil zu bauchig. Analoges gilt bei zu weit achtern liegendem Holepunkt.
Dann ist das Segel zu offen. Dieses wird der obere Faden durch unruhiges
Verhalten signalisieren, die beiden unteren wehen hingegen noch waagerecht. Der
richtige Holepunkt wird an Deck markiert.

Hier stimmt der Raumschots-Holepunkt der Genua nicht ganz. Das Segel
verwindet übermäßig nach oben hin. Der obere Wollfaden weht schräg nach oben,
während der untere waagerecht nach achtern zeigt. Der Schot-Holepunkt müsste
etwas nach vorn verlagert werden, um diese Verwindung zu reduzieren.
Auf Raumschots-Kursen muß der Holepunkt nach vorn verlegt werden, weil
beim Fieren der Schot das Schothorn zu steigen beginnt. Die Folge: Das Segel
verwindet nach oben hin. Das übermäßig geöffnete Achterliek muß wieder etwas
geschlossen werden. Das läßt sich durch Holepunktverlagerung nach vorn
korrigieren. Man verfährt dabei mit den Windfäden, wie auf einem Amwind-Kurs
beschrieben. Beträgt z.B. der Einfaliswinkel des scheinbaren Windes 90 Grad,
dann wird auch dieser Holepunkt auf der Schiene markiert, Z.B. mit der Zahl 90.
Bei Vorsegel-Rollreffanlagen ist es erforderlich, daß beim Reffen der
Schot-Holepunkt nach vorn verlagert wird. Denn sonst kommt Lose auf das
Achterliek, das Vorsegel öffnet sich mit zunehmen der Verkleinerung der Fläche.
Die Folge: Das Boot wird luvgierig, denn es reduziert sich der Segeldruck vor
dem Drehpunkt des Unterwasser- Lateral-Schwerpunktes. Auch diese Holepunkte
können mit Hilfe weiter achtern im Segel angebrachter Wolltäden exakt
eingestellt werden. In der Praxis genügen drei Reffstufen. Diese werden
beispielsweise mit Nylon-Segelnummern-Tuch am Unterliek gekennzeichnet. Zu jeder
Reffstufe wird an Deck eine Markierung angebracht.
Selbstwendefocks reagieren äußerst empfindlich, wenn der Schotzug zu groß
und/oder der Schot-Holepunkt falsch ist. Besonders bei diesen Segeln ist ein
Spinnakertuch-Streifen im oberen Bereich des Achterlieks zweckmäßig. Wird die
Schot zu dicht geholt, dann schließt sich unverzüglich das Achterliek. Der
Tuchstreifen weht nach Lee und nach vorn. Wird jetzt die Schot auch nur ein
wenig gefiert, dann verläßt der Wind das Segel ordnungsgemäß. Der richtige Trimm
ist erreicht, wenn dieser Faden und auch der obere Luv-Wollfaden einigermaßen
nach achtern wehen.
Windfäden im Spinnaker halte ich für unnötig, das Nylontuch ist derart
feinfühlig, daß der Spinnaker für sich selbst spricht.

Oben: Lösungsvorschlag für Yachten bis etwa 8 Meter Länge
Mitte: Lösungsvorschlag für Yachten bis etwa 12 Meter Länge. Der
Fockschot-Holepunkt muß rastend eingestellt werden. Der Genua-Schlitten läßt
sich stufenlos vom Cockpit aus bedienen. Der Gummistropp unterstützt das
Nach-achtern-Gleiten des Holepunktes.
Unten: Fock- und Genua-Schotschlitten sind durch einen Draht miteinander
verbunden, sie lassen sich parallel zueinander vom Cockpit aus stufenlos
verstellen. Weniger geeignet für Vorsegel-Rollreff- Anlagen, weil der Hub des
Genua-Holepunktes nach vorn begrenzt wird.
Mit freundlicher Genehmigung Firma Peter Frisch aus HARKEN-Katalog
| 7. LEICHTWIND-TRIMM |
Jede Yacht sollte bei leichtem Wind nach vorn und nach Lee getrimmt
werden. Das reduziert die vom Wasser benetzte Unterwasserschiffsfläche und somit
auch die Reibung. Leetrimm sorgt zusätzlich dafür, daß die Segel durch das
Eigengewicht in ihre Profile fallen, somit quasi auf Vortriebs-Stand-by
eingestellt sind.
Sämtliche Lieken sollten, auch auf einem Amwind-Kurs, locker sein. Durch das
Gewicht des Großbaums, des Niederholers und durch senkrechten Schotzug (Traveller
in der Mitte) wird das Achterliek geschlossen. Streicht jetzt der Hauch einer
Böe durch das Großsegel, dann "stolpert" dieser über das Liek. Das bremst.
Beweis des "Stolperns": Die Spinnakertuch-Fäden klappen nach Lee und nach vorn.
Ein ganz nach Luv gezogener Travellerschlitten verursacht, daß die Schot schräg
gezogen wird. Sie muß soweit gefiert werden, bis der Baum wieder mittschiffs
steht. Bei einer Böe öffnet sich das Achterliek williger, die Windfäden Wehen
aus, das Segel zieht.

Ein guter Leichtwind-Bootatrimm. Die FUN Nr.2 wird nach vorn und nach Lee gekrängt. Das Großsegel-Achterliek wirkt allerdings zu sehr geschlossen. Durch Lösen des Großbaum-Niederholers, Entfernen des Spinnakerbaumes vom Großbaum und eine nach Luv geschotete Großschot würde eine Entlastung des Achterlieks bewirken, es könnte dann im Rhytmus der Böen "atmen".
Auf einem Amwind-Kurs ist es äußerst wichtig, das Boot am Laufen zu
halten. Jedes Zu-hoch-Steuern führt sofort zu einer Verminderung der
Geschwindigkeit und somit zu einer Reduzierung des scheinbaren Windes. Die Yacht
kommt "aus dem Tritt". Deshalb dürfen unter diesen Bedingungen (und nur jetzt !)
die Lee-Wind fäden in der Genua hin und wieder unruhig zappeln. Die Luv-Fäden
müssen stets waagerecht wehen. Dieses signalisiert, daß die Yacht ständig mit
maximalem Segeldruck fährt. Die Genua läßt sich bauchiger trimmen, wenn der
Schot-Holepunkt geringfügig nach vorn verlagert und die Schot etwas gefiert
wird. Daß man bei dieser Steuerweise und Segeltrimm eine geringere Höhe als
andere Boote fährt, darf nicht depremieren. Es gilt: "Geschwindigkeit vor Höhe".
Bei relativ glattem Wasser, oder langem Wellengang können die Segelprofile
auf einem Amwind-Kurs abgeflacht werden. Die Schräglage des Bootes bestimmt die
Höhe am Wind. Beim 7/8-Rigg wird der Mast gebogen, Vorliek- und
Unterliekstrecker können härter durchgesetzt werden, bis das Großsegel
faltenfrei steht. Der Fockschot-Holepunkt darf auf keinen Fall zu weit vorn
liegen, das führt zu erhöhter Krängung und somit zu größerer Luvgierigkeit.
Besser ein Loch zu weit achtern auf der Schotschiene. Diese
Schotschlittenposition öffnet das Achterliek, das Segel verwindet nach oben hin.
Das führt zu einer Verlagerung des Segel-Druckpunktes nach unten; das Boot
krängt weniger.
Beim Topprigg wird auf einem Amwind-Kurs das Achterstag maximal gespannt, um das
Vorsegel flach zu trimmen. In Böen sollte zunächst versucht werden, diese durch
Luven auszusteuern. Gelingt das nur unzureichend, krängt das Boot also immer
noch übermäßig, dann muß die Großschot gefiert werden. Legt die Böe noch weiter
zu: Schot vollständig loswerfen. Mir ist keine Fahrtenyacht bekannt, die nicht
mit dem Vorsegel allein hoch am Wind sicher gesteuert werden kann. Ein heftiges
Schlagen des Segels kann vermindert werden, indem man den Niederholer kräftig
durchsetzt. Auf keinen Fall darf in der Böe nur die Fockschot gefiert, oder gar
vollständig losgeworfen werden. In diesem Fall würde die Yacht urplötzlich
extrem luvgierig werden. Eine "Pirouette" wäre vorprogrammiert. Das Kreuzen mit
dem Großsegel allein ist äußerst unvorteilhaft. Ein gesetztes Vorsegel, und sei
es noch so klein, beschleunigt die so wichtige Leeströmung am Großsegel. Das
führt nicht nur zu einer merkbaren Geschwindigeitserhöhung, sondern bringt auch
mehr Höhe.
In der Regel sind Yachten so konstruiert, daß sie einigermaßen leicht auf
dem Ruder liegen, wenn - den Konstruktionslinien entsprechend - aufrecht genug
gesegelt wird. Liegt ein Boot absolut ausgeglichen auf dem Ruder, dann ist es
schlecht getrimmt (auf einem Amwind-Kurs).
Wird Luvgierigkeit jedoch hinderlich, dann können einige Gegenmaßnahmen
getroffen werden. In vielen Fällen ist ein falscher Großsegeltrimm hierfür
verantwortlich. Durch hohen Winddruck auf der Lattenpartie wird eine luvendende
Drehwirkung erzeugt. So ist beispielsweise bei weit außen auf dem Seitendeck
plazierten Vorsegel-Schotschienen das Dichtknallen der Großschot in
Mittschiffsposition Luvgierigkeit-fördernd. Vorsegel und Großsegel müssen
annähernd parallel zueinander eingestellt werden. Im vorgenannten Beispiel hieße
das: Travellerschlitten nach Lee stellen, oder die Großschot leicht fieren (Großbaum-Niederholer
dabei dichter setzen).
Auch wenn hierdurch ein leichter Gegenbauch im Großsegel-Vorliekbereich sichtbar
werden sollte. Ignorieren, schadet nichts. Auch eine übermäßig bauchige Genua
verursacht Luvgierigkeit, denn der größte Winddruck entsteht hierbei im
Achterliekbereich. Und dieser liegt in der Regel etwas achterlich des
Unterwasser-Lateralschwerpunktes. Es kommt also wieder zu einem
drehenden/luvenden Moment. Fazit: Ein leichter Ruderblatt-Ausschlag nach Lee von
etwa 3 bis 5 Grad ist anzustreben. Das gibt Auftrieb nach Luv und macht das
Rudergehen angenehmer. Hierzu ein Beispiel aus der Regattaszene: Bei der
olympischen Dreimann-Kjelbootklasse SOLING wird bei Leichtwind der Mast schräg
nach achtern gestellt. Hierdurch wandert der Segel-Lateralschwerpunkt nach
achtern. Es wird bewusst Luvgierigkeit erzeugt, um die oben genannten
Eigenschaften zu erreichen.
Vorausgesetzt der Segel- und Bootstrimm stimmen, dann läßt sich konstruktiv
bedingte Luvgierigkeit vermindern durch:
* Ballastverlagerung nach achtern
* Versetzen des Mastes im Fuß nach vorn
* Verlängerung der Kielfläche nach achtern
* Versetzen des Kjels nach achtern
* Nachrüsten eines Klüverbaumes
Wird ein Spaten-Ruderblatt mehr vorbalanciert, dann verringert sich zwar der
Ruderdruck, eigentliche Ursache der Luvgierigkeit wird hierdurch jedoch nicht zu
Leibe gerückt. Bei allen Betrachtungen zur Luvgierigkeit darf nicht vergessen
werden, daß (fast) jede Kielyacht mit zunehmender Schräglage auch luvgieriger
wird. Umso schneller, je flacher das Unterwasserschiff ist. Bei Krängung
"verbiegen" sich quasi die vom Wasser gesehenen Unterwasser-Schiffslinien. Eine
Demonstration dieses Effekts läßt sich sehr wirkungsvoll an einem Boot
vornehmen, bei dem die Finne frei beweglich ist. Krängt man es nach Lee, dann
wird es luven.
Schräglage nach Luv hingegen führt zum Abfallen. Diese empfindliche Reaktion,
vor allem moderner Rumpflinien, muß man Rechnung tragen, indem wie erwähnt - je
nach Konstruktion - übermäßige Krängung vermieden werden sollte.

Yachten mit S-Spant können auch mit dieser Schräglage gesegelt werden,
ohne daß ein merklicher Geschwindigkeitsverlust entsteht. Moderne
Bootskonstruktionen, solche mit flachem Unterwasserschiff (die auch zum Surfen
neigen) lassen diese Lage "quot;nur unter Protest zu". Diese werden in der Regel
luvgierig und verlieren drastisch an Geschwindigkeit.
Unter Mastfall versteht man die Schrägstellung des Mastes aus er
Senkrechten heraus nach achtern. Der Mast wird also um den Drehpunkt Mastfuß
herum bewegt.
Es hat sich in den letzten, etwa 20 Jahren gezeigt, daß Jollen und auch Yachten
mit erhöhtem Mastfall bei viel Wind (und Welle) auf einem Amwind-Kurs schneller
segeln, als solche, deren Mast senkrecht steht.
Eine wissenschaftliche Erklärung hierfür fällt mir nicht nur schwer, ... ich
habe keine. Selbst in einschlägiger Literatur ist darüber nichts nachzulesen.
Aber es ist Praxis. Extrem zu beobachten bei Leichtbaujollen und Katamaranen.
Nun läßt sich nicht bei jeder Fahrtenyacht durch Verlängerung des Vorstags durch
Toggles ein beliebiger Mastfall einstellen.
Denn: Zunehmender Masttall verlagert auch den Segeldruckpunkt nach achtern. Das
macht luvgieriger. Wenn also eine Yacht mit senkrecht stehendem Mast unter
Normalbedingungen ( etwa 4 Beaufort) auf einem Amwind-Kurs bereits übermäßige
Luvgierigkeit zeigt, dann läßt sich da nichts machen. Liegt sie allerdings da
bei noch sehr ausgeglichen auf dem Ruder, dann kann mehr Mastfall Vorteile
bringen. Hierbei verlagert sich auch der Genua-Schot-Holepunkt nach unten/vorn.
Es sollte also bei einer maximal geschnittenen Genua 1 darauf geachtet werden,
daß der Holepunkt nicht bis in die Pantry wandert.
Vorsegel-Rollreffanlagen sind bequem zu handhaben, wenn sie fachgerecht
bedient werden, und sind sehr verbreitet und beliebt bei Fahrtenseglern. Auf
Regattayachten wird man diese nicht antreffen, denn - aus der Sicht eines
Regattaseglers - stehen auf einem Amwind-Kurs teilweise aufgerollte Genuas
sackartig. Das bedeutet: deutlicher Höhenverlust beim Kreuzen. Raumschots spielt
ein solches bauchiges Vorsegel keine Rolle, auf diesen Kursen überwiegen die
Vorteile, besonders bei wechselnder Windstärke. Analog zur
segelflächen-Verkleinerung muß auch der Schot-Holepunkt nach vorn verlagert
werden. Hierfür ist ein frei auf der Schotschiene beweglicher Schotschlitten
zweckmäßig.
Dieser läßt sich dann per Taije oder Winsch vom schützenden Cockpit aus
verschieben. Fockroller unter Deck montiert, beispielsweise im Ankerkasten, sind
- aus segeltechnischer Sicht - solchen überlegen, die über Deck montiert sind.
Denn: Eine Genua zieht umso besser, je größer die Druckdifferenz zwischen der
Luv- und Lee-Seite ist. Befindet sich das Genua-Unterliek jedoch weit oberhalb
des Decks, dann findet ein Druckausgleich um dieses Liek herum statt. Vortrieb
geht verloren.

Bei einem Rollreff-Vorsegel werden drei Reffstufen durch Aufkleber im Unterliek gekennzeichnet. Analoge Markierungen auf den Schotschlitten erleichtern es, den passenden Holepunkt exakt und ohne große Sucherei wiederzufinden.
Gleichgültig, ob zum Mast oder Großbaum hin gerefft wird, der
Segeldruckpunkt wandert in gleicher Weise rechtwinklig zum Achterliek nach
vorn/unten. Lediglich der Gewichtsschwerpunkt einer In-den-Mast-Rollanlage liegt
bei Reffen höher, als bei einer solchen, bei der in den Baum gerollt wird.
Aber es gibt noch zwei, viel wesentlichere Unterschiede: Ein Segel, welches um
das Vorliek gerefft wird, muß extrem flach geschnitten werden, damit es
faltenfrei und problemlos aufgewickelt werden kann. Ganz nach dem Motto: "Nur
eine Markise läßt sich faltenfrei aufrollen." Außerdem muß das Achterliek hohl
geschnitten werden, denn die üblichen Segellatten müssen zwangsläufig entfallen.
Teilweise werden senkrechte Latten verwendet, das jedoch bringt kaum ein Plus an
Fläche. Ein solches Segel würde jeder Regattasegler mit einem
Fischkutter-Stützsegel vergleichen.
Andererseits: Wenn es beim Aufrollen fachgerecht bedient wird, fördert es die
Bequemlichkeit und, ... es kommt vielen Seglern - vor allem Charterern - nicht
auf den letzten Knoten Geschwindigkeit an. Großbau-Rollreffsegel sind aus
segeltechnischer Sicht weitaus effektiver. Diese Großsegel können profilierter
und im Achterliek ausgestellt geschnitten werden. Es können Lattensegel
verwendet werden. Das bringt mehr Vortrieb auf jedem Kurs. Aber auch zwei
Nachteile sollen erwähnt werden. Das Segel muß mehr oder weniger kraftaufwendig
gesetzt werden, das Großfall muß beim Reffen bedient werden. Das Setzen
erfordert vor allem bei einem durchgelatteten Großsegel Kraft, Katamaransegler
kennen das. Rollen- , besser noch Kugelgelagerte Mastrutscher erleichtern die
Arbeit. Sie sind jedoch nicht ganz billig. Der zweite Nachteil liegt darin, daß
der Winkel des Großbaums zum Mast ziehmlich genau 89 Grad betragen muß, sonst
gibt es Schwierigkeiten beim Einrollen. Die Einstellung dieses Winkels erfordert
einen fein justierbaren Großbaum-Niederholer.

Rollreff-Großsegel, die in den Mast gerefft werden, erfordern einen
flachen Segelschnitt (geringerer Vortrieb), müssen im Achterliek hohl
geschnitten werden (Flächenverlust) und erlauben keine Latten im Segel
(Achterliek klappt nach Luv). Aber sie sind beliebt, weil bequem und meistens
einfach in der Handhabung.
Ein gut vorbereiteter Reffvorgang mit einem Bindereff dauert bei
Durchführung mit drei Personen - je nach Bootsgröße - eine bis zwei Minuten.
Hilfreich dabei sind, pro Reffstufe, Markierungen auf dem Großfall. Wird das
Fall bis zu einer dieser Markierungen gefiert, dann kann das Vorliek-Reffauge im
Reffnaken eingepickt werden, ohne; daß dieser wieder herunter fällt.
Am besten zum Reffen eignet sich der Amwind-Kurs. Die Yacht läuft während des
Reffens allein mit dem Vorsegel weiter. Beim Reff-Vorgang hat sich der folgende
Ablauf bewährt:
| Großbaum-Niederholer lösen | |
| Großschot lösen | |
| Fall bis zur Markierung Vieren, der Großbaum wird jetzt entweder durch die Dirk oder den Rohr-Kicker gehalten. Ansonsten liegt er kurzzeitig auf der Seereling, was unkritisch ist. | |
| Vorliek-Reffauge im Haken einpicken | |
| Großfall wieder durchsetzen | |
| Smeerreep durchsetzen, ggf. mit einer Winseh | |
| Großschot dichtholen |
Gut bewährt hat sich das Einleinen-Reffsystem, bei dem Vor- und Achterliek
mit einer einzigen Leine gerefft werden können. Dieses System erfordert - vor
allem bei größeren Yachten - besonders reibungsarme Reffleine-Umlenkungen.
Der Smeerreep-Holepunkt des ersten Reffs auf dem Großbaum darf nicht zu weit
achtern sitzen. Ein stramm durchgesetztes Smeerreep würde sonst das Segel im
Unterliek-Bereich brettähnlich trimmen. Und aus einem Brett läßt sich bei
ruppigem Seegang kaum Vortrieb erzeugen. Der Holepunkt sollte so einstellbar
sein, daß immer noch im unteren Segelbereich ein Profil trimmbar ist.
Hinweis zum 7/8-Rigg mit Backstagen: Die zweite Reffreihe sollte so plaziert
sein, daß sich das Kopfbrett des Großsegels frei von den Backatagen bewegen
kann. Beide Backatagen können dann permanent gespannt bleiben und brauchen nicht
bedient zu werden.

Einleinen-Großsegel-Reffsystem
Abb. mit freundlicher Genehmigung Firma Peter Frisch, aus HARKEN-Katalog

Beispiel eines kugelgelagerten Mastrutschers für ein durchgelattetes
Großsegel.
Foto mit freundlicher Genehmigung Firma Peter Frisch, aus HARKEN-Katalog
13. DECKSLAYOUT UND DECKSAUSRÜSTUNG
Der erfolgreiche Trimm einer Fahrtenyacht hängt nicht nur vom Fachwissen
der Crew ab, sondern auch vom Trimm-Instrumentarium. Die Schoten, Fallen und
Strecker müssen übersichtlich geordnet, gut erreichbar, leichtgängig und intakt
sein. Ein Wirrwar von unsortiert herumliegenden und gleichfarbigen Leinen ist
ein Garant für das Mißlingen von Manövern.
Ein Boot zu trimmen, bringt nur dann Spaß, wenn die oben genannten Forderungen
erfüllt sind. Schamfielende Leinen, verkantet montierte Blöcke, nicht in
Zugrichtung verschraubte Belegklemmen und ergonomisch ungünstig plazierte
holende Parten können diesen Spaß gründlich verderben. Deshalb sollte jede
Trimmeinrichtung so konstruiert und konzeptiert sein, daß mit angemessenem
Kraftaufwand ein Trimmen möglich ist. Auch in kritischen Hartwetter-Situationen.
Zu leicht gewöhnt man sich als Bootseigner an unzureichend funktionierende
Trimmeinrichtungen an Bord und überspielt das mit "Ändern wir im Winterlager."


Bei beiden 8-Meter-Cruiser/Racern werden die Leinen vom Mast zum Cockpit
hin übersichtlich umgelenkt.
Oben: Diejenigen Strecker, die sich ohne viel Kraftaufwand bedienen lassen,
werden - ohne Winsch dahinter - in Curry-Kiemmen belegt. Diese sind allerdings
nicht gut erreichbar.
Unten: Sämtliche Leinen sind gut erreichbar seitlich achtern auf dem Kajütdach
montiert.
Häufig sind es Werftsünden, die einem das Trimmen vergraulen.
Hier ein paar typische Beispiele.
VORSEGEL-SCHOTSCHIENEN müssen so lang sein, daß einerseits eine Sturmfock, oder
eine auf solche Größe gereffte Genua weit genug nach vorn geschotet werden kann,
andererseits muß der Holepunkt einer - erhöht montierten - Rollreff-Genua weit
genug nach achtern geschoben werden können.
VORSEGEL-SCHOTHOLEPUNKTE sind, je nachdem welche Vorsegelfläche gefahren wird,
unterschiedlich. Und somit auch der Schotwinkel zur Winsch. Das kann zu
Überläufern auf der Winsch führen. Abhilfe: Die Schoten sollten über achterlich
der Winsch montierte Umlenkblöcke geführt werden. Diese Schotführung
gewährleistet einen stets gleichen Winkel zur Winsch.
VORSEGELSCHOTEN schamfielen beim Wenden an den Wanten. Darüber gestülpte
Aluminium- oder Kunststoff-Rohre vermindern dieses und schonen das Tauwerk.
GENUA-UNTERLIEKEN verhaken gern beim Dichtholen auf einem Amwind-Kurs an der
Seereling. Manchmal hilft dann ein kräftiger Handkantenschlag von oben auf den
Drahtdurchzug. Kreisförmige Scheiben ("Salingsschoner") in der Nähe einer oder
zwei Relingsstützen angebracht, verhindern das Verhaken automatisch.

"Salingsschoner" im vorderen Seerelinge-Bereich in der Nähe der Stützen
angebracht, erleichtern das Herüberflappen des Genua-Unterlieks beim Dichtholen
auf einem Amwind-Kurs. Ein Vorteil beim häufigen Wenden
VORSEGEL-ROLLREFFANLAGEN-TROMMELN sollten stets mit Gefühl bedient werden.
Ein zu schnelles Fieren der Reffleine, vor allem bei viel Wind, kann zum
Verklemmen der Leine an der Trommel führen. Häufig wird das Holen der Reffleine
durch unergonomische Rollen-Umlenkung unnötig erschwert. Eine praktikable
Umlenkung zu einer Winsch bietet bei Hartwetter Erleichterung beim Einrollen.
GEREFFTE GENUAS stehen, je mehr man diese aufrollt, auf einem Amwind-Kurs
schlecht. Eine solide Arbeits- oder Sturmfock ist in jedem Fall vorzuziehen.
Hierfür ist ein zweites, etwas achterlich des Rollsegel- Vorstags montiert,
zweckmäßig. Dieses muß unter Deck hartwettergerecht montiert werden. Das Fall
von Rollreff-Genuas sollte nach Gebrauch gefiert werden, um das Tuch zu
entlasten. Normalerweise kann das Fall am Mastfußbereich gestaut werden. Soll es
bei Bedarf wieder gestreckt werden, dann muß eine praktikable Umlenkung zu einer
Winsch möglich sein. Eine zusätzliche Mastwinsch löst das Problem ebenfalls.

Werftsünde: Ein Wirrwar von vier Vorsegel-Schotschienen und keine ist passend plaziert.

Dieser Vorsegel-Schotschlitten ist auf der Schiene frei beweglich und kann per Taije vom Cockpit aus bedient werden. Das Gummiband soll das Nach-achtern-Ziehen des Schlittens unterstützen.
SELBSTHOLENDE WINSCHEN (Selftailing) wirken sich äußerst
bedienungsfreundlich aus. Der Mehrpreis zu einer normalen Winsoh, bei der die
holende Part per Hand gesogen werden muß, lohnt sich allemal. Anmerkung:
Winschen werden von Werften gern zu klein dimensioniert. Schuld daran sind die
Winsch-Hersteller und ihr Preiskampf untereinander. Kleinen Winschen wird in den
Empfehlungstabellen oft eine zu große Segelfläche zugeordnet. Für
Regatta-Muskelprotze mag das in Ordnung sein, aber Ehepaar Schulze - im
mittleren Alter - muß sich abrackern. Bei der Auswahl einer Winsch sollte im
Zweifelsfall stets die in der Tabelle der Hersteller angegebene Winschengröße um
eine Nummer größer gewählt werden.
HEBELKLEMMEN müssen unter Last leicht zu Öffnen sein. Ansonsten muß die belegte
Leine zeitaufwendig mit Winschenkraft entlastet werden, erst dann läßt sich eine
schlechte Hebelklemme lösen. Marktübliche Hebelklemmen für das Belegen des
Unterlieks und der Reffleinen (Smeerreeps) unterhalb der Großbaums halte ich für
wenig praxisgerecht, denn diese lassen sich besonders unergonomisch und
schwergängig lösen. Außerdem muß zur Bedienung das Cockpit verlassen werden.

Eine leichtgängige Bedienung aller Leinen hängt davon ab, daß jede exakt fluchtend umgelenkt wird. Negativ fällt auf, daß der Umlenkblock der zum Mastfuß hin umgelenkten Großschot an einem quer montierten Bügel angreift. Der Bügel wird daher unnötigerweise auf Biegung beansprucht.

Eine Beschriftung aller Hebelklemmen sollte selbstverständlich sein,
ebenso verschiedenfarbiges Tauwerk. Beides erleichtert ein schnelles und
sicheres Bedienen.
GROßSCHOT-FÜHRUNG auf dem Kajütdach begünstigt die Bewegungsfreiheit im
Cockpit. Aber: Meistens erfordert ihre Bedienung jedoch die Crew, der
Rudergänger kommt nicht daran.
VORSCHOT-FÜHRUNG im Bereich des Rudergängers gestattet Einhandsegeln, wenn auch
die Großschot-Belegung in Griffnähe ist.
SEGEL-VORLIEKEN sollten auf Fahrtenyachten beim Bergen der Segel fest mit dem
Vorstag (Fock/Genua) oder dem Mast(Großsegel) sicher verbunden bleiben. Das
erfordert Stagreiter und Mastrutscher. Beim Fieren oder Herunterlassen der Segel
fliegen diese nicht durch Windlast über Bord.
TRAVELLERSCHIENE und Schlitten dürfen nicht verkanten. Der Zug der Großschot muß
senkrecht über der Schiene angreifen, so daß die Kräfte gleichmäßig vom
Schlitten auf die Schiene übertragen werden. Wird hierauf nicht geachtet, dann
werden mit der Zeit die Rollen aus hartem, nichtrostenden Stahl des Schlittens,
das weiche Aluminium der Schiene beschädigen.

Großschotführung mit getrennten Blöcken am Baum vermindern die
Schot-Reibung. Negativ: Die Curry-Klemme des Fußblocks läßt sich im Zugwinkel
der Schot nicht variieren. Die Curry-Klemme der Traveller- Bedienungsleine läßt
sich besonders praxisgerecht bedienen.
DURCHGEHENDE SEGELLATTEN erfordern erhöhten Kraftaufwand beim Setzen des
Großsegels. Deshalb sind kugelgelagerte Mastrutscher zweckmäßig. Sie sind zwar
teuer, die Leichtgängigkeit des Setzens läßt diese Mehrkosten aber schon nach
kurzer Zeit vergessen.
WINDELEKTRONIK hat sicher auf Regattayachten ihre Berechtigung, auch hilft diese
bei Regen (die Windfäden kleben am Segeltuch), oder bei Dunkelheit. Auf
Fahrtenyachten, mit denen gelegentlich Tagesregatten gesegelt werden, dient sie
mehr der Befriedigung des Spieltriebs, nachdem die Märklin-Eisenbahn im Keller
an Bedeutung verloren hat. Zugegeben: Ein mit Elektronik schick verziertes
Cockpit macht sich gut, aber für Fahrtenyachten notwendig? Dann lieber einen
Kompaß kaufen, der eine Nummer zu groß ist, und an dem Winddrehungen
zuverlässiger erkannt werden. Und das Beobachten der Windfäden in der Dunkelheit
läßt sich gut mit einer kleinen Taschenlampe kontrollieren.
BESCHLAGSPFLEGE verlängert nicht nur die Lebenserwartung, sondern erhält auch
die Leichtgängigkeit und Zuverlässigkeit. Durch Salzwasser- und
Umwelt-Beeinflussung müssen Beschläge gepflegt werden. Bei dem heutigen
Fertigungsstandard und Normalbelastung ist eine lange Lebensdauer zu erwarten.
Während der Saison genügt ein regelmäßiges Äbspritzen mit Süßwasser, das gilt
vor allem für Klemmen, Blöcke und Umlenkrollen, sowie für den Lümmelbeschlag und
die Spinnakerbaum-Endbeschläge. Bei Winschen genügt es, diese im Herbst
(vorsichtig) auseinander zu nehmen, mit Petroleum oder Terpentinersatz
auszuwaschen und anschließend mit säurefreiem, nichtharzenden Fett zu pflegen.
Die Riggpflege wurde bereits erwähnt. Sollte die Mastnut während des Winters
etwas korridiert sein und das Großsegel schwer zu setzen sein, dann hilft
Marinespray auf Teflon-Basis einmal an der Nut entlang zusprühen.

11,20-Meter-Seekreuzer mit Deckshaus.
Nachdem der Spinnakerbaum und die Schoten vorbereitet wurden, ist es kurz
vor dem Setzen - gleichgültig, ob aus dem Bugkorb, vom Lee-Vordeck oder aus dem
Niedergang heraus gesetzt werden soll - zweckmäßig, das Unterliek auseinander zu
ziehen. Die Luvschot (Achterholer) wird soweit gezogen, daß das Spi-Schothorn
den Spinnakerbaum berührt. Das Lee-Schothorn wird - beim Setzen vom Vorschiff -
bis fast zu Cockpit gezogen und dort mit der Leeschot vorbelegt. Diese Technik
vermeidet, daß der Spinnaker beim Setzen zu einem "Stundenglas" oder einem
anderen, chaosähnlichen Gebilde geformt wird; hierbei muß lediglich darauf
geachtet werden, daß sich der Unterliekbereich nicht vom Wind aufbläht und über
Bord weht. Ein gesetztes Vorsegel verhindert, daß sich der Spi um das Vorstag
herum wickelt. Erst wenn der Spi hochgeholt wurde, darf der Spinnakerbaum nach
Luv gezogen werden. Bei starkem Wind sollte der Rudergänger während des Setzens
annähernd vor den Wind gehen, um den Spi vom Großsegel abdecken zu lassen.

Dumm gelaufen. Die Crew hatte - nach Umrundung der Luvtonne -, ohne das Spinnaker-Unterliek auseinander zu ziehen, zunächst am Fall gezogen. Daraufhin vertörnte sich das Tuch. Das Chaos ist perfekt. Im günstigsten Fall kann der Spi in der Abdeckung des Großsegels wieder klariert werden. Ansonsten hilft nur ein vollständiges Bergen.

Das Setzen dieses Spinnakers wird richtig vorbereitet. Der Spinnakerbaum
wurde auf dem Amwindkurs bereits gesetzt. Nach dem Umrunden der in Luv gelegenen
Tonne wird zunächst das Luv-Schothorn bis zur Nock des Spinnakerbaums gezogen.
Die Leeschot ist vorbelegt. Hierdurch wird das Unterliek auseinander gezogen,
die Gefahr eines "Stundenglases" ist somit gebannt. Der Spinnaker kann jetzt in
der Abdeckung des Großsegels hochgezogen werden. Anschließend wird der
Spinnakerbaum mit der Luvschot (Achterholer) achterlicher geholt, damit sich der
Spi mit Wind füllen kann.
Stets sollte der Spinnakerbaum so weit es geht, nach Luv gezogen werden.
Es muß dabei jedoch darauf geachtet werden, daß das Unterliek vom Vorstag nicht
abgeknickt wird. Bei zu weit gefiertem Baum kann die Leeschot weit gefiert
werden, das Unterliek befindet sich dann jedoch zu weit vor dem Boot. Die vom
Wind gesehene projizierte Fläche verringert sich, Vortrieb geht verloren.
Der richtige Trimm ist dann erreicht, wenn das Spi-Unterliek hin und wieder
leicht gegen das Vorstag tippt. Bei einigermaßen konstanten Windbedingungen wird
die Luvschot belegt und der Spi ausschließlich mit der Leeschot gefahren. Dabei
muß diese Schot im ständigen Wechsel schnell dichtgeholt werden, wenn das
Luvliek einzuklappen beginnt und langsam gefiert werden, bis das Luvliek wieder
beginnt einzufallen. Ein Spinnaker, der über einen Zeitraum von mehr als eine
halbe Minute prall steht, wird schlecht gefahren. Denn das beweist, daß die
Leeschot zu dicht gefahren wird.
Je härter und je raumer der Wind kommt, desto schwieriger ist jede Yacht mit
Spinnaker auf Kurs zu halten. Deshalb gilt raumschots in harten Böen:
rechtzeitig (!) abfallen. Dabei kann die Leeschot gefiert werden, das vermindert
eine krängende Wirkung. Wer es besonders gut machen will, zieht dabei den
Spinnakerbaum weiter nach Luv. Droht die Yacht aus dem Ruder zu laufen, dann
darf die Leeschot vollständig losgeworfen werden. Der Spi weht dann wie eine
Flagge nach Lee, richtet im Rigg keinen Schaden an und verringert vor allem die
Krängung. NIEMALS darf in kritischen Situationen die Luvschot losgeworfen
werden. Das kann dazu führen, daß der Spi weitab in Lee vom Boot zu Stehen
beginnt und der Masttopp in die Nähe der Wasseroberfläche gezogen wird. Wer
diesen wichtigen Luvschot-Hinweis berücksichtigt, kann sich auch Achtknoten auf
den Schot-Enden erlauben. Ohne Knoten würde der Spi bei unbeabsichtigtem Lösen
beider Schoten waagerecht in Masttopphöhe nach Lee flattern. Ein Einfangen des
Tuches gelingt eventuell durch Platt-vor-dem-Laken-Steuern in der Abdeckung des
Großsegels. Diese Abdeckung läßt sich durch eine nach Luv ausgebäumte Genua
vergrößern.
Die Höhe des Spinnakerbaums richtet sich nach Kurs und Windstärke. Beide
Schothörner sollten auf gleicher Höhe getrimmt werden. Bei zu hoch eingestelltem
Lee-Schothorn ist das Leeliek zu offen, Vortrieb geht verloren. Wird es zu tief
eingestellt, schließt das Leeliek; das führt nicht nur zu erhöhter Krängung,
sondern schaufelt auch die Abwinde kräftig in das Großsegel. Auch das bremst.
Bei sehr leichtem Wind hängt das leewärtige Schothorn herunter, also muß der
Spinnakerbaum abgetoppt werden. Auf spitzen Raumschotskursen sollte der Spi
flach getrimmt werden, vor allem bei viel Wind. Bei mittlerem Wind ist eine
etwas bauchigere Form zweckmäßig. Auf windigen Vormwind-Kursen neigt ein zu
bauchig getrimmter Spi dazu, sich und das Boot aufzuschaukeln. Hat ein solches
unkontrolliertes Geigen eingesetzt, dann gilt für den Rudergänger: Immer dem
Spinnaker hinterherfahren, um die krängende Wirkung in den Griff zu bekommen.
Zieht also der schaukelnde Spi den Masttopp nach Luv: luven. Schleift hingegen
die Nock des Großbaums durch das Wasser: abfallen. Ein flach getrimmter Spi und
ein nach vorn verlagerter Holepunkt der Leeschot vermindern die Neigung zum
Aufachaukeln.
Das Wegnehmen eines Spi's - auch bei viel Wind - ist relativ problemlos.
Der Rudergänger bringt das Boot annähernd vor den Wind. Langsam wird der
Spinnakerbaum gefiert und die Leeschot dichtgeholt. Dann wird der Spi in der
Abdeckung des Großsegels einfallen und kann ohne Hektik unterhalb des Großbaums
einkassiert werden. Spinnakerfall und Luvschot (!) werden dabei in analoger
Geschwindigkeit des Einsammelns gefiert.
Hinweis: Ein Spinnaker-Bergeschlauch ist eine lohnenswerte Anschaffung,
insbesondere, wenn eine Yacht mit nur zwei Personen gesegelt wird. Auch Halsen
werden damit wirkungsvoll entschärft. Mit seiner Hilfe wird das Spinnakern auch
für weniger geübte Crews bedeutend erleichtert.
Topp-getakeltes Rigg
| Amwind-Kurs | 1-2 Bft. | 3-4 Bft. | 5-7 Bft. | |||
| Mast | glattes Wasser | bewegtes Wasser | wenig Welle | viel Welle | weing Welle | Rauhwasser |
| Oberwanten Vordere Unterwanten Achtere Unterwanten Achterstag Mastbiegung |
max. dicht lösen lösen lösen gerade |
max. dicht lösen lösen max. lösen gerade |
max. dicht etwas dicht sehr lösen dicht etwas gebogen |
max. dicht lösen lösen sehr dicht fast gerade |
max. dicht max. dicht max. lösen max. dicht max. gebogen |
max. dicht sehr dicht lösen sehr dicht stark gebogen |
| Großsegel | glattes Wasser | bewegtes Wasser | wenig Welle | viel Welle | weing Welle | Rauhwasser |
| Vorliek Unterliek Achterliek Schotzug Baumniederholer Traveller |
lösen lösen leicht offen lose lose nach Luv |
max. lösen max. lösen offen max. lose lose nach Luv |
durchsetzen durchsetzen geschlosssen max. dicht etwas dicht mittschiffs |
etwas durchsetz. lösen etwas offen dicht fast lose mittschiffs |
max. durchsetz. max. durchsetz. fast offen max. dicht etwas dicht nach Lee |
durchsetzen durchsetzen offen dicht etwas lose nach Lee |
| Vorsegel | glattes Wasser | bewegtes Wasser | wenig Welle | viel Welle | weing Welle | Rauhwasser |
| Vorliek Schotzug Schot-Holepunkt Windfäden in Luv Windfäden in Lee |
lösen lösen nach vorn waagerecht waagerecht |
max. lösen max. lösen nach vorn waagerecht waagerecht |
durchsetzen max. dicht normal ca. 30 Grad waagerecht |
fast durchsetz. dicht normal ca. 20 Grad waagerecht |
max. durchsetz. max. dicht normal/achtern ca. 70 Grad waagerecht |
max. durchsetz. dicht normal ca. 60 Grad waagerecht |
| Raumschots | 1-2 Bft. | 3-4 Bft. | 5-7 Bft. | |||
| Mast | glattes Wasser | bewegtes Wasser | wenig Welle | viel Welle | weing Welle | Rauhwasser |
| Oberwanten Vordere Unterwanten Achtere Unterwanten Achterstag Mastbiegung |
max. dicht max. lösen max. dicht max. lösen neg. Biegung |
max. dicht max. lösen max. dicht max. lösen neg. Biegung |
max. dicht lösen dicht lösen gerade |
max. dicht lösen dicht lösen gerade |
max. dicht etwas dicht lösen etwas dicht fast gerade |
max. dicht etwas dicht lösen etwas dicht fast gerade |
| Großsegel | glattes Wasser | bewegtes Wasser | wenig Welle | viel Welle | weing Welle | Rauhwasser |
| Vorliek Unterliek Achterliek Baumniederholer Traveller |
max. lösen max. lösen geschlossen leicht dicht unwichtig |
max. lösen max. lösen geschlossen kaum dicht unwichtig |
max. lösen max. lösen geschlossen dicht nach Lee |
max. lösen max. lösen fast geschlossen dicht nach Lee |
lösen lösen etwas geöffnet max. dicht in Lee |
lösen lösen etwas geöffnet max. dicht in Lee |
| Vorsegel | glattes Wasser | bewegtes Wasser | wenig Welle | viel Welle | weing Welle | Rauhwasser |
| Vorliek Schot-Holepunkt Windfäden in Luv Windfäden in Lee |
max. lösen außen/vorn waagerecht waagerecht |
max. lösen außen/vorn waagerecht waagerecht |
max. lösen außen/vorn waagerecht waagerecht |
max. lösen außen/vorn waagerecht waagerecht |
lösen außen/vorn waagerecht waagerecht |
lösen außen/vorn waagerecht waagerecht |
7/8-getakeltes Rigg mit gepfeilter Saling
| Amwind-Kurs | 1-2 Bft. | 3-4 Bft. | 5-7 Bft. | |||
| Mast | glattes Wasser | bewegtes Wasser | wenig Welle | viel Welle | weing Welle | Rauhwasser |
| Oberwanten Unterwanten Achterstag Mastbiegung |
max. dicht dicht max. gelöst gerade |
max. dicht max. dicht gelöst gerade |
max. dicht etwas lösen etwas dicht leicht gebogen |
max. dicht etwas lösen etwas dicht etwas gebogen |
max. dicht max. gelöst max. dicht etwas gebogen |
max. dicht lösen max. dicht max. gebogen |
| Großsegel | glattes Wasser | bewegtes Wasser | wenig Welle | viel Welle | weing Welle | Rauhwasser |
| Vorliek Unterliek Achterliek Schotzug Baumniederholer Traveller |
lösen lösen offen lose lose nach Luv |
max. gelöst max. gelöst etwas offen lose lose nach Luv |
durchsetzen durchsetzen fast geschlos. dicht dicht mittschiffs |
durchsetzen etwas durchsetz. geschlossen dicht dicht mittschiffs |
max. durchsetz. max. durchsetz. offen sehr dicht max. dicht nach Lee |
durchsetzen durchsetzen fast offen max. dicht max. dicht nach Lee |
| Vorsegel | glattes Wasser | bewegtes Wasser | wenig Welle | viel Welle | weing Welle | Rauhwasser |
| Vorliek Schotzug Schot-Holepunkt Windfäden in Luv Windfäden in Lee |
lösen lösen nach vorn waagerecht waagerecht |
max. lösen max. lösen nach vorn waagerecht waagerecht |
durchsetzen max. dicht normal ca. 30 Grad waagerecht |
fast durchsetz. dicht normal ca. 20 Grad waagerecht |
max. durchsetz. max. dicht normal/achtern ca. 70 Grad waagerecht |
max. durchsetz. dicht normal ca. 60 Grad waagerecht |
| SEGELN, von Ulf Biedermann und Andreas Gosztonyi, Heyne-Verlag | |
| SEGELN, von Klaus-Jürgen Meyer, Sportverlag Berlin | |
| REGATTA-SEGELN, von Manfred Curry, Delius Klasing-Verlag | |
| DAS IST REGATTASEGELN, von Richard Creagh Osborne, Delius Klasing-Verlag | |
| REGATTASEGELN, von Dr.Jörg Diesch, Rowohlt Taschenbuch-Verlag | |
| SEGELKUNDE, SEGELTRIMM, von Bruce Banks und Dick Kenny, Delius Klasing-Verlag | |
| DAS RIGG, von Matthew Sheahan, Delius Klasing-Verlag | |
| AERODYNAMIK UND HYDRODYNAMIK DES SEGELNS, von C.A.Marchaj, Delius Klasing-Verlag | |
| SEGELSPORT SEGELTECHNIK SEGELYACHTEN, von Juan Baader, Delius Klasing-Verlag | |
| TECHNISCHE STRÖMUNGSLEHRE von Bruno Eck, Springer-Verlag | |
| GEWINNEN, von John D.A.Oakley, Delius Klasing-Verlag | |
| DESIGNED TO WIN, von Roger Marshall, Adlard Goles-Verlag / London | |
| DAS 0PTIMAL GETRIMMTE RIGG, Delius Klasing-Verlag
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